IZ News Ticker

Experte setzt auf Solidarität zwischen religiösen Minderheiten

Gemeinsamkeiten entstehen auch auf Grund gemeinsamer Minderheits- und Migrationserfahrungen

Werbung

Foto: Salaam-Schalom Initiative

Essen/Berlin (KNA). Der Geschäftsführer des jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES), Jo Frank, setzt angesichts von Antisemitismus und Vorbehalten gegen Muslime auf eine Solidarität zwischen religiösen Minderheiten. „Eine Gemeinschaft alleine kann gesellschaftliche Veränderungen nicht vorantreiben, wir müssen gemeinsam Ziele setzen und sie verfolgen“, sagte Frank im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Auch Nichtreligiöse spielten dabei eine Rolle. Frank äußerte sich anlässlich einer Konferenz zum interreligiösen Dialog in Essen.

Gegen Antisemitismus könnten „die besten Stimmen“ durchaus Muslime sein. „Genauso wie wir sehen, dass die besten Stimmen gegen antimuslimischen Rassismus Juden sein können“, betonte Frank. Er macht eine „zusätzliche Verantwortung“ von Juden aus, etwa mit Blick auf die AfD im Bundestag. „Die AfD schießt sich auf Muslime ein, dagegen müssen wir uns wenden, nicht zuletzt mit einem gewissen Eigeninteresse. Mögliche Einschränkungen von Minderheitenrechten ist etwas, das immer auch die jüdische Gemeinschaft angeht.“

Für ein gutes interreligiöses Miteinander müssten Unkenntnis und Voreingenommenheiten abgebaut werden. Das könne über eine Vermittlung der religiösen Praxis von Juden, Christen und Muslimen erreicht werden. „Es gibt eine Solidarität zwischen religiösen Minderheiten – entgegen der Wahrnehmung der Mehrheitsgesellschaft“, sagte Frank. „Sie basiert unter anderem auf dem Leben als religiöse Minderheit und Migrationserfahrungen.“

In Essen fand zum dritten Mal eine internationale Konferenz des Programms „Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch“ statt. Veranstalter ist das ELES mit Sitz in Berlin. Bis zu diesem Sonntag treffen sich Stipendiaten aller 13 vom Bundesbildungsministerium geförderten Begabtenförderungswerke. Dabei wollen sie sich über neue Formen des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs verständigen.

Folgt uns für News auf:
https://www.facebook.com/islamischezeitungde

und:
https://twitter.com/izmedien

Noch kein IZ-Abo? Dann aber schnell!

Lade...

Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie "Akzeptieren" klicken.

Schließen