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Flüchtlingshilfe gegründet

Muslimische Dachverbände haben sich zum Verband Muslimische Flüchtlingshilfe (VMF) zusammengeschlossen

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Foto: SCHURA Hamburg

Frankfurt (VMF/KNA). In einem Gründungsakt haben sich die muslimischen Dachverbände, der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, sowie die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden (IGS) am Mittwoch, den 09. März 2016 in Frankfurt zusammengeschlossen. Vorrangiges Ziel des Vereins ist die Koordinierung der bereits bestehenden Flüchtlingsarbeit der Mitgliedsorganisationen sowie seinen Ausbau, auch im Hinblick einer verbesserten Wohlfahrtsarbeit.

„Angesichts der Flüchtlingssituation stehen vor allem wir Muslime vor großen Herausforderungen. Es ist wichtig und notwendig, die Kräfte zu bündeln, um die neu ankommenden Menschen bestmöglich zu unterstützen, sie aufzunehmen und ihnen eine Perspektive zu bieten“, sagte die neugewählte Vorsitzende des Verbandes, Nurhan Soykan, die auch Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD)ist.

Ihre in den geschäftsführenden Vorstand gewählten Stellvertreter sind: Murat Gümüs, Generalsekretär des Islamrates für die BRD und Dawood Nazirizadeh, Vorstandsmitglied der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands.

Der Verband Muslimische Flüchtlingshilfe (VMF) erklärt sich ausdrücklich offen für die Aufnahme weitere Mitgliedsorganisationen und Einzelpersonen und bekundete in einem heutigen Schreiben an die zuständigen Ministerien seine Hilfe und Unterstützung für die Bewältigung der Flüchtlingsarbeit in der Bundesrepublik.

„Denn“, so der das Vorstandsmitglied Murat Gümüs, „die Mitglieder der Dachorganisationen seien zwar vielfältig aktiv in der Flüchtlingshilfe, doch bestehe Abstimmungs- und Koordinierungsbedarf, um die Dienstleistungen effektiver und effizienter zu machen“. Der neu gegründete Verband soll diese Aufgabe übernehmen und darüber hinaus neue Projekte konzipieren.

Um diesen Kraftakt zu stemmen seien sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Helfer nötig. „Sie zu koordinieren erfordere ein strukturelles Vorgehen und einen institutionellen Unterbau. Auch dies soll mit dem neu gegründeten Verein etabliert werden“, ergänzte VMF-Vorstandsmitglied Dawood Nazirizadeh.

Nicht vertreten im Zusammenschluss sind unter anderen die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ). Sie gehören mit dem Islamrat und dem Zentralrat dem Koordinationsrat der Muslime an.

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