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Ein europäisches Phänomen: Das Schüren einer unbegründete Angst vor einer „muslimischen Übernahme“ in Großbritannien hat sich zu einer Freizeitbeschäftigung entwickelt. Von Ufuk Secgin

Von „Trojanischen Pferden“ und anderen Bedrohungslagen

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(iz). Die Tatsache ist nicht zu leugnen, dass nach Woolwich, wo zwei konvertierte Muslime den Soldaten Lee Rigby am helllichten Tage auf einer Strasse im südöstlichen Stadtteil Londons mit einem Messer und einem Beil brutal ermordet hatten, Muslime zunehmend durch eine schwarz-weiße Sicherheitslinse von vielen in der politischen Klasse und von den rechten Medien betrachtet werden.

Das Schüren einer unbegründete Angst vor einer „muslimischen Übernahme“ von Großbritannien hat sich zu einer Freizeitbeschäftigung einiger Kolumnisten, Blogger und Aktivisten entwickelt. Die Kriminalität von Individuen wurde in der Vergangenheit rassifiziert. Jetzt wird sie „islamisiert“, sobald jemand von der muslimischen Gemeinschaft beteiligt ist. Kein Wunder, warum so viele Menschen eine negative Vorstellung von Muslimen haben. Das ist eine Schande für das moderne pluralistische Britannien in dem wir heute leben.

Viele in der britischen muslimischen Gemeinde haben das Gefühl, also ob sie unter einer ständigen „Belagerung“ seitens der rechten Medien leben und hier nicht von unserer politischen Elite geholfen werden. Die anhaltende sensationelle Darstellung über die Sorge vor dem „Trojanischen Pferd“ in Birmingham, welches allgemein als Fälschung wahrgenommen wird, hat die Situation in den letzten Monaten weiter verschärft.

Aus einer Reihe von Untersuchungen, die die Bildungsregulierungsbehörde Ofsted (Office for Standards in Education, Children’s Services and Skills) durchführt, sind nun die Kontrollen von 21 Schulen beendet worden. Fünf Schulen wurden unter Auflagen mit besonderen Maßnahmen erlegt und die sechste Schule wurde als unzureichend für schlechte Bildungsstandards bewertet.

Die Ironie ist, dass einige von ihnen noch vor kurzer Zeit in hohem Grade für ihre wissenschaftlichen Ergebnisse und ihre Inklusivität bewertet worden waren. Die wichtigsten unter ihnen, Park View School, reagierte auf die Ofsted Erkenntnisse verärgert. Der Vize-Vorsitzende der Akademie Stiftung attackierte die „reflexartige Reaktion der Politiker“ an und sagte, „Die Geschwindigkeit und die Heftigkeit, mit der die Schule verurteilt wurde, war wirklich schockierend.“

Also, was ist die Geschichte des „Trojanischen Pferds“, die nicht nur in der Welt der Bildung für Aufregung gesorgt hat, sondern auch die politischen Welt und die Medien verunsichert hat?
Die Geschichte geht zurück aufs Ende des vergangenen Jahres, als ein Brief addressiert an die Stadtverwaltung von Birmingham und einige Schulen in der Region, einen Plan beschrieb, der als „Operation Trojanisches Pferd“ tituliert wurde. Der Brief behauptet, dass bis zu vier Schulen in der Stadt bereits von „islamische Extremisten übernommen“ worden seien. Experten haben seither diesen Brief als einen schlechten Scherz (Hoax) abgetan.

Der Stadrat von Birmingham untersucht nun rund 200 Hinweise in 25 Schulen. Die Bildungsregulierungsbehörde Ofsted hat ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet.

Einige der untersuchten Schulen wurden erst vor Kurzem mit „hervorragend“ für ihre wissenschaftlichen Ergebnisse und ihre Inklusivität bewertet. Sie wurden nun auf „benötigt besondere Maßnahmen“ herabgestuft, trotz verbesserter Ergebnisse und keinerlei Veränderungen in ihrer Verwaltungspolitik. Ofsted hat für diese Schulen in den vergangenen Jahren stets positive Berichte verfasst. Inwiefern haben sich die Kriterien geändert, um so eine dramatische Veränderung zu rechtfertigen? Es scheint, dass diese Schulen nun aufgrund eines neuen Bewertungskriterium „Vorbereitung der Schüler für das Leben im modernen Großbritannien“ herab gestuft wurden. Viele sind besorgt, dass dieser neue Richter willkürlich und inkonsequent angewendet wird.

Der Ofsted-Bericht hat Fragen im Bereich der Verwaltung (Governance) hervorgehoben. Wenn es Unregelmäßigkeiten gibt, dann sollten diese natürlich überprüft werden. Aber sie mit Fragen der Sicherheit und Extremismus zu verschmelzen ist ein gefährlicher Ansatz.

Park View ist eine von fünf Schulen in Birmingham, die in den kürzlich veröffentlichten Ofsted Berichten als „unzureichend“ bewertet und als Konsequenz mit „Sondermaßnahmen“ auferlegt worden sind. Park View dient einer überwiegend muslimischen Gemeinschaft in der sozial benachteiligten Alum Rock Nachbarschaft in der Innenstadt Birminghams, und wurde im Jahr 2012 in allen Bereichen von Inspektoren mit hervorragend bewertet. David Cameron, der britischen Premierminister, lobte die Schule als ein Modell der wissenschaftlichen Exzellenz.

