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Es ist essenziell, als Muslim Teil einer Gemeinschaft zu sein, meint Khalil Breuer

Kommentar: Über das Versammeln

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(iz). Den Islam allein oder in Kleingruppen zu praktizieren, ist in vielerlei Hinsicht eine Gefahr. Die Wahrheit ist: Den Islam kann man nicht wirklich allein praktizieren. Im „sich absondern“ oder im „Einzelgängertum“ liegt wenig Gutes. Ibn ‘Adschiba rät in seinem berühmten Klassiker über die Grundlagen des Islam „Al-Futuhat Al-Ilahija fi Scharh Al-Mabaahith Al-Aslija“: „Wer von den Brüdern abgesondert und mit sich selbst beschäftigt ist, von ihm kommt nichts. Die Muminun sind wie Schafe: Wenn eines vom Rest der Herde getrennt ist, wird es zum Ziel der Wölfe. Allah der Erhabene hat uns aufgefordert, zusammen zu kommen, indem Er sagt: ‘Kommt zusammen für die rechten Handlungen und Taqwa. Kommt nicht zusammen für die falschen Handlungen und Übertretungen.’“

Wer allein lebt. neigt zu Extremen und zu Härte mit den anderen Muslimen. Schaikh Ibn ‘Adschiba erwähnt einige Aussprüche des Propheten, die uns erinnern, dass die Muslime normalerweise in Gemeinschaft leben: Der Prophet, möge Allah ihm Segen und Frieden geben, sagte: „Die Hand Allahs ist mit der Gemeinschaft.“ Von Mu’awija wird überliefert, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Der Prophet, möge Allah ihm Segen und Frieden geben, ging hinaus und kam zu einem Kreis seiner Gefährten. Er sagte: ‘Was hat euch dazu gebracht, zusammen zu sitzen?’ Sie antworteten: ‘Wir saßen zusammen, um Allah zu gedenken und Ihn dafür zu lobpreisen, dass Er uns zum Islam geführt hat, und für das, was Er uns gegeben hat.’ Der Prophet sagte: ‘Bei Allah! Ist es das, was euch dazu gebracht hat, zusammen zu sitzen?’ Und sie antworteten: ‘Bei Allah, es ist das, was uns dazu gebracht hat, zusammen zu sitzen.’ Er sagte zu ihnen: ‘Ich ließ euch nicht schwören, um euch anzuklagen, aber Dschibril kam zu mir and sagte mir, dass Allah stolz auf euch ist and euch den Engeln als Beispiele nennt.’“

Der Prophet, möge Allah ihm Segen und Frieden geben, sagte: „Wer zusammenkommt, um Allah, dem Mächtigen, dem Majestätischen zu gedenken, und damit nichts anderes beabsichtigt als Sein Antlitz, denjenigen wird ein Rufer von den Himmeln rufen und sagen: ‚Erhebt euch! Euch ist alles vergeben. Eure falsche Handlungen sind in gute Handlungen verwandelt worden.’“

Die Notwendigkeit, „Miteinander zu sein“, gilt unabhängig vom geistigen Rang. Alles andere wäre Arroganz. Diese Regel erklärt Schaikh Ibn ‘Adschiba anhand einer kleinen Anekdote: Schaikh Asch-Schadhili, möge Allah mit ihm zufrieden sein, hatte einen Schüler, der mit ihm zu sitzen pflegte und dann damit aufhörte. Eines Tages traf er ihn und sagte zu ihm „Warum kommst du nicht mehr und hast dich abgesondert?“ Der Schüler sagte zu ihm „Ich wurde unabhängig von Dir durch Dich.“ Schaikh Asch-Schadhili, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte zu ihm: „Wenn jemand durch jemand anderen unabhängig werden würde, dann wäre Abu Bakr As-Siddiq unabhängig geworden vom Sitzen mit dem Gesandten Allahs – aber er blieb bei ihm, bis er starb.“ Das sich Versammeln mit den anderen abzubrechen, oder aufzuhören, den Schaikh zu besuchen, ist für den Faqir eine der größten Barrieren (auf dem Pfad), und Allah der Erhabene weiß es am Besten. Modern ausgedrückt: Der Besuch von Internetseiten kann das Sitzen mit den Gelehrten nicht ersetzen.

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Khalil Breuer

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