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Emirate wollen Atomkraftwerk in Betrieb nehmen

Das Unternehmen „Baraka“ soll für die Entwicklung friedlicher Nuklearenergie stehen

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Foto: Freepik.com

Abu Dhabi (dpa). Als erster Staat im arabischen Raum wollen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein Atomkraftwerk in Betrieb nehmen. Der Schritt markiere den Beginn eines „neuen Kapitels für die Entwicklung friedlicher Nuklearenergie“, schrieb der Kronprinz Abu Dhabis, Scheich Mohammed bin Said Al Nahjan, am Montag bei Twitter. Scheich Mohammed ist der faktische Herrscher der Emirate. Wann genau das Werk Baraka ans Netz gehen soll, blieb zunächst unklar.

Das Atomkraftwerk Baraka liegt im Westen der Emirate an der Küste des Persischen Golfs und unweit der Grenze zum Nachbarland Saudi-Arabien. Die Bauarbeiten für die vier Atommeiler begannen bereits im Jahr 2012, geführt vom südkoreanischen Staatskonzern KEPCO. Nach Angaben der Emirate umfasst der Vertrag im Umfang von 20 Milliarden Dollar (18,5 Mrd Euro) neben dem Bau auch die Ausbildung von Mitarbeitern und den Betrieb der Anlage mit 1400 Megawatt Leistung.

In den Emiraten, die dank ihrer Einnahmen aus dem Geschäft mit Öl und Gas zu den reichsten Ländern der Welt zählen, leben etwa zehn Millionen Menschen. Trotz der großen Ressourcen bemüht sich das sonnenreiche Land, den heimischen Energiebedarf mit anderen Mitteln zu decken. So nahm im Raum Abu Dhabi im vergangenen Sommer eine der größten Solaranlagen der Welt den Betrieb auf.

Die Nutzung der Atomkraft sei Teil der Vorbereitungen, um den Bedarf „für die nächsten 50 Jahre“ sicherzustellen, schrieb der Kronprinz. Baraka werde „Haushalte, Unternehmen und Regierungseinrichtungen mit sauberer und effizienter Energie“ versorgen.

Auch Saudi-Arabien treibt den Ausbau von Atomkraft voran. Das Königreich will in den nächsten 20 Jahren bis zu 16 Reaktoren bauen.

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