IZ News Ticker

Grübel macht AfD für Übergriffe auf Muslime mitverantwortlich

In Deutschland müsse jeder Mensch seine religiöse Überzeugung nach außen sichtbar tragen dürfen

Werbung

Foto: Deutscher Bundestag / Achim Mende

Berlin (KNA). Der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), hat der AfD vorgeworfen, mit negativen Äußerungen über den Islam Übergriffe auf Muslime zu befördern. „Wenn Alice Weidel abfällig von ‘Kopftuchmädchen’ spricht, bereitet sie den Nährboden für feindselige Handlungen gegenüber Muslimen“, sagte Grübel der „Welt“. Seit Jahren sinke die Hemmschwelle, fremdenfeindliche Parolen auszusprechen, die früher „unsagbar“ gewesen wären.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel hatte am Mittwoch im Bundestag eine stark gewachsene Zuwanderung, vor allem durch Muslime, kritisiert. Sie sprach davon, dass Deutschland zu einem grenzenlosen Einwanderungsland für Unqualifizierte und einem Auswanderungsland für Hochqualifizierte geworden sei. „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern“, so Weidel wörtlich.

Zuletzt hatte es mehrere Übergriffe auf kopftuchtragende Frauen gegeben. Grübel sagte der Zeitung: „Es ist unerträglich, dass muslimische Frauen und Männer auf offener Straße angegriffen werden.“ In Deutschland müsse jeder Mensch seine religiöse Überzeugung nach außen sichtbar tragen dürfen – „egal ob es sich dabei um eine Kippa, ein Kreuz oder ein Kopftuch handelt“.

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Irene Mihalic, forderte, islamfeindliche Straftaten „aktuell sehr ernst“ zu nehmen. Ein Großteil werde dem rechten Spektrum zugeordnet. „Gerade mit Blick auf den NSU ist es wichtig, das Wissen um diesen Zusammenhang bei den Sicherheitsbehörden und in der Gesellschaft präsent zu halten.“

Nach Worten der innenpolitischen Sprecherin der Links-Fraktion, Ulla Jelpke, sind die in den offiziellen Statistiken erfassten islamfeindlichen Straftaten „nur die Spitze des Eisbergs“. Jeden Monat komme es zu einer Vielzahl muslimfeindlicher Übergriffe, Beleidigungen und Drohungen bis hin zu tätlichen Übergriffen und Anschlägen auf Moscheen.

Jelpke forderte ein klares Signal der Politik, dass Diskriminierungen von Muslimen aufgrund ihres Glaubens nicht toleriert würden. „So richtig ein entschiedenes Vorgehen gegen Antisemitismus nicht nur aufgrund der deutschen Geschichte ist, so wichtig ist es, darüber die Vielzahl muslim- und islamfeindlicher Vorfälle nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“

Folgt uns für News auf:
https://www.facebook.com/islamischezeitungde

und:
https://twitter.com/izmedien

Noch kein IZ-Abo? Dann aber schnell!

Lade...

Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie "Akzeptieren" klicken.

Schließen