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Ein Viertel aller Einwohner

Migration ist längst Teil der bundesdeutschen Realität

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Foto: Freepik.com, williamperugini

(Destatis/iz). Entgegen anhaltender Vorstellungen einer etwaigen „Reinheit“ der Bevölkerung in manchen Teilen Deutschlands und seiner Bevölkerung machte das Statistische Bundesamt jüngst erneut klar, dass der sogenannte Migrationshintergrund längst fester Bestandteil des bundesrepublikanischen Alltags geworden ist.

Als Mensch mit eben jenem Migrationshintergrund gilt man in den Augen vieler, wenn man selbst oder wenn mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Eine Definition, die längst nicht mehr unum­stritten ist, weil sich immer mehr Menschen nicht nur als Deutsche fühlen, sondern es auch sind. Demnach besitzt etwas mehr als die Hälfte der so beschriebenen Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft. Ein etwas erhöhter Wert im Vergleich zu 2017.

Im Jahr 2018 hatten rund 20,8 Millionen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Mikrozensus weiter mitteilt, entsprach dies einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 2,5 Prozent (2017: 20,3 Millionen). Etwa die Hälfte der 10,9 Millionen Deutschen mit Migrationshintergrund besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit seit ihrer Geburt (5,5 Millionen).

Von den 20,8 Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund waren rund 13,5 Millionen Menschen nicht hierzulande geboren, sondern sind im Laufe ihres Lebens zugewandert. Als wichtigstes Motiv nannten die Zugewanderten familiäre Gründe (48 Prozent), bei weiteren 19 Prozent war es die Aufnahme beziehungsweise Suche nach einer Beschäftigung in Deutschland. Für 15 Prozent der Zugewanderten stellten Flucht und Asyl das Hauptmotiv dar. 5 Prozent gaben an, zum Studieren beziehungsweise wegen einer Aus- oder Weiterbildung nach Deutschland gekommen zu sein.

Zuwanderinnen und Zuwanderer, die angaben, aus familiären Gründen nach Deutschland gereist zu sein, kamen hauptsächlich aus Europa (72 Prozent), ebenso diejenigen, die wegen der Aufnahme beziehungsweise Suche nach ­einer Beschäftigung nach Deutschland gekommen sind (85 Prozent). Hingegen kamen Zuwanderinnen und Zuwanderer, die Flucht und Asyl als Hauptmotiv für die Migration angaben, hauptsächlich aus dem Nahen Osten (47 ­Prozent). Diejenigen, die für ein Studium oder eine Aus- und Weiterbildung nach Deutschland eingereist sind, kamen zu 40 Prozent aus Europa und zu 38 Prozent aus Asien.

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Malik Özkan

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