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Giousouf stellt Zusammenarbeit mit Verband grundsätzlich infrage

Die Zukunft der staatlichen Kooperation mit der türkisch geprägten DITIB wird immer häufiger öffentlich in Zweifel gezogen

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Foto: (c) Deutscher Bundestag / Achim Melde

Berlin (KNA). CDU-Integrationspolitikerin Cemile Giousouf hat die Zusammenarbeit mit dem türkisch-muslimischen Verband DITIB grundsätzlich infrage gestellt. „Wenn sich die DITIB nicht sehr bald von der türkischen Politik abgrenzt, sehe ich keine Möglichkeit mehr, weiterhin mit diesem Verband zusammenzuarbeiten“, sagte Giousouf im Interview der „Welt“ vom 19. Juni. „Dieser Verband hat sich weiter ins Abseits gestellt.“

Die integrationspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag sagte, das Vertrauen in die DITIB sei „weiter erschüttert worden“, da sie in der vergangenen Woche die Unterstützung der von der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und dem muslimischen Friedensaktivisten Tarek Mohamad initiierten Demonstration abgelehnt hatte. Mit dieser Verweigerung, so Giousouf weiter, habe sie die Chance vertan, „zu zeigen, dass sie die Interessen der Muslime in Deutschland vertritt“. Es liege „im größten Interesse der hier lebenden Muslime, dem Terror klar ein Zeichen entgegenzusetzen“.

Besonders ärgerlich ist nach Auffassung von Giousouf, dass die DITIB den Eindruck erweckt habe, sie sei im Vorfeld der Demonstration nicht nach einer Beteiligung gefragt worden. „Richtig ist vielmehr, dass die Organisatoren alle Verbände gefragt haben und die DITIB sich bewusst dagegen entschieden hat“, sagte Giosouf. Jetzt sei klar, dass die DITIB „nicht bereit ist, ihre Partikularinteressen und ihre politische Agenda im Verhältnis zum türkischen Staat zugunsten einer größeren Sache zurückzustellen“.

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