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Humboldt-Uni zieht positive Bilanz neuer Theologie-Institute

Gründungsdirektor Borgolte bezeichnete den Start als „verheißungsvoll“

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Screenshot: YouTube

Berlin (KNA). Ein Jahr nach dem Start der Institute für Katholische Theologie und für Islamische Theologie hat die Berliner Humboldt-Universität (HU) eine positive Bilanz gezogen. Beide Einrichtungen hätten sich „herausragend etabliert“, erklärte am 11. November HU-Präsidentin Sabine Kunst. „Der hier praktizierte fächerübergreifende Dialog in Forschung und Lehre ist richtungsweisend für unsere Universität.“

Dass die neuen Kolleginnen und Kollegen von Anfang an auch als Impulsgeber für die aktuellen gesellschaftlichen Debatten der Hauptstadt gefragt seien, freue sie ganz besonders.

Der geschäftsführende Direktor des Instituts für Katholische Theologie, Georg Essen, erläuterte: „Zusammen mit den anderen Theologien steht unser Institut dafür ein, dass Religionen in aufgeklärter Weise ihre je eigenen Traditionen in die Suche nach einem Miteinander in unserer Gesellschaft einbringen.“

So erarbeitet das Institut für Katholische Theologie gemeinsam mit dem Islam-Institut und der School of Jewish Theology (Universität Potdsam) ein gemeinsames interdisziplinäres Forschungsprogramm. Als weiteren Schwerpunkt hat es die Ausbildung von Religionslehrkräften. Überdies konzipiert es einen Bachelor-Studiengang „Religion und Gesellschaft“.

Den Start des Berliner Instituts für Islamische Theologie bezeichnete Gründungsdirektor Michael Borgolte als „verheißungsvoll“. Die Nachfrage nach dem neuen Fach sei weit über den Erwartungen. Im vergangenen Sommersemester hatte das Institut den Angaben zufolge rund 130 Studierende. Auch eine Vernetzung mit den Moscheegemeinden in Berlin wurde laut Borgolte „engagiert aufgenommen“.

„Das Professorenkollegium überzeugte durch innovative Forschungsprojekte, die die Überlieferungen kritisch im Hinblick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft bearbeiten“, so Borgolte. Unlängst startete das Islam-Institut ein erstes Forschungsprojekt, das unter dem Titel „Wege zu einer Ethik“ vor allem sexualethische Fragen thematisiert. Kooperationspartner ist das Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam an der Goethe-Universität Frankfurt/Main.

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