Aber Park View ist jetzt unter den sechs Schulen, darunter zwei andere, die von der gleichen Stiftung geleitet werden, die „Sondermaßnahmen“ benötigen. Diese Bewertung verleiht der Schulbehörde die Macht, die Finanzierung zurückzuziehen und die Leitung zu übernehmen. Bei zwölf weitere Schulen wurde festgestellt, dass sie Verbesserungen bedürfen. Die Berichte stellen fest, dass einige Lehrer an den Rand oder aus ihren Arbeitsplätzen gedrängt worden seien und dass Schulvorstandsmitglieder ihre Befugnisse unangemessen verwendet hätten, um den Charakter der Schulen im Einklang mit ihren persönlichen Ansichten zu ändern.

Angegebene Beispiele sind unter anderem eine Schule, die Klassenfahrten nach Saudi-Arabien organisierte, aus dem Nichtmuslimische Schüler ausgeschlossen wurden, oder eine Schule die Gewinnspiele und Tombolas auf einem Schulfest verbot, weil sie als unislamisch betrachtet wurden.

Eine andere Schule wurde festgestellt, die Lautsprecher installiert habe, um den Ruf zum Gebet auszustrahlen. Die Inspektoren habe auch gesagt, dass sie Anhaltspunkte für Geschlechtertrennung und Diskriminierung von weiblichen Studierenden gefunden hätten.

Jedoch stellt Talha Ahmad, ein Sprecher des Muslim Council of Britain und ein ehemaliger Lehrer in Birmingham, fest, dass die Inspektoren es versäumt hätten, die Leistungen vieler muslimischer Schulvorstandsmitglieder in der Kehrtwende vieler leistungsschwacher Schulen und die Umwandlung akademischen Möglichkeiten für Schüler in benachteiligten Gebieten anzuerkennen.

„Es ist kein Geheimnis, dass es organisierte Bemühungen gibt, um mehr Muslime in Schulvorstände zu bekommen. Dies ist der Fall, weil es viele Schulen gab, die, obwohl sie zu fast 100 Prozent aus muslimischen Schülern bestehen, nicht eine einzige muslimische Stimme im Schulvorstand hatten. So war es nur recht und billig, dass es ernsthafte Anstrengungen gab, um sicherzustellen, dass lokalen muslimische Eltern und Fachleute sich beteiligten“, sagte Ahmad zu Al Jazeera.

„Dies waren gescheiterte Schulen und innerhalb der Gemeinde ist die Erinnerung auf die Schule zu gehen und im Stich gelassen zu werden und die Schule ohne Abschluss zu verlassen immer noch sehr lebendig. Wir sind besorgt, dass Ofsted nicht die Fortschritte dieser Schulen anerkannt hat. Es stellt sich die Frage ob Ofsted eine unabhängigen Beurteilung ausführt oder ob sie beeinflusst, wenn nicht gar von einer politischen Agenda diktiert wird.“

Vor Abgeordneten des Innenausschuss verurteilte Lee Donaghy, stellvertretender Schulleiter der Park View Schule, die „Ignoranz der Öffentlichkeit“ bezüglich des Islam und die falschen Behauptungen über „Segregation“ und „Extremismus“ an den Schulen. Er sagte dem Ausschuss: „Es ist schon eine vorsätzliche Täuschung der Dinge, die wir getan haben, und einige Sachen waren glatte Lügen.“

Als Reaktion auf die Frage des konservativen Abgeordnete Lorraine Fulbrook, ob Donaghy suggeriere, dass Ofsted „in irgendeiner Weise voreingenommen gewesen wäre“ während der Inspektionen der Schulen, antwortete Donaghy mit „Ja.“ Er fügte hinzu: „Die Art und Weise wie die Schule in den Medien dargestellt wird, hat sehr wenig Ähnlichkeit mit der Schule, an der ich arbeite. Es gibt keine Schule im Land mit unserer Aufnahme (Schüler mit diesem Hintergrund), die bessere Ergebnisse erzielt.“

Schulvorstandsmitglied und stellvertretende Vorsitzende der Park View Educational Trust (Stiftung), David Hughes, warf dem Bildungsminister, Michael Gove, und Ofsted Chef Sir Michael Wilshaw vor, die lokale Gemeinschaften beängstigt, verraten und im Stich gelassen zu haben.“

In einem offenen Brief erklärte Hughes: „Uns wurde gesagt, dass wir hervorragend seien, nicht zuletzt während eines persönlichen Besuchs von Sir Michael, und wurden zum Aufbau unserer Multi-Akademie ermuntert. Jetzt wurde uns gesagt, dass wir in einem alarmierenden Tempo verschlechtert hätten – jedoch sind wir weitgehend die gleichen Menschen, die tun das was wir bisher getan haben. Ich finde es erstaunlich, dass Sie uns jetzt bezüglich der Ausführung unserer Aufgaben so vehement im besten Fall als nachlässig und verfallen und im schlimmsten Fall als gefährlich verurteilen. Sie haben jetzt einige sehr verärgerte Gemeinden, die sich beängstigt, verraten und im Stich gelassen fühlen von der Art und Weise, wie Sie den Scherz mit dem Trojanische Pferd ausgenutzt und dadurch die Gemeinde verteufelt haben.“

Muslime Schüler und Eltern – ein Sicherheitsproblem?
Das Ministerium für Bildung (Department for Education – DFE) scheint aus der angeblichen Konspiration des „Trojanischen Pferds“ einige Schulen in Birmingham zu übernehmen ein Chaos gemacht zu haben. Der Bildungsminister Michael Gove hat jetzt den 7/7 Anti-Terror-Chef Peter Clarke beauftragt, die „Verschwörung“ zu untersuchen.

