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Dieses Mal: Ibn Abbad Ar-Rundi

Bekannte Muslime

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(iz). Ibn Abbad Ar-Rundi zählt zu den großen spirituellen Gelehrten des Islam. Wie sein Nachname anzeigt, stammte er aus dem andalusischen Ronda, wo er im Jahre 734 n. H. (1332 n Chr. ) geboren wurde. Er verbrachte aber den größten Teil seines Lebens in Marokko. Ibn Abbad war ein Schüler mehrerer namhafter Gelehrter seiner Zeit, unter anderem Schaikh Ahmad ibn ‘Aschir von Salé, und gehörte der Tariqa Shadhilija an. Er studierte in Tlemcen und Fes, wurde später Imam der Qarawijin Madrassa in Fes und leitete das Freitagsgebet in der Qarawijin-Moschee. Er verfasste einen der bekanntesten und wichtigsten Kommentare zu den „Hikam“ von Ibn Ata’illah Al-Iskandari.

Sein voller Name lautete Abu ‘Abdallah Muhammad Ibn Ibrahim An-Nafzi Ar-Rundi.

Er stammte aus einer Familie angesehener Rechtsgelehrter und zog nach seiner anfänglichen Ausbildung in Ronda nach Fes, um seine Studien dort fortzusetzen, insbesondere im Fiqh nach Imam Malik und den Usul Al-Fiqh, den rechtlichen Prinzipien. Er zog dann nach Salé, wo die prägende Begegnung mit Schaikh Ahmad ibn ‘Aschir stattfand. Nach seiner Rückkehr nach Fes verfasste Ibn Abbad unter anderem seinen großen Kommentar der Hikam. Dieser Kommentar (Scharh) der Hikam trägt den Namen „Ghaith Al-Mawahib Al-’Alija“ (auch bekannt als „At-Tanbih“).

Zu seinen bekanntesten anderen Werken gehören zwei Sammlungen von Briefen, „Ar-Rasa’il As-Sughra“ und „Ar-Rasa’il Al-Kubra“, in denen Ratschläge und Anweisungen an seine Schüler enthalten sind. Insbesondere die „Rasa’il Al-Kubra“, geschrieben an den Hadith- und Rechtsgelehrten Jahja As-Sarradsch in Fes, gelten als herausragendes Werk über die Prinzipien und Methoden des spirituellen Weges und als eines der wichtigsten Werke der Schadhilija. Es basiert auf dem Befolgen der Scharia im Äußeren einerseits und den korrekten inneren Haltungen (Adab) andererseits.

Laut dem Kenner des marokkanischen Tasawwuf, Dr. Abdel Hadi Hoenerkamp, lässt sich die pädagogische Lehre Ibn Abbads in fünf Prinzipien zusammenfassen: Erstens totale innere und äußere Ergebung in Allah, zweitens Umsetzung von Qur’an und Sunna, drittens Ergebung in das richtige Verhalten (Adab), viertens Zurückweisung aller Anmaßungen beziehungsweise Ambitionen des Selbst auf Frömmigkeit und spirituelle Zustände, und fünftens Zufriedenheit in Allah in Zeiten des Mangels wie jenen der Hinlänglichkeit (Schukr).

Ibn Abbad Ar-Rundi verließ diese Welt im Jahre 793 (1390). Kurz vor seinem Tod bestimmte er, dass eine Summe von Geld aus seinem Nachlass dafür verwendet werden sollte, ein Stück Land zu erwerben, dessen Ertrag zum Erhalt der Qarawijjin-Moschee dienen sollte. Als man es zählte, stellte sich heraus, dass der Betrag exakt dem entsprach, den er in seinen 25 Jahren als Imam und Prediger in der Qarawijjin erhalten hatte. Sein Grab liegt in Fes nahe des Bab Al-Futuh, dem südöstlichen Stadttor. (YA)

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