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Gazastreifen: Israel erlässt teilweise Aufhebung der Blockade. Von Malik Özkan

Ein Ziel wurde erreicht

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(IZ/Agenturen). Die tragischen Vorgänge bei der gewalt­samen Erstürmung des Gaza-Hilfskonvois Ende Mai durch Einheiten der israelischen Marine und ihre mediale wie politische Aufarbeitung haben die offizielle Absicht der Aktion dank medialer Mechanismen zeitweise in den Hintergrund ­treten lassen. Es ging den Organisatoren darum, auf die durch eine anhaltende Blockade verur­sachte humanitäre Zwangslage der im Gazastreifen lebenden ­Zivilbevölkerung aufmerksam zu machen und die Menschen mit Hilfsgütern zu versorgen.

Die Blockade, die auch mit Hilfe Ägyptens und der „internationalen Staatengemeinschaft“ aufrecht erhalten wird, hat den Gazastreifen in eine Art Freiluftgefängnis verwandelt.

Die jetzige Versorgungslage machte das Gebiet nicht nur zu einer der Gegenden mit den schwierigsten Lebensbedingungen weltweit. Sie trieb die Menschen in Gaza auch dazu, ein umfangreiches Tunnelnetzwerk anzulegen, um lebenswichtige Güter aus Ägypten zu schmuggeln. Ein Unterfangen, das sich für ­einige als tödlich erwiesen hatte.

Nun kündigte die israelische Führung unter intensivem internationalem Druck nach ihrer Razzia des Hilfskonvois an, ­diese nach Ansicht vieler Juristen ­völkerrechtswidrige Blockade lockern zu wollen. Sie wolle künftig bis zu 140 Lastwagen täglich über die Grenze in den Gazastreifen fahren lassen. Damit könnten rund 30 Prozent mehr Waren in das Gebiet eingeführt werden. Zu den wichtigsten Gütern zählen Baumaterialien für den Wiederaufbau der im letzten Gazakrieg zerstörten Gebäude. Dies teilte ein israelischer Regierungssprecher am 21. Juni mit.

In der Zukunft dürften all jene Produkte in den Gazastreifen eingeführt werden, die nicht auf ­einer neuen Verbotsliste stünden. Der Sprecher des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), Chris­topher Gunness, sagte gegenüber dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera, dass Israel an seinen Handlungen, nicht an seinen Worten gemessen werden müsse. Gunness kritisierte die Bloc­kade des Gazastreifens als eine Verletzung des internationalen Völkerrechts. Sie müsse deshalb „beendet und nicht erleichtert“ werden.

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