Der Polizeipräsident der West Midlands Police, Chris Sims, sagte, die Entscheidung sei „extrem unglücklich“. „Peter Clarke hat viele Qualitäten, aber die Menschen werden unweigerlich ungerechtfertigte Schlüsse aus seiner ehemaligen Rolle als nationaler Koordinator für die Terrorismusbekämpfung ziehen“, sagte er. Der Polizeipräsident, Bob Jones, kritisiert Michael Gove: „Dies würde zu Lasten der Versendung einer völlig unangebrachten Nachricht an unsere Gemeinde sein.“ Der Vorsitzende des Stadrats von Birmingham, Sir Albert Bore, pflichtete dieser Meinung zu und sagte, dass dieser Schritt „zwangsläufig” die Menschen dazu führen würde über die Vorwürfe „ungerechtfertigte Schlussfolgerungen zu ziehen“.

Aber Gove beharrte, er wollte, auf den Grund der Vorwürfe vorstoßen und „die Unsicherheit, die die Bildung der Kinder stören würde, beenden“. Schülerinnen und Schüler wurden aggressiver Befragungen unterworfen. Unter anderem wurden sie befragt, ob sie gezwungen sind, das Kopftuch zu tragen oder getrennt von den Mitgliedern des anderen Geschlechts zu sitzen. Lehrer wurden gefragt, ob sie homophob waren. Die Ernennung des ehemaligen Nationalen Koordinators für Terrorismusbekämpfung, Peter Clarke, als Leiter der Untersuchung durch das Bildungsministerium sendet die Nachricht, dass die Regierung sich mit ihren muslimischen Bürgern in erster Linie als „Sicherheitsproblem“ befasst.

„Muslime werden wieder durch das Prisma der Terrorismusbekämpfung und Sicherheit betrachtet. Hier sollte es sich über Bildungsstandards handeln, aber dies war eindeutig ein politische Manöver“, sagte Imran Awan zu Al Jazeera, ein Forscher an der Birmingham City University, der die Auswirkungen der Extremismuspolitik der Stadt hinsichtlich der muslimishen Bevölkerung studiert.

Ahmad sagte, er befürchte, dass die Position der Regierung desillusioniert Muslime weiter an den Rand der Mainstream-Gesellschaft treiben würde. „Dies hat die Idee der muslimischen Gemeinschaft als ‘verdächtige Gemeinschaft’, einer Gemeinschaft, die ein Sicherheitsrisiko darstellt, verstärkt, und das liefert den Extremisten Unterstützung“, sagte er. „Die Ironie ist diese. Dies wurde angeblich im Namen der Verhinderung des Extremismus und der Rekrutierung von Kindern getan. Aber Extremisten werden diese Gelegenheit nutzen, um den Muslime zu sagen: „Sieht ihr, egal was ihr tut, ihr werdet nie als einer von ihnen angenommen“.

Die Islamische Menschenrechtskommission (Islamic Human Righs Commission – IHRC) glaubt, dass die Untersuchungen durch die Empörung der Öffentlichkeit über die Tatsache, dass das religiöse Profil der Schulvorstandsräte an den Schulen die mehrheitlich muslimischen Schülern widerspiegeln veranlasst wurde. Ein Übergewicht der muslimischen Vorstandsmitglieder, die die Schulen im Einklang mit den Erwartungen der muslimischen Eltern leiten, wird als eine Bedrohung für das säkulare britische Bildungssystem gesehen. Hierbei bedient man sich der islamfeindlichen Bilder der Frauenfeindlichkeit und des Extremismus und nutzt sie als ein Vorwand, um die muslimische Verwaltung der Schulen anzugreifen. Praktiken wie das Ausstrahlen des Gebetsrufs über Lautsprecher und Plakate, die Schülerinnen und Schüler auffordern, den Unterricht mit einem Gebet zu beginnen, wurden zu Beispielen islamischen Extremismus aufgeblasen. Dabei wird die Tatsache ignoriert, dass viele Schulen in Großbritannien mit mehrheitlich christlichen, jüdischen und Sikh Schülern von ihren Schülerinnen und Schüler verlangen, entsprechend ähnliche christliche, jüdische und Sikh-Rituale und Werte zu befolgen. Es besteht kein Zweifel, dass die aggressive Inquisition gegen diese Schulen in der muslimischen Gemeinschaft als „eine Regel für uns und ein andere für alle anderen“ gesehen wird.

