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Dieses Mal:  Vermeidung von Exzessen

Islamische Lebenspraxis

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Allah sagt in Seinem mächtigen Buch:­ ­„Diejenigen, die – wenn sie geben – weder übermäßig noch geizig sind, sondern die Mitte ­zwischen beiden wählen.“ Schaitan greift die Menschen auf zwei Weisen an: Indem er sie ermutigt, weniger und weniger zu tun, oder indem er sie anstiftet, mehr und mehr zu machen.

Es ist klar, wenn es sich um das weniger und weniger handelt, denn dies führt schließlich dazu, dass jene Handlungen, auf denen der Din beruht, beiseite gelassen werden. Aber wie kann das mehr und mehr machen zu einem Werkzeug für Schaitan werden? Der Grund dafür besteht darin, dass es zu Übertreibungen im Islam führen kann.

Dies ist eine Tendenz, die eine große Gefahr für einzelne wie für die Gesellschaft darstellt. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Nehmt euch in Acht vor Übertreibungen im Din [das heißt, der Islam]. Die einzige Sache, welche zur Zerstörung derjenigen, die vor euch kamen, führte, war die Übertreibung im Din.“ Und er sagte ebenfalls: „Jene, die übertreiben, werden zerstört werden. Jene, die übertreiben, werden zerstört werden. Jene, die übertreiben, werden zerstört werden.“ Das „Übertreiben“ (Ghuluw) bedeutet, über die Grenzen dessen hinauszugehen, was notwendig ist und in die Extreme abzufallen.

Die Christen übertrieben, indem sie ihren Propheten vergötterten und sagten, dass ‘Isa der Sohn Gottes sei. Für andere Völker vor ihnen gilt das gleiche.

Und wir Muslime sind ebenso in der anhaltenden Gefahr, denn die gleichen Tendenzen finden sich auch in uns. Von der Gemeinschaft haben sich bereits jetzt mehr Sekten als bei allen vorangegangenen Religionen abgespaltet. Jedes Mal handelte es sich dabei um eine Übertreibung, welche diese Gruppen dem Hauptkörper der muslimischen Gemeinschaft entriss.

Die Schi’a übertrieb aus Liebe zu Saijidina ‘Ali und der Familie des Propheten. Dies führte dazu, dass sie den Rest der Prophetengefährten ablehnte und verachtete und damit auch die absolute Mehrheit der Muslime, die von diesen ihren Din genommen hatte.

Die Khawaridsch ihrerseits übertrieben in der wörtlichen Deutung des Gesetzes. Sie lehnten jede andere Auslegung als die ihrige ab und betrachteten jeden, der eine andere Meinung als sie vertrat, als Nichtmuslime. Daher stellen Extremismus und – spezifischer – die Übertreibung im Din eine größere Gefahr für den Islam dar, als es jeder äußere Gegner könnte. Dies liegt daran, weil diese Form der Übertreibung ihrem Wesen nach zu Teilung führt. Sie ist die Hauptursache für Fitna. Menschen, die sich den Extremen zuwenden (insbesondere jene, die dies in Fragen des Rechts tun), tendieren dazu, die Dinge in Schwarz und Weiß zu sehen.

Alles, was ihrer engen Weltsicht widerspricht, gilt als Bid’a und daher als nicht-islamisch. Ihre Übertreibung verführt sie zu dem Glauben, dass alle ihre Taten gut sind, während in Wirklchkeit das Gegenteil der Fall ist. Denn es heißt in einem bekannten Hadith: „Der Gläubige ist derjenige, der hart mit sich selbst ist, aber großzügig mit anderen, während der Heuchler [Munafiq] hart mit anderen, aber großzügig mit sich selbst ist.“

Es ist verpflichtend für uns, die Extreme zu meiden, aber wir müssen gleichermaßen dabei vorsichtig sein, und dürfen nicht lax in jenen Dingen werden, die Allah uns befohlen hat. Islam ist der Din der Ausgeglichen­heit, der auf dem Pfad der Mitte verläuft.

Dieser Mittelweg besteht im Festhalten an der prophetischen Sunna und den Grenzen, die Allah uns gesetzt hat, wie dies von den großen Aulija und Ulama in den nachfolgenden Generationen bewahrt wurde. Dies ist die erwünschte Ausgeglichenheit, um die sich Muslime bemühen müssen. Imam Malik sagte: „Das Ende dieser Umma wird von nichts anderem korrigiert als von dem, was sie auch an ihrem Anfang berichtigte.“ Und diese Sunna ist kein enger Weg, sondern eine breite Straße, die eine große Vielfalt und Meinungsunterschiede zulässt.

Der Din ist, wie der Prophet sagte, Erleichterung und keine Beschwernis. Er ist so weit, dass er alles umfasst – die strikte, auf den Buchstaben genaue Befolgung der Sunna von Ibn ‘Umar bis zum Idschtihad von Ibn ‘Abbas, von der Strenge ‘Umar ibn Al-Khattabs bis zur Freundlichkeit Abu Bakrs. (Von Schaikh Habib Bewley)

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