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Tag der Begegnung mit Allah

Hafiz Malik del Pozo über die überragende Bedeutung des Tages von ‘Arafa. Eine Khutba

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(iz). Allah der Erhabene sagt: „Und wer Taqwa vor Allah hat, dem verschafft Er einen Ausweg und versorgt ihn von wo er damit nicht rechnet. Und wer sich auf Allah verlässt, dem ist Er seine Genüge. Allah erreicht gewiss die Durchführung seiner Angelegenheit. Allah legt für alles ein Maß fest.“

Heute fallen zwei große Tage zusammen: Der Tag des Jumu’as [Freitagsgebet] und der Tag von ‘Arafa. An solch einem Tag sind einige edle Verse des Qur’ans herabgesandt worden. Ein Jude fragte Umar Ibn Al-Khattab: „O Amir al-Muminin, Es gibt in eurem Buch einen Vers, den ihr rezitiert, und wäre er auf uns die Juden herabgekommen, dann hätten wir jenen Tag seiner Offenbarung zu einem Eid gemacht.“ Umar fragte: „Welcher Vers ist das?“ Er antwortete: „Heute habe Ich für euch euren Din vervollständigt und habe meinen Segen über euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Din für euch zufrieden.“ Umar sagte: „Wir wissen, von diesem Tag und den Ort, an dem dieser Vers dem Propheten (…) offenbart wurde. Er stand an ‘Arafa, und es war ein Freitag.“

Der Tag von ‘Arafa ist ein gewaltiger Tag und mit Allahs Hilfe möchte ich etwas über diesen Tag sprechen. An diesem Tag stehen die Hadsch-Reisenden am Arafa genannten Ort. Und dieses Stehen ist einer der Pfeiler der Hadsch. Der Prophet sagte: „Hadsch ist ‘Arafa.“ Der Tag von ‘Arafa ist ein Tag des großen Treffens zwischen dem Sklaven, der sich zu Allah hinwendet und sich nach Ihm sehnt und seinem die Tawba annehmenden, erbarmenden Herrn. Der Tag von ‘Arafa ist ein Tag der Marifa. Das ist ein Tag der Vergebung; ein Tag, an dem Barmherzigkeiten von ihrem Schöpfer, dem Schöpfer der Himmel und der Erde auf die Sklaven herabkommen. Der Herr, der Gewaltige manifestiert sich bei seinen Sklaven und erhebt sie auf eine Stufe, den Engel gleich ? Und wer Errettung vor dem Feuer wünscht, der halte sich an den Tag von Arafa.

Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Es gibt keinen Tag an dem es mehr Aussicht auf die Errettung durch Allah vor dem Feuer gibt, als der Tag von ‘Arafa. Allah der Erhabene nähert sich ihnen und erhebt sie auf die Stufe der Engel, und fragt die Engel: ‘Worum bitten diese meine Sklaven?’“

Ibn ‘Abdalbarr sagte: „Dies ist ein Hinweis darauf, dass ihnen vergeben wird, denn Er erhebt Leute mit Fehlern nicht vor Tawba und Vergebung. Und Allah weiss es am Besten.“ Diesen Leuten wurde durch ihr Stehen an ‘Arafa und wegen ihrer Bittgebete vergeben, und die Seiten, auf denen ihre Vergehen standen, wurden entfernt.

Und was ist mit dem Iblis genannten Feind an diesem Tag? Der Gesandte Allahs, Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Der Schaitan wurde an keinem anderen Tag kleiner, erbärmlicher, ausgestossener und beleidigter als am Tag von ‘Arafa. Der Grund dafür ist, dass die Barmherzigkeit herabkommt und sogar die größten Vergehen übersteigt.“ Alle Anstrengungen dieses deines Feindes, dich dein Leben hindurch zu verleiten und dich zu verführen kannst du durch das Stehen am ‘Arafa und die Bittgebete dort aus deinen Seiten der Vergehen entfernen.