„Wir haben seit einiger Zeit ein Klima gehabt das Muslime verteufelt, aber das wurde nun wirklich durch die Einführung der Idee einer potentiellen Bedrohung, die unter Kindern bestehet, eskaliert“, sagte Arzu Merali, die Leiterin der Forschungsabteilung bei IHRC, zu Al Jazeera.

Der abgeschlossene Ofsted-Bericht für die Ninestiles-Schule schlussfolgerte, „Verwaltungsregelungen sind so strukturiert, dass sie einen Schutz vor einer geplanten ‘Infiltration’ oder unangemessene Beeinflussung durch bestimmte Interessensgruppen gewährleisten. Sowohl der Schulleiter und Mitgliedes des Vorstands haben öffentliche Erklärungen gegen den Extremismus abgegeben und ihre Bedenken der Gemeinde, gewählten Mitgliedern und prominenten Politikern gemeldet.“

Ähnlich sind die Ergebnisse in der Small Heath-Schule, die zeigen, dass „Strategien zur Vorbeugung und Bekämpfung von Extremismus gut entwickelt sind. Die Schüler lernen, wie sie sich schützen können, auch wenn sie online sind. Regelmäßige Briefe von der Schulleitung erinnern Eltern, wie sie helfen können, um ihre Kinder zu schützen. Enge Verbindungen mit der Polizei und mit anderen Behörden unterstützt die Sicherheit der Schüler gut.“

Zusätzlich hat die Inspektion in der Washwood Heath-Akademie gefunden, dass „ein gut geplantes Programm für die religiöse Erziehung den Schülern ein gutes Verständnis sicher zu bleiben vermittelt. Sie wissen, dass Risiken bezüglich religiösen Extremismus, der sexuellen Gesundheit, Drogenmissbrauch, Nutzung von Internet und sozialen Medien und verschiedene Formen von Mobbing bestehen. Die Schüler lernen, die Dinge, die verschieden Menschen ausmachen, wie sexuelle Orientierung, Aussehen, Fähigkeit und Rasse zu respektieren.“

Darüber hinaus berichtete der „Guardian“, dass sie eine Kopie der Inspektion der Saltley-Schule eingesehen hat, in dem das Institut zu „unzureichend“ herab gestuft und mit Sondermaßnahmen auferlegt worden ist. Ihr Vergleich des Berichts aus dem Jahr 2013 mit der 2014-Version enthüllt krasse Veränderungen in den Prioritäten des Ofsted. In dem Bericht über die Schule aus 2013 heißt es: „Alle Sicherheitsverfahren sind rigoros und erfüllen die Anforderungen. Detaillierte Aufzeichnungen werden geführt und aktualisiert.“ Im Gegensatz dazu heißt es in der 2014-Version: „Schwächen in der Politik und Verfahren bezüglich der Sicherheit bedeuten, dass weder leitende Angestellte noch Schulvorstandsmitglieder sicher sein können, ob die Schüler sicher sind.“

Ist es nun bewunderlich, dass 20 Pädagogen angeführt von Sir Tim Brighouse, einem ehemaligen Leiter der Bilungsbehörde in Birmingham, ihre Enttäuschung in einem Brief an den „Guardian“ ausgedrückt haben wie Ofsted die Kontrollen durchgeführt habe. Die Unterzeichner behaupten, dass: „Die Berichte aus erster Hand der Ofsted -nspektionen, die in die Öffentlichkeit gekommen sind, sind beunruhigend. Sie legen nahe, dass die Inspektoren schlecht vorbereitet waren und eine Agenda hatte. Dies stellt nun die Ofsted Behauptung in Frage, dass sie bei der Beurteilung von Standards in den Schulen, die überwiegend muslimischen Schüler dienen, objektiv und professionell zu sein. Zahlreiche sensationelle Veröffentlichung von Informationen haben die Wahrnehmung einer vorgegebenen Agenda verstärkt. Es ist unglaublich, dass die Schulen, die vor weniger als einem Jahr als ‘hervorragend’ beurteilt worden sind heute weithin als ‘mangelhaft’ bewertet werden, obwohl sie den gleichen Lehrplan, dieselben Schüler, die gleichen Führungsteams und die gleichen Verwaltungsorgane-und vorstände haben. In mindestens einem Fall wurden diese widersprüchlichen Urteile durch den gleichen leitenden Inspektor gemacht. Dies hat nicht nur den Ruf der Schulen, sondern auch die Integrität der Inspektionen beschädigt.“

Der Brief fügt hinzu, dass Ofsted „scheinbar von einer Ideologie geführt wird, die im Widerspruch zu den traditionellen britischen Werten stehen für die sich die Schulen bekennen sollen, insbesondere Fairness, Gerechtigkeit und Respekt für andere.“

Sir Tim Brighouse listet eine Reihe von relevanten Fragen über den Inspektionsprozess auf: „Was hat Goves anfänglicher Brief gefordert? Wer waren die Inspektionsteams und was war ihre Erfahrung und ihr Wissen über diese Themen? Wurden sie von nationalen Experten der Aufsichtsbehörde begleitet? Was war ihre gemeinsame Führungsautrag und wie hat es Zeichen des ‘Extremismus’ und ‘Radikalisierung’ definiert? Haben sie sich in ihrer Berichterstattung an ihre Tradition gehalten nur solche Informationen zu verwenden, die sie sahen und Hörensagen zu ignorieren? Wie systematisch haben sie die Ansichten der Eltern gesammelt? Was war die Kommunikation zwischen dem Ministerium für Bildung und Ofsted während des Prozesses?“

