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Hintergrund: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2011 erschienen

Themenpalette reicht von Islamophobie in der Politik über Medien bis hin zur Popkultur

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(pm) In Deutschland stellte jüngst der renommierte Shadow Report des European Network Against Racism eine über unterschiedlichste Parteien auftretende Islamophobie fest. Und auch in Österreich zeigt der aktuelle Rassismus-Report der Antirassismusstelle ZARA einen dramatisch gestiegenen Rassismus gegenüber Frauen mit Kopftuch. “All diese Prozesse verdeutlichen die Wichtigkeit, sich mit Islamfeindlichkeit als einer spezifischen Form der Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen“, so der Politikwissenschafter Farid Hafez.

Deshalb veröffentlichte Hafez jüngst die zweite Ausgabe seines Jahrbuchs für Islamophobieforschung für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Damit geht der Versuch einer sachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema weiter. Im Zentrum dieser interdisziplinären Publikation stehen sachlich fundierte und wissenschaftlich systematische Analysen islamophober Geschehnisse in den drei deutschsprachigen Ländern.

Doris Angst und Astrid Mattes untersuchen die Rezeption des Schweizer Minarettverbots in Schweizer und österreichischen Zeitungen. Petra Klug kritisiert in ihrem Beitrag die kulturalistischen Implikationen der Position von Judith Butler.

Farid Hafez setzt sich mit neuen Ausdrucksformen der Islamophobie bei der Freiheitlichen Partei Österreichs am Beispiel des Wiener Wahlkampfes auseinander. Martin Meyraths originärer Beitrag beschäftigt sich mit islamophoben Diskursen in der österreichischen Popkultur am Beispiel des Liedes “Supertürke”. In dem Artikel von Philipp Becher wird schließlich das Feindbild Islam in neurechten Periodika vor dem 11. September analysiert.

“Die interdisziplinären Beiträge veranschaulichen sehr deutlich, wie sehr islamophobe Diskurse in unterschiedlichen Bereichen unserer Gesellschaft wirken”, so Hafez abschließend.

Der wissenschaftliche Beirat war auch in diesem Jahr mit dem Antisemitismusforscher Prof. Wolfgang Benz (Deutschland), dem Kommunikationswissenschafter Prof. Fritz Hausjell (Österreich) und dem Historiker Prof. Damir Skenderovic (Schweiz) hochkarätig besetzt.

Abstracts sowie der aktuelle Call for Papers finden sich auf der Website www.jahrbuch-islamophobie.de

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