In diesem Augenblick ziemt es sich für den Sklaven nicht, sich zu etwas anderem als Allah zu hinzuwenden und sich mit etwas anderem zu beschäftigen. Es wurde überliefert, dass Salim ibn Abdullah ibn Umar ibn Al-Khattab einen Bettler am Tag des ‘Arafa sah, wie er unter den Menschen bettelte. Und er sagte zu ihm: „Oh Armseliger, der an diesem Tag andere als Allah bittet.“

Der Tag von ‘Arafa ist der Tag, an dem die Sklaven ihrer Auferstehung gedenken. Alle sind von der Dunya und ihrem Schmuck abgewandt und sind in zwei Stücke weisses Tuch gekleidet, die zwei Stücken eines Leichentuchs gleichen. Sie gleichen Leuten, die aus ihren Gräbern aufgestanden sind, um ihren Herrn zu treffen, nur dass an diesem Tag von ‘Arafa ihre Duas erhört werden, ihnen vergeben wird, und Barmherzigkeit auf sie herabkommt, während am Tag der Auferstehung die Bücher, mit allem, was in ihnen ist, geschlossen sind.

Zu diesem Zeitpunkt manifestiert sich die Einheit dieser Umma. Man sieht Menschen verschiedenster Farben und Sprachen und aus verschiedensten Ländern und gesellschaftlichen Ständen. Alle sind einheitlich bekleidet und verrichten dieselben Handlungen. Ihre Rufe sind die selben, wenn sie den einen Herrn anrufen: „Labbaik, Allahumma, Labbaik (…) Zu deiner Verfügung Oh Allah, zu Deiner Verfügung. Zu Deiner Verfügung, Du hast keinen Partner, zu deiner Verfügung. Der Lob gebührt Dir und die Gunst, und das Königreich gehört dir. Du hast keinen Partner.“

Das Ehren dieses Tages ist nicht nur für die Hadschreisenden, sondern es ist auch eine Sunna, sich an diesem Tag Allah zu nähern in dem man die gewaltige Ibada des Fastens verrichtet. Ehrt diesen Tag gebührend. Jeder sollte an diesem Tag schauen, was er tun kann. Denkt an das Buch Allahs, denkt an das Fasten, die Erinnerung an Allah (Dhikr) und das Bittgebet (Dua), und seid demütig vor Allah, denn euer Herr ist wohlwollend, liebend und erbarmend.

Morgen ist für uns der Opfertag, unseres Fest von der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, gesagt hat: „Der Tag von ‘Arafa, der Tag des Opfers und die Tage von Taschrik sind unsere Festtage – für uns, die Leute des Islam; und sie sind Tage des Essens und Trinkens.“ Wir wollen jetzt einige Regeln und gute Gewohnheiten des Opfertages erwähnen. Ich beginne mit der Zeit des Feiertagsgebetes, weil sie eine der Basis ist: Man muss diese Zeit beachten und wir sollen sie nicht unterschätzen. Die Zeiten sind verschieden: Allah setzt in dieser Zeit, was Er nicht in jener Zeit setzt, und darin steckt Bedeutungen, Weisheiten und Geheimnisse, wodurch die Leute Nutzen ziehen. Allah hat die verschiedenen Arten der Anbetungen in bestimmten Zeiten festgelegt, und wir dürfen diese Zeiten nicht widerleugnen. Allah ta’ala hat gesagt: das Salat wurde zu bestimmten Zeiten für die Muminun festgelegt. Also wann ist das Eidsalat? Wir finden die Antwort bei den Fuqahaa‘ in der Sunna, die ununterbrochen zu uns überliefert wurde.

Ich erwähne jetzt eine Regel, die im Buch „ar-Risaala“ von Ibn Abi Zaid al-Qayrawani, einem der großen Fuqaha‘ steht. Er schrieb im Kapitel über das Gebet der zwei Feiertage: „Das Gebet der zwei Eids ist eine obligatorische Sunna, wobei der Imam und die Leute morgens früh ausgehen und sie den Ort des Gebetes (Musalla) erreichen, ab der das freiwillige Gebet erlaubt ist. Das heißt, wann die Sonne so hoch wie die Länge eines oder zwei arabischen Speeres ist.

Zu den guten Gewohnheiten (dem Adab) gehören die Ganzkörperwaschung, das Parfümieren, die beste Kleidung, und dass man zu Fuss einen Weg hinnimmt und einen anderen auf dem Rückweg nimmt, dass man auf seinem Weg Dhikrullah macht, und dass das Haus als Fastender verlässt. Möge Allah uns Nutzen von dem großzügigen Qur’an und der edlen Sunna zukommen lassen, und möge Er uns Erfolg geben, in dem, was Er liebt und womit Er zufrieden ist.

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