Die politische und mediale Hexenjagd auf britische Muslime
Großbritanniens größte und repräsentativste muslimische Dachorganisation, der Muslim Council of Britain (MCB), bezeichnet dies eine „Hexenjagd der britischen Muslime“ und hat „für ein Ende der wochenlangen Spekulationen aufgerufen, die britische Muslime verleumdet, die sich an Schulen und am Bildungssystem beteiligen.“

Ein Bildungsproblem wurde nun mit der Politik verwurstet und die muslimische Gemeinschaft muss erneut die volle Wucht ertragen.

Eine Sache, die die muslimische Gemeinschaft seit Jahrzehnten sehr ernst nimmt und gute Fortschritte macht, ist Bildung. Nachdem sie in benachteiligten Ausgangsvoraussetzungen begannen hatten, sind viele aus der jüngeren Generation in der Gemeinde in die Welt der Bildung gegangen und haben als Teil ihrer staatsbürgerlichen Verantwortung begonnen eine Karriere als Pädagogen auszuwählen und wurden immer intensiver im Bildungssystem involviert. Dies wurde auch durch die aufeinanderfolgenden Regierungen ermutigt. Inzwischen gibt es über 150 private muslimische Schulen im ganzen Land, wenn auch klein in ihrer Zahl, und einige von ihnen sind staatlich finanziert. Die meisten von ihnen sind besser als staatliche Schulen in Bezug auf die Studienleistungen. Also, im eigenen Interesse, würde die Gemeinde dafür sorgen, dass keiner ihrer und anderer Schüler extremistischen Ansichten ausgesetzt sind und ihre Zukunft gefährden. Und, natürlich, die Bildung aller Kinder sollte frei von ungebührlicher Einflussnahme gehalten und in Übereinstimmung mit den vereinbarten Werte und Protokolle der Verwaltung geliefert werden.

Leider produzieren die kontinuierliche Schlagzeilen in den Medien, sogar in den Mainstream-Medien, wilde Anschuldigungen einer „islamischen Übernahme“ und Muslime werden in der Öffentlichkeit als Täter einer weiteren grausamen Tat vor dem Ergebnis etwaiger formalen Untersuchungen gesehen. Die Folgen sind sehr real – der Hass gegen Muslime steigt und deprimierende Wahrnehmungen werden weiterverschärft.

Michael Goves Ernennung von Peter Clarke wird von der muslimischen Gemeinschaft mit „Kanonen auf Spatzen schiessen“ gesehen. Dies bekräftigt nur die Stereotypen der Muslime als „verdächtige Community“ und erneut wird die muslimische Gemeinschaft durch das enge Prisma der Sicherheit und der Terrorismusbekämpfung gesehen.

Baroness Warsi hat sich von der Reaktion des Bildungsministers auf die Vorwürfe einer islamistischen Verschwörung über die Übernahme von mehrheitlich muslimischen Schulen in Birmingham distanziert – und verpasste einen Seitenhieb auf Gove, mit der Anschuldigung nicht eine entsprechende Lebenserfahrung zu diesem Thema zu haben.

Die leitende Ministerin im Aussenministerium, die auch Ministerin für Religion und Gemeinden ist, sagte in einem Interview, dass der Bildungsminister sicherstellen musste, dass er nicht „noch alles schlimmer“ mache, indem er Muslimen entfremde.

In einer Rede an die Abgeordneten, sagte Gove, dass es in allen Schulen in Zukunft erforderlich sei, „britische Werte“ zu fördern und es bestätigt wurde, dass fünf Schulen in Birmingham im Zuge der so genannten „Trojanisches Pferd“ Extremismus Vorwürfe mit Sondermaßnahmen auferlegt wurden.

Ofsted-Inspektionen ergaben, dass sich eine „Kultur der Angst und Einschüchterung“ in einigen Schulen entwickelt hat und in mehreren Schulen Schulvorstandsmitglieder „unangemessen Einfluss“ ausgeübt haben, wie sie geführt werden. Warsi, die als erste muslimische Frau im Regierungskabinett dient, sagte BBC Radio 4 World, dass es wichtig war, für die Minister keine „sensationelle Sprache“ bezüglich dieser Affäre zu verwenden. Sie machte diese Kommentare, nachdem sie hinsichtlich Goves Wunsch den „Sumpf des islamistischen Extremismus austrocknen zu wollen“. Warsi antwortete: „Ich werde nicht auf die Sprache, die andere Menschen benutzt haben, Stellung nehmen.“

Die Ministerin wies auch Vorschläge, dass es eine Verbindung zwischen konservativen Islam und islamistischen Extremismus gäbe. „Ich glaube nicht, dass es unbedingt eine Verbindung gibt und ich habe noch kein endgültiges Beweisstück gesehen, das zeigt, dass Religiosität in jeglicher Religion Terrorismus entspricht.“

Gove hat bereits von einem „Förderband“ vom religiösen Konservatismus zum gewalttätigen Extremismus gewarnt, darunter in einem Buch im Jahre 2006 mit dem Titel „Celsius 7/7“.

