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Emirate übernehmen die Führung in der Halal-Industrie. Von Vivian Salama

Globale Akteure am Golf

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(Halalfocus.com). Von Hotdogs bis Hotels – Halal-Firmen erleben eine gestiegene Nachfrage nach scharia-konformen Lebensmitteln und sehen eine zunehmende Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bei der Regulierung der Industrie. Firmen aus mehr als 30 Ländern, darunter ­Australien, Kuwait, Großbritannien und Serbien, kamen zur zweiten „Halal World Expo“, um einen Konsens zu finden, was denn nun ein Produkt zu einem Halal-Produkt mache. „Wir brauchen bessere internationale Standards, und es gibt Länder wie Malaysia und jetzt auch die VAE, die beginnen, eine starke Rolle dabei zu spielen“, sagte Mazen Darawsheh, zuständig für Regulierungsangelegenheiten bei Nestlé.

Die weltweit am stärksten wachsende Religion mit über 1,4 Milliarden Menschen versorgend, hat die rapide wachsende Halal-Industrie mit einem Wert von 2,1 Billionen US-Dollar ihre Bandbreite in den letzten Jahren erweitert und umfasst nun alles mögliche von Lebensmitteln über islamische Mode und Textilien bis hin zu pharmazeutischen Produkten, Kosmetik und sogar den Bereich des „Islamic Finance“. Die stark fragmentierte Halal-Industrie war Thema globaler Debatten, da industrielle Führer stärker standardisierte Regulierungen und Zertifizierungen fordern. Während Malaysia derzeit die Industrie dominiert, sind auch die VAE in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Player geworden, und zwar aufgrund ihrer gemischten Bevölkerung und ihrer Nähe sowohl zu den asiatischen als auch nahöstlichen Märkten. Die Emirate fungieren insbesondere als Tor zum saudi-arabischen Markt, wo Scharia-Kompatibilität für alle Lebensmittelprodukte vorgeschrieben ist.

„Das ist ein sehr attraktiver Markt für unser Geschäft“, sagt Jolly Raca, Exportdirektor der in den Philippinen ansässigen Florence Foods. „Es gibt hier, und auch in Saudi-Arabien, viele Filipinos, die gerne philippinisches Essen mögen, und wir produzieren es halal, sodass es auch die hier lebenden Muslime anspricht.“ Während die meisten Staaten im Nahen Osten sowie in Nordafrika so gut wie alle scharia-konformen Produkte als halal betrachten, beschränken südostasiatische Staaten diese Bezeichnung auf Lebensmittel. Die Emirate haben von Firmen nie verlangt, Halal-Produk­te entsprechend zu kennzeichnen. Halal-Marken, die in den VAE auf den Markt kommen wollen, müssen ein Zertifikat von einer islamischen Organisation ihres Heimatlandes vorweisen, das von der Botschaft der VAE in dem jeweiligen Land anerkannt wird.

Die Nachfrage nach scharia-konformen Produkten ist weiter im Anstieg begriffen. Laut einer Studie von Brand Union orientieren sich 70 Prozent der Muslime weltweit mehr oder weniger an den Halal-Standards. „Ich verkaufe Halal-Produkte, sodass der Halal-Anteil Muslime anspricht, aber der Bio-Anteil kann auch Christen ansprechen, oder jedermann“, sagt Dusko Duric, Direktor des Belgrader Halal- und Bio-Produzenten Suoloe Salute Serbian.

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Vivian Salama

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