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Halal-Business: Große Nachfrage bei Musliminnen in aller Welt: Der globale Markt für Halal-Kosmetik entwickelt sich rasant weiter

Um der Schönheit willen

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(Arab Times/Agenturen). Produzenten von „Halal-Kosmetik“ zeigen sich überzeugt, dass der globale Markt für ihre Produkte boomt, da sich mehr Muslime für Schönheitsprodukte entscheiden würden, die den „islamischen Regeln“ entsprächen. Famiza Zulkifli produzierte ihre erste Halal-Seife vor vier Jahren, als sie erfolglos nach Produkten suchte, mit dem sie ihr Baby waschen könnte. Heute hat ihre Firma einen Jahresumsatz von 1,6 Millionen US-Dollar.

„Halal ist ein Thema für alle Muslime. Am Ende sterben wir alle und Allah wird uns darüber befragen, was wir getan haben“, sagt die einstige malaysische Sängerin, die nun Schönheitsprodukte erzeugt. Famiza exportiert heute Dutzende Kosmetika für den gesamten Körper in die Region – nach Indonesien, Kambodscha, Thailand und Brunei.

Produzenten setzen darauf, dass die islamischen Regelungen bezüglich Halal-Produkten praktisch auf alle Waren und Dienstleistungen angewandt werden könnten und dann als „Halal“ zertifiziert werden. Dazu zählen Kosmetika, Medikamente, Kleidung und sogar Pauschalreisen.

Genauso wie ihre konventionellen Gegenstücke können Halal-Kosmetika – Lippenstift, Deodorant und Parfüme – tierische Bestandteile enthalten. Aber diese müssten nach den islamischen Regeln zur Schlachtung und zur Verarbeitung behandelt werden. „Selbst die kleinste Menge Collagen in unserer Nachtcreme stammt von Schafen, die in Australien auf Bauernhöfen aufgezogen werden und die von Muslimen betrieben werden“, sagte Famiza. Sie möchte im nächsten Jahr ihre Unternehmensaktivitäten von Südostasien nach Europa ausweiten.

Das Geschäft mit Halal-Kosmetik, dass global auf 560 Millionen US-Dollar beziffert wird, gilt bei Beobachtern als ein Marktsegment, welches nach dem der Lebensmittel enormes Wachstumspotenzial in sich birgt. Mah Hussain-Gambes, Gründerin der ersten europäischen Firma für Halal-Kosmetik, Saaf Pure Skincare, führt aus, dass diese Industrie ebenfalls von einer „grünen Welle“ profitiert und dass 75 Prozent ihrer Kunden Nichtmuslime seien. „Die Prinzipien sind die gleichen. Kunden möchten etwas, das dem Körper nicht schadet und wollen damit das gleiche wie die Halal-Bewegung“, so Hussain-Gambes.

„Ich baue eine ökologisch-ethische Marke auf, die organisch, vegetarisch und halal ist“, sagte sie und fügte hinzu, dass die Nachfrage „außer Kontrolle“ geraten sei. „Es kommen Nachfragen aus der ganzen Welt. In der letzten Woche allein aus Bangladesch, Kanada, Australien, Belgien und Malaysia – es ist einfach zu viel Arbeit.“

Abdalhamid Evans, führender britischer Experte in Sachen Halal-Industrie, ist überzeugt, dass viel mehr Erzeuger „auf den Zug aufspringen werden“, wenn Muslime Halal-Produkte wählen, um ihre Identität zu bestärken, während andere ihr ökologisches Bewusstsein stärken wollen.

„Den Menschen werden solche Dinge zunehmend wichtiger und damit werden sie zu einer Aufgabe für das Marketing“, sagte der Betreiber von Imarat Consultants. „Zweifelsohne wird die Halal-Kosmetik zu einer großen Sache werden“, erklärte Evans am Rande der ersten Internationalen Konferenz für Halal-Kosmetik in Malaysia.

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