Sie sagte, eine konservative religiöse Erziehung, wie die, welche sie hatte, als sie in Dewsbury aufwuchs, wäre nicht das Gleiche wie die Förderung der Extremismus und die „Religionsfreiheit“ sei ein wichtiger britischer Wert, der aufrechterhalten werden müsste.

Seit wann aber ist Michael Gove ein Experte für Extremismusbekämpunfsstrategien?
Was sind die Qualifikationen des Bildungsminister? Er studierte Englisch in Oxford in den späten 1980er Jahren und wurde nach dem Abschluss Journalist als Schriftsteller und Kolumnist bei der „Times“, bevor er als konservativer Abgeordneter für Surrey Heath im Jahr 2005 gewählt wurde.

Sein Fürsprecher verweisen natürlich auf Goves Buch, Celsius 7/7, das im Jahr 2006 veröffentlicht wurde, und den politischen Islam oder Islamismus als „totalitäre“ Ideologie untermauert durch „höllische Gewalt und Unterdrückung“ identifiziert und sie mit der Bedrohung für den Westen durch den Nationalsozialismus und Kommunismus vergleicht.

In einer vernichtenden Kritik von „Celsius 7/7“ aber beschuldigt der gefeierte Schriftsteller und Historiker William Dalrymple, Autor mehrerer preisgekrönter Bücher über den Islam und die Muslime, Gove ein „verwirrtes Epos simplistischen Unverständnises gespickt mit mehr sachlichen Fehlern und Missverständnissen als jedes Buch, das ich über zwei Jahrzehnten in der Überprüfung der Bücher zu diesem Thema je zu sehen bekommen habe“, geschrieben zu haben. Dalrymple merkte an, dass „Gove wenig Kenntnis der islamischen Geschichte, Theologie und Kultur“ habe und hat „noch nie im Nahen Osten gelebt hat und in der Tat kaum einen Fuß in ein muslimisches Land gesetzt hat“.

Dies ist die so genannte Förderbandtheorie der Radikalisierung, die eine Quelle nahe Gove wieder in der Times publiziert: „In der Regierung gab es Wiederstand. Charles Farr [Leiter des Büros für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung im Innenministerium] glaubte immer, wenn Extremisten gewalttätig werden, sollten wir und damit auseinandersetzen. Es wurde von anderen in der Regierung nur als zurückschlagen von Krokodilen gekennzeichnet, die zu nahe ans Boot gekommen sind, anstatt den Sumpf trocken zu legen.“

Doch führende Terrorismusexperten wie Marc Sageman, forensischer Psychiater und ehemaliger CIA Operations Offizier, der die New Yorker Polizei beraten und vor der 9/11 Kommission ausgesagt hat, tut diese Ansicht als „Unsinn“ ab und wies auf den Mangel an empirischer Evidenz für Gove‘s geschätzten „Förderband“-Prozess. „Es ist der gleiche Unsinn, wo Regierungen vor hundert Jahren behaupteten, dass linke politische Proteste zu gewalttätiger Anarchie führt“.

In den Worten von David Hughes, den stellvertretende Vorsitzenden der Park View Academy Trust: „Das Problem hier ist nicht Extremismus oder Segregation oder religiöse Indoktrination […] Das Problem hier sind die reflexartige Handlungen von einigen Politikern, die die großartige Arbeit, die wir hier machen, untergraben, und den Zusammenhalt der Gemeinschaft in Birmingham und in vielen unserer Städte unterminieren. Sie haben muslimische Kinder aus diesen Gemeinden erheblicher Gefahr ausgesetzt, nicht als gleichwertige, legitime und geschätzte Mitglieder der britischen Gesellschaft akzeptiert zu werden, und sie haben ein negatives Licht auf den Anspruch ihrer Eltern und aller anderen geworfen, die glaubten, dass diese Kinder die gleichen Rechte und hervorragende Standard der Ausbildung verdienten wie jedes andere Kind.“ Wir verstehen, dass viele dieser Schulen herab gestuft werden, weil sie „nicht genug tun, um den Extremismus zu bekämpfen“.

Dennoch wird Extremismus nicht konfrontiert, wenn die Muslime und ihre religiösen Praktiken im besten Fall im Widerspruch zu den Werten dieses Landes gelten, und im schlimmsten Fall als „Sumpf“, der den Extremismus nährt. Wenn bei der Unterstützung des Bildungsministers die ehemalige Ministerin für Kommunen Hazel Blears sagt, dass eine Person, die fünf Mal am Tag zur Moschee geht ein Zeichen für Extremismus ist (Radio 5 Live, 5 Juni), dann haben wir ein Problem.

In den letzten Monaten wurde die muslimische Gemeinschaft lächerlichen Anschuldigungen des Extremismus ausgesetzt. Doch Muslime, Bestandteil der britischen Gesellschaft, haben den Terrorismus, und den Extremismus, der Menschen dazu führen solche Handlungen zu begehen, auf das Schärfste verurteilt. Wie wir immer wieder festgestellt haben, sind die Ursachen des Terrorismus komplex. Aber es gibt kaum Belege dafür, dass das Bildungssystem oder die muslimische Gemeinschaft die Gründe sind, warum Menschen sich zum Terrorismus wenden.

