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Hingabe für das kulturelle Erbe

Zu Besuch im Museum für Islamische Kunst in Malaysia

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Foto: IAMM

(iz). Malaysia ist bekannt für seine modernen und beeindruckenden Moscheebauten. Hier dienen Moscheen nicht nur dem Gottesdienst, sondern sind in Malaysia auch Symbolbauten. Sie sollen zeigen, dass Islam und Moderne, Islam und Fortschritt, Islam und Wohlstand keine Gegensätze sind und dass Islam die Religion der Malaiischen ­Föderation ist. Außer wirkungsmächtige Moscheebauten nutzt Malaysia noch andere Mittel, um die Wichtigkeit des Islam in Malaysia und auf globaler Ebene zu repräsentieren.

Mit einem gesunden Selbstbewusstsein repräsentiert Malaysia islamische Kultur und Tradition lokal und weltweit. Das Museum für Islamische Kunst in Kuala Lumpur ist eine wichtige Institution, mit der Malaysia dieses ­Bestreben aktiv unterstützt. 1998 ­gegründet, reflektiert das Museum für Islamische Kunst Malaysias Hingabe das globale und lokale muslimische Erbe zu bewahren. Malaysia, gesegnet mit politischer und wirtschaftlicher Stabilität und Frieden, ist ein idealer Ort, um die Schätze der islamischen Zivilisationen einem breiten Publikum zu präsentieren.

In zwölf Galerien werden Modelle von weltbekannten Moscheen, wunderschöne antike Koranexemplare, ­Keramiken mit islamischer Kalligrafie, Stoffe, Schmuck und vieles andere ausgestellt. Besonders beeindruckend ist die Sammlung der antiken Koran­exemplare aus verschiedenen Teilen der islamischen Welt, von Spanien, Nord-und Westafrika, über das Persische Reich bis nach China, Malaysia, und Indonesien. Der Besucher ist verwundert über die Schönheit, die Verzierungen und die die Seele berührenden Geheimnisse der beschriebenen Seiten. Einige der Manuskripte sind auf das 7. und 8. Jahrhundert nach Christus datiert. Das bedeutet, es sind einige der ersten Manuskripte mit Versen aus dem Qur’an. Diese Manuskripte zu sehen berührt das Herz enorm, denn es ist ein klarer und greifbarer Beweis für die historischen Wurzeln der islamischen Zivilisation. Die handgeschriebenen und verzierten Seiten stellen eine ganz klare Verbindung zu den Muslimen der früheren Generationen her und ihre Liebe und Hingabe zum Islam dringt zu dem Besucher und umwebt sein Herz.

Auch die verschiedenen Keramiken mit islamischer Kalligrafie aus unterschiedlichen geographischen Regionen und Epochen sind beeindruckend. Sie illustrieren die Wichtigkeit von Schönheit im Islam. Sie sind eine wunderbare Manifestation der Überlieferung des Propheten Muhammad, Frieden und Segen auf ihm, der sagte: ­Allah ist schön und Er liebt Schönheit. Ein besonderes Highlight ist ein Teil des Vorhanges, Kiswa, der die Kaaba im Jahr 1964 verzierte. Obwohl weit entfernt von Mekka und bereits über fünfzig Jahre alt, kann man die Aura des Zentrums der Muslime spüren. Es ist ein ganz besonderer Moment und die Seele reist zu dem Ort, der uns von allen Orten am liebsten ist.

Die Architektur des Museums für Isla­mische Kunst ist beeindruckend; eine angemessene Hülle für die Schätze darin. Moderne trifft Tradition. Helle, lichtdurchflutete Räume mit detailreichen verzierten Kuppeln reflektieren die geistigen Höhen der islamischen Zivilisation. Die fünf Innenkuppeln spiegeln in sanften Pastelltönen die reiche Tradition Usbekistans wider. Iranische Mosaik-Handwerker haben nicht nur die Kuppeln, sondern auch andere Bereiche des Museums reich verziert. Auch die türkis-blaue Außenkuppel reflektiert die zentralasiatische Tradition.

Wechselnde Sonderausstellungen ­geben weitere Einblicke in die historische und zeitgenössische Entwicklung der islamischen Zivilisation. Auf der Webseite des Museums kann man auch aus der Ferne eine virtuelle Tour durch das Museum machen. Wer ­Malaysia besucht, sollte einen Besuch im Museum für islamische Kunst unbedingt einplanen.

Webseite: iamm.org.my

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