IZ News Ticker

Haftar-Truppen beschießen Medikamentenlager

Libyens Regierungstruppen nehmen strategisch wichtige Städte ein

Werbung

Foto: Middle East Monitor (file photo)

Tripolis/Benghazi (dpa/MEMO). Kräfte, die dem libyschen General Khalifa Haftar treu ergeben sind, haben Lager für Medikamente in der Region Sawani südlich von Tripolis angegriffen, berichtete die von der UNO anerkannte Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) am 13. April. Die GNA erklärte, dass die Bombenangriffe gegen die Versorgung des Krankenhauses Al-Khadra gerichtet waren, das medizinische Versorgung und Ausrüstung für Coronavirus-Patienten enthält.

Beobachter sagen, dass Haftars Miliz versucht, die GNA-Streitkräfte, die derzeit in verschiedenen Gebieten in Tripolis vorrücken, unter Druck zu setzen, indem sie auf den Infrastruktursektor der Stadt abzielt.

Zeitgleich haben die Regierungstruppen einen strategischen Erfolg erzielt. Truppen hätten westlich der Hauptstadt Tripolis die beiden Küstenorte Sabrata und Surman unter Kontrolle gebracht, teilte deren Sprecher Mohammed Kanunu am 13. April mit. Die verbliebenen „terroristischen Milizen“ würden von dort verjagt.

Die Region ist unter anderem strategisch wichtig, weil weiter westlich der große Öl- und Gaskomplex Mellitah liegt. Von dort wird Gas über eine Pipeline nach Italien exportiert. Der Fachmann der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik für Libyen, Wolfram Lacher, sprach auf Twitter von einem „großen Verlust“ für Haftar.

Seit dem Sturz von Muammar Gaddafi im Jahr 2011 sind in Libyen zwei Machtzentren entstanden: Haftar im Osten Libyens, unterstützt von Russland, Frankreich, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten, und die durch die UN anerkannte Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) in Tripolis. Letztere wird militärisch von Katar, der Türkei sowie von der Türkei angeworbenen syrischen Milizen unterstützt.

Die UN beklagten, dass mehrere Staaten gegen das Waffenembargo verstoßen. UN-Generalsekretär António Guterres nannte ausdrücklich die VAE, Ägypten, Russland und die Türkei und sprach von einem Skandal.

Das Material von Middle East Monitor wurde im Rahmen einer CC-Lizenz veröffentlicht.

Euch gefällt der Artikel? Hier könnt ihr ihn teilen!

Facebook
Twitter
Instagram
Lade...

Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie "Akzeptieren" klicken.

Schließen