Zwangsläufige Förderung von „Britischen Werten“ an Schulen
Theresa May sagte: „Wir müssen klare Maßnahmen ergreifen, um die Qualität des Personal und der Verwaltung zu verbessern, wenn wir den Extremismus in den Schulen verhindern wollen.“ May schlug auch vor, „das Konsultationsdokument sollte klar stellen, dass niemand gezwungen ist in einer besonderen Art und Weise bekleidet zu sein. Wir müssen jedoch anerkennen, dass viele moderate Muslime, aber auch Menschen anderer Religionen, glauben, dass die Bedeckung der Haare eine religiöse Pflicht ist und dass einige Eltern darauf bestehen, dass ihre Kinder dies tun.“

Michael Wilshaw, Leiter von Ofsted, einer öffentlichen Behörde, die die Standards in den Schulen überwacht, sagte am Montag, dass die Inspektoren Hinweise für eine „Kultur der Angst und Einschüchterung“ an einigen Schulen gefunden hätten als auch „eine organisierte Kampagne, um gezielt bestimmten Schulen mit einer engstirnigen Glaubensideologie aufzudrängen“.

Als Reaktion auf diese Vorwürfe erklärte Michael Gove im Parlament, dass die Regierung Maßnahmen einführen werde, die von den Schulen abverlangen werden, „aktiv britische Werte zu fördern“. „Schulen, die nachweislich versagt haben, werden übernommen, und unter einer neuen Führung und in eine frische, neue Richtung gebracht“, sagte er.

Das Ministerium für Bildung sieht neue Bestimmungen für Akademien vor und verlangt dass ihre Schulvorstandsmitglieder „grundlegende britische Werte“ demonstrieren, und gibt dem Minister Befugnisse Schulen zu schließen, wenn sie diese nicht befolgen. Der Muslim Council of Britain (MCB) sagte, dass die neue Regel es sehr schwer machen würde, ein Schulvorstandsmitglied zu werden, wenn konservativ muslimische Glauben als unvereinbar mit „britischen Werten“ betrachtet wird, und es zu viel Macht in die Hände des Ministers legt, um diese Werte zu definieren. Das Dokument zeigt zum ersten Mal seitens der Bildungsabteilung die schriftliche Definition der „britischen Werte“, die Gove sagte, alle Schulen fördern sollten im Anschluss an die Anschuldigungen von muslimischen Extremismus in Schulen Birminghams. Es sagt, dass Schulen britische Werte der Achtung für das Gesetz, Demokratie, Gleichheit und Toleranz der verschiedenen Religionen und religiösen und anderen Überzeugungen fördern müssen. Hier werden Parallelen und Erinnerungen um die verunglückte Debatte um die deutsche „Leitkultur“ wach, die ab 1998 und verstärkt im Jahre 2000 seitens der CDU im Zusammenhang mit Zuwanderung und Integration eingeführt worden war.

Ein Sprecher des MCB sagte, die neue Klausel sei gefährlich, weil es dem Bildungsminister erlaube zu entscheiden, wer seiner eigenen Ansichten nach ein Extremist sei oder nicht. Es würde gesetzestreue Muslime, die am öffentlichen Leben nehmen teilnehmen wollten, bestrafen. Talha Ahmad, ein führendes Mitglied des MCB, sagte: „Als eine Frage des Prinzips, so viel Macht in eine Hand zu übertragen ist falsch Aber dann, um Macht über ein Thema, über die es keinen Konsens gibt, ist offen gesagt ziemlich gefährlich.“

Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte: „Es ist absolut kein Hindernis für die Muslime, Mitglieder von Schulvorständen-und räten zu werden. Wir wollen, dass ein breites Spektrum von Menschen aller Glaubensrichtungen und keines Glaubens in diesen Organen dienen.

„Es ist richtig, dass ungeeignete Personen nicht in der Lage sein sollten Schulvorstandsmitglieder zu werden. Uns ist es klar, dass jedes Verhalten, das die grundsätzlichen britischen Werte der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, der Freiheit, gegenseitigen Respekts und Toleranz der Menschen mit verschiedenen Glaubensrichtungen und Überzeugungen untergräbt, unvereinbar mit einem Schulvorstandsmitglied in einer staatlich finanzierten Schule in England ist.“

Ahmad sagte, dass die Ansichten Goves es schwierig machen würde, Muslime aller Couleur zu überreden, an der Schulverwaltung teilzunehmen wegen der Unklarheit der „britischen Werten“ als Standard.

