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Imran Khan wird zum politischen Machtfaktor

Kein Teil der politischen Klasse

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Er ist gut aussehend und charmant – im Wahlkampf jubelten ihm bei seinen mitreißenden Auftritten Zehntausende Pakistaner zu. Imran Khan fuhr mit seiner Partei ein achtbares Wahlergebnis ein. Der frühere Kricket-Kapitän wird künftig eine gewichtige Rolle spielen.

Islamabad (dpa). Die Wahlniederlage seiner Partei räumte Imran Khan per Videobotschaft aus dem Krankenhaus in Lahore heraus ein. Am Dienstag hatte sich der 60-Jährige im Wahlkampf beim Sturz von einer Hebebühne verletzt. Viele seiner Anhänger verehren Imran Khan regelrecht, sie halten ihn für Pakistans einzige Hoffnung. Die Partei der Kricket-Legende reagierte auf den Unfall ihres Vorsitzenden denn auch beinahe so dramatisch, als wäre er im Krieg getötet worden.

«Wenn ein Anführer für die Nation fällt, steht die Nation für den Anführer auf», hieß es auf der Homepage der Tehreek-e-Insaf (Bewegung für Gerechtigkeit/PTI). Zwar gewann die PTI bei der Wahl nicht annähernd genug Sitze, um zur stärksten Partei zu werden. Dennoch ist Imran Khan zu einem Machtfaktor geworden.

Zu den Kundgebungen des mitreißenden Politikers kamen Zehntausende Anhänger. Auf seinen Wahlkampfveranstaltungen fanden sich junge westlich orientierte Pakistaner in Jeans und T-Shirt ebenso wie Altersgenossen in muslimischen Gewändern.

Imran Khan hat ein wechselreiches Leben hinter sich. In Pakistans Geschichte ging er als Kapitän der Kricket-Nationalmannschaft ein, die er 1992 zum ersten und einzigen Mal zur Weltmeisterschaft führte. Davor hatte er das Image eines Playboys und Lebemannes.

1996 gründete Imran Khan die PTI und ging in die Politik. Wegen US-feindlicher Aussagen wurde er gelegentlich als «Taliban-Khan» verspottet. Sein Hauptthema ist allerdings der gnadenlose Kampf gegen die Korruption, den er verspricht – und von dem im Volk niemand bezweifelt, dass er in Pakistan dringend nötig wäre.

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