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In einem neuen Netzwerk treffen sich junge Muslime. Von Liza Jansen, New York

Für die Zukunft

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(IPS). Im selben Zeitraum, in dem Islamfeindlichkeit im Westen und Konflikte in der muslimischen Welt eher ­zu- als abnehmen, bereiten sich jugendliche Muslime im Westen darauf vor, zukünftig neue Impulse zu liefern. Über das Netzwerk Muslim Leaders of Tomorrow (MLT) sagt Asim Rehman, Mitglied aus den USA: „Es gibt viel Fehlinformationen über uns Muslime und Hindernisse, die es zu überwinden gilt, um diese zu korrigieren.“ Rehman ist auch Vorsitzender der Muslimischen Rechtsanwaltsvereinigung von New York, einer professionellen Interessenvertretung muslimischer Rechtsanwälte, Jurastudenten und Profis.

In dem MLT-Programm sollen verschiedene junge Muslime aus aller Welt mit dem Ziel zusammengebracht werden, eine gesunde muslimische Identität zu entwickeln und um als Träger von Veränderungen in ihren Gemeinschaften zu fungieren. Innerhalb von sechs Jahren hat das Netzwerk Mitglieder in 75 Ländern in aller Welt gefunden; angefangen von Westeuropa und den USA, über den Nahen Osten bis nach Afrika.

Nach Angaben von Rehman besteht die größte Herausforderung in den USA in der Änderung der negativen Wahrnehmung vom Islam. Die vielfältige muslimische Gemeinde der USA sei bei diesem Vorhaben ein wichtiger Faktor, denn „Ame­rikaner sehen wegen der Erfahrung des Landes als ‘Schmelztiegel’ ein größeres Potenzial für den Ausgleich innerhalb und außerhalb den verschiedenen Gemeinschaften“.

Auf dem MLT-Treffen in Doha im Januar wurde das globale MLT-Netzwerk vorgestellt. Es wolle sich schwierigen Fragen wie gewaltsamen Extremismus, dem Wettstreit der Ideen und den angeschlagenen Beziehungen zum Westen widmen.

Eines der konkreten Ergebnisse des Treffens war, dass viele junge Muslime eine Krise der religiösen Autoritäten wahrnähmen. „Er gibt viele konkurrierende Stimmen für den Raum, der traditionell von den ‘Ulama besetzt wird. Jener gebildeten Gruppe von Rechtsexperten, an die sich die Leute wenden können“, erklärte Rusha Majeed, die ebenfalls aus New York stammt. Bei vielen Jugendlichen herrsche jedoch „Verwirrung“ über die richtigen Ansprechpartner. Diese reichten vom „örtlichen Imam bis zur populären Suchmaschine ‘Google’“.

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