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Zur Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof

Ein Kommentar von Ahmed Kreusch

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(iz). Der eigentliche Grund für die Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht ist die Tatsache, dass immer, wenn Männer Rudel bilden, vor allem jüngere, und dann noch Alkohol dazu kommt, offen ohne Scheu und Scham Frauen angemacht werden. Das passiert überall auf der Welt, nicht nur in Deutschland, bei Hooligans, beim Münchener Oktoberfest, zu Karneval, aber auch nachts vor Diskotheken. Auch in voll besetzten Zügen, Bussen, Flugzeugen, sogar im Taxi haben Frauen dergleichen erlebt. Sind diese Rudel relativ klein, so werden sie meist „großzügig“ übersehen.

In allen großen Städten gibt es jedes Jahr zu Silvester gegen Mitternacht an den Bahnhöfen solche Rudelbildungen wie am Kölner Hauptbahnhof, die mit Feuerwerk und Alkohol das neue Jahr feiern. Oft werden auch Passanten angepöbelt, und Frauen müssen mindestens die feixenden Blicke, mit denen sie taxiert werden, aushalten. Erst wenn es zu handgreiflichen Taten kommt, kann/darf die Polizei einschreiten. Vorher wird grinsend weggeguckt. Ich habe dieses Phänomen schon in meiner Schulzeit erlebt.

Es scheint in der Natur des Mannes zu liegen, sich im Rudel stärker zu fühlen als alleine, jetzt wird auch die Flasche herum gereicht und dann geht’s auf die Frauen los, erst verbal, dann auch körperlich. Das eskaliert dann beispielsweise in Kriegszeiten, wenn niemand mehr für Schutz sorgen kann, bis hin zu Massenvergewaltigungen wie vor 20 Jahren in Bosnien, als muslimische Frauen vor allem durch serbische Männer Grauenhaftes erleben mussten. Hier sind es dann bewaffnete Rudel, die im wahrsten Sinne „die Sau raus lassen“.

Der Islam kennt diese Gefahr und hat deshalb absolut klare Verbote und entsprechende Strafen bei Übertretungen angeordnet. Jemand, der sich in der Öffentlichkeit alkoholisiert „outet“, wird schnell aus dem Verkehr gezogen und bestraft. Insofern ist es absurd, für die Silvesterereignisse die angebliche Frauenfeindlichkeit des Islam als Hintergrund anzuführen. Alle Regeln, Gebote, Verbote, Empfehlungen im Islam, die sich mit dem Verhältnis von Männern und Frauen befassen, haben immer den einheitlichen Hintergrund: Schutz der Frauen, und zwar vor den Männern.

Die Frauen sind nach islamischer Auffassung das Wertvollste, Kostbarste der menschlichen Gesellschaft. Sie sind nicht „Besitz“ des Mannes, sondern der Mann hat die absolute Pflicht, sie zu schützen, zu versorgen und ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Daraus wird leider oft genug – auch wieder von Männern – ein Recht abgeleitet, Frauen zu entmündigen, zu kontrollieren und notfalls eigenmächtig zu „bestrafen“, wenn sie nicht gehorchen, wie wir alle wissen.

Diese Negativbeispiele werden dann wiederum als „Beweis“ für die Frauenfeindlichkeit des Islam gewertet, ebenso wie die wichtigen Empfehlungen im Qur‘an, dass auch die Frauen sich selbst schützen sollen durch Bedecken, Vermeiden von Männerbezirken, nicht alleine sein in der Öffentlichkeit, usw. Deswegen kann Mann/Frau in muslimischen Gesellschaften erleben, dass Frauen lieber unter sich bleiben, und die Männer ebenso, es ist zu ihrem Besten.

Alle Polemik gegen den Islam aufgrund dieser Vorfälle ist also nicht nur falsch, sondern lenkt vom eigentlichen Thema ab. Hier ist schon lange die Frau Objekt, und zwar eindeutig in Richtung Sex-Attraktivität, wie wir es ständig und überall durch Mode, Medien und Werbung gezeigt bekommen. Die Frau ist nirgendwo mehr sicher vor Männern, weder in der Öffentlichkeit noch am Arbeitsplatz, überall sind Männer mit dabei, die sehr genau hinschauen. Und wenn sie dann in Rudeln auftreten, kommt es immer wieder zu Vorfällen. Es gibt kaum eine Frau, die das noch nicht erlebt hat.

Aber auch der einzelne Mann ist durch dieses Reizklima geschädigt und oft nicht mehr in der Lage, sich unter Kontrolle zu halten. Die ungeheuerlichen Zahlen der angezeigten Vergewaltigungen sprechen eine deutliche Sprache. Frauenverbände sprechen von dreißig- bis vierzigtausend pro Jahr allein in Deutschland und meinen zu Recht, dass die Dunkelziffer doppelt bis dreimal so hoch ist.

Viele der jungen Männer, die sich in Köln am Silvesterabend vor dem Bahnhof versammelt haben, kommen aus Ländern, die zudem seit Jahrhunderten durch Kolonialismus, Sextourismus, aber auch in neuerer Zeit durch den hemmungslosen Konsum-Kapitalismus geschädigt worden sind. Hier in der Fremde, in Europa, das ja die „absolute Freiheit“ propagiert – und damit ist vor allem die sexuelle Freiheit gemeint – finden sie schnell zueinander. Jeder hat ein Handy und kann die anderen herbeirufen: „Kommt her, hier ist was los!“ Zeuginnen berichteten, dass am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht schon am frühen Abend gegen 19 Uhr grölende Männerrudel waren. Und sie grölten in deutscher Sprache, waren also Deutsche! Das hat offenbar auch die „Ausländer“ angezogen und stimuliert. So bildeten sich dann auch „Ausländer-Rudel“, die jetzt natürlich in der Hauptsache wahrgenommen werden. Überall ist Reizklima, das „Objekt Frau“ ist reichlich präsent, ein Schutz der Frauen ist nicht vorgesehen, das Übel nimmt seinen Lauf…

Nun darf man auch nicht den Fehler machen und sagen, Männer sind alle gleich hemmungslos und denken bei Frauen nur „an das Eine“. Allah sagt im Qur’an: „Wir haben euch als Mann und Frau erschaffen“ und „Wir haben euch als Paar erschaffen“. Mann und Frau gehören also zusammen. Und der Mann muss seine Frau schützen, und zwar vor (anderen) Männern. Denn: „Wir haben den Menschen in schönster Gestaltung erschaffen. Doch dann machen Wir ihn zum Niedrigsten der Niedrigen, außer denjenigen, die glauben und gute Werke tun.“

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