„Die Menschen können verschiedene Ansichten haben, und diese Ansichten können durch den Glauben informiert sein. Aber heißt das, der Minister die Macht haben sollte, über diese Ideen zu entscheiden, so sehr, dass sie nicht Teil einer Bildungseinrichtung sein sollten?” Ahmad sagte: „Diese ganze Idee, dem Minister die Macht zu geben zu entscheiden, welche Ansichten in Konflikt mit den britischen Werten geraten, zu Themen wie Schulräte beziehungsweise Schulvorstände, scheint drakonischen zu sein.“

Wir sorgen uns über Lehrpläne und Schulen, die nicht genug tun, um die Kinder und die Bürger von morgen in den Gefahren des Extremismus zu erziehen; Wir sorgen uns über das Förderband der Radikalisierung – die Radikalisierung und Extremismus, die durch durch die Lehre der engen, engstirnigen und weiß getünchten Versionen der Geschichte und der britische Werte lizenziert und ermutigt werden.

Der Punkt ist, britische Werte sind angestrebte Werte. Muslime sind bereit, die gemeinsamen Werte der Gerechtigkeit, Fairness, Gleichheit und Demokratie zu unterschreiben. Jedoch verstanden als Werte, für die wir uns alle bemühen müssen, nicht als die bereits erzielten konservierten Werte einer urbritischen Bevölkerung, in die die nicht-ganz-britisch-genug Bevölkerung zivilisiert werden muss.

Als Individuen und Gemeinschaften sind wir seit Langem Teil des Gewebes in diesem Land. Wir haben viel gegeben und haben viel zu geben. Jedoch als Gemeinschaft stehen wir vor vielen Herausforderungen bei der Überwindung von Ausgrenzung, Vorurteilen, Diskriminierung, Dämonisierung, Nachteil, Unwissenheit und Argwohn. Es sind diese Hindernisse, nicht der Islam oder Muslime, die unserer volleren Teilnahme an der Gesellschaft im Wege stehen.

Muslime sollten sich nicht zurückziehen
Während die ideologische Agenda der „Austrocknung des Sumpf der muslimischen Extremismus“ fortgesetzt wird und eine Hexenjagd folgen könnte, ist zu befürchten, dass einige Hitzköpfe in der Gemeinschaft frustriert und noch wütender werden; Extremismus, die leider in einem winzigen Abschnitt der muslimischen Gemeinschaft gesehen wird, kann sogar noch schlimmer werden.

Die andere Angst ist, dass viele Muslime, die sozial aktiv sind, und ihre Zeit und Energie in den freiwilligen öffentlichen Dienst stellen – in Wohltätigkeitsorganisationen, Schulräen, etc. – können sich durch ihre Charakterisierung zunehmend demotiviert fühlen und nach innen drehen. Dies wäre unglücklich für unsere lebendige Zivilgesellschaft und ein Rezept für eine weitere Entfremdung der muslimischen Gemeinschaft;.

Beide erwähnten Ängste, während sie Musik im Ohr für Extremisten auf allen Seiten sind und aktiv von mächtigen Leuten gefördert werden, könnte eine Gefahr für die Gemeinschaft und und auch unserer Nation werden. Muslime, und in der Tat jede Gemeinschaft, kann es sich nicht leisten, den öffentlichen Raum den anderen zu überlassen, da es das Recht jedes einzelnen Bürgers ist für die Gesellschaft zu arbeiten. Die muslimische Gemeinschaft sollten nicht zulassen, dass Ideologen und Extremisten die „muslimische Präsenz im öffentlichen Raum auszutrocknen“. Ein gettoisierte oder abgeschottete Community hat keine nachhaltige Zukunft und ist für die übrige Gesellschaft problematisch. Die muslimische Gemeinschaft und ihrer Führung sollte hart arbeiten, dass dies nicht geschieht.

Die muslimische Gemeinschaft hat viel erreicht in den schulischen Leistungen in britischen Schulen. In den Innenstädten mit vielen Menschen mit sozio-ökonomischen Nachteilen mussten viele Muslime ihre Wohnsitz finden, und muslimische Kinder haben in den letzten Jahrzehnten wahre Wunder vollbracht. Von der Unterseite des Stapels sind sie auf die gleiche Stufe in den GCSE-Tabellen mit den durchschnittlichen britischen Schülern gekommen. Dies konnte Dank der harten Arbeit der Lehrer, Eltern und lokalen Schulbehörden und mit etwas Hilfe durch aufeinanderfolgende Bildungsabteilungen und die Unterstützung von lokalen Unternehmen geschehen. Es darf um keinen Preis zugelassen werden, dass dies umgekehrt wird.

Ideologische Politik und die Politik der Entmachtung, um die muslimische Gemeinschaft aus dem öffentlichen Raum zu drängen, muss aufhören. Muslime sind so britisch wie alle anderen Menschen, und hegen die gleichen Hoffnungen, Sehnsucht und Ängste im britischen bürgerlichen Leben; sie sind das Herz der Lösung in unserem nationalen Leben und sollten nicht als Problem gesehen werden.

Für Muslime ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass sie als gleichberechtigte Bürger eine unilaterale Verantwortung haben für das gemeinsame Wohl aller zu arbeiten, ohne Furcht oder Bevorzugung. Während die Entwurzelung der Geißel der Islamophobie und des Rassismus eine kollektive Verantwortung ist und der Politik und den Medien hier eine wichtige Rolle zukommt, ist auch hier ihre eigene Rolle wichtig.

Der Autor ist gewähltes Mitglied des Nationalen Rats des Muslim Council of Britain.

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