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In Rumis Küche

Plattform für Wachstum: Eine Londoner NGO verbindet Herzen, den Geist und Gemeinschaften

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Foto: Rumi’s Kitchen | flickr

(iz). Praktisch inspiriert vom Erbe Rumis bietet das Londoner Projekt „Rumi’s Cave“ verschiedene gemeinschaftliche Dienstleistungen an. Unter dem Motto „Herzen, Geister und Gemeinschaften verbinden“ zielt es auf den Bau kultureller, sozialer und spiritueller Fundamente ab. Es soll Individuen bilden, Gemeinschaften wiederbeleben und Brücken in der Gesellschaft bauen.

Mit aufgebaut und betrieben wird das Projekt vom Gelehrten Schaikh Babikir. Er kam 1977 nach Großbritannien, wo er sich um die Verbreitung der spirituellen Botschaft im Islam bemüht. Ursprünglich aus dem Sudan stammend, lehrte er zuerst in renommierten Londoner Moscheen. Bis vor Kurzem war der Gelehrte in der Ausbildung und Unterstützung muslimischer Lehrer tätig. Nun widmet er den Großteil seiner Zeit der Entwicklung von Rumi’s Cave (rumi.org) als Plattform für soziales und spirituelles Wachstum.

Der alles verbindende Ansatz will ein gemeinschaftlicher Anlaufpunkt sein sowie ein Raum für Kunst und Veranstaltungen. Dieser Ort bietet eine bunte Mischung von Programmpunkten. Sie reichen von Nachmittagstees, vielfältigen Vorträgen bis hin zu Kursen und Kreativworkshops.

Verwurzelt in einer lebendigen und dynamischen Gemeinschaft, gelangt es der Höhle, eine bunte Gruppe lokaler und internationaler Gäste zu vereinen. Ihnen allen ist eine Leidenschaft für Kultur, Kreativität und das Lernen gemein. Der Ort dient auch als sicherer Raum, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen können, um ihre Kulturen und Identitäten zu erkunden.

Wöchentlich bietet das Projekt Rumi’s Kitchen im Nordwesten Londons eine Suppenküche für Obdachlose und sozial bedrohte Menschen. Dort bekommen sie hochwertige Mahlzeiten und ein sicheres Umfeld, in dem sie willkommen sind. „Wir lieben es in Rumi’s Kitchen, den Leuten Essen zu geben. Es geht aber um mehr, als denjenigen, die von der Straße kommen, eine heiße Mahlzeit zu bieten. Der Respekt und die Würde, mit der wir unsere Gäste behandeln, macht Rumi’s Kitchen einzigartig“, heißt es auf der Webseite. Die Obdachlosen und Verletzlichen sollen dort behandelt werden, als seien sie in einem Privathaus zu Gast. „Wir sitzen mit ihnen, brechen das Brot mit ihnen, lernen sie kennen und geben ihnen die Möglichkeit, uns kennenzulernen.“

Die Speisungen gibt es seit Frühjahr 2012. Sie sind auch eine Reaktion auf die lokal steigende Armut und Rezession im direkten Umfeld. Die ursprüngliche Absicht, so die Betreiber, ist es, mehr als eine Suppenküche zu sein. Es geht um die Ermächtigung ihrer Gäste sowie um qualitativ hochwertige Mahlzeiten und einen entsprechenden Service.

Die Besucher sollen die gleiche Erfahrung machen, wie sie Normalbürger bei einem Restaurantbesuch haben. „Das unterscheidet Rumi’s Kitchen von anderen Orten dieser Art.“ Dort erhält man ein Dreigängemenü sowie eine Auswahl an Keksen, Tees und Kaffee. Das Modell wirkt auch bei den Freiwilligen. Wö­chentlich kommen mehr als fünf Helfer, die sich gerne an Rumi’s Kitchen beteiligen möchten. Mehrheitlich trägt sich das Angebot durch Spenden und freiwillige Hilfen. Es gelang den Betreibern, gute Beziehungen zu bekannteren Londoner Restaurants und Caterern einzugehen. So garantiere man auch eine gleichbleibend hohe Qualität.

„In Rumi’s Kitchen bieten wir einen sicheren Raum für Gäste – ob Ältere, Obdachlose oder jene, die in Notunterkünften leben. Wir ermutigen die freiwilligen Helfer, mit den Gästen zu sitzen, sich zu unterhalten und sich nach ihnen zu erkundigen.“

Neben den Mahlzeiten werden auch – regelmäßig oder einmalig – andere Dinge angeboten: haltbare Lebensmittel, Dienstleistungen, gewünschte Dinge (wie Socken, Schuhe, Schlafsäcke etc.), Extramahlzeiten zum Mitnehmen, Weihnachtspakete, Wintersets (Schal, Decke, Schlafsack, Mützen, Socken und Zahnpflegesets) sowie Lebensmittelpakete im Ramadan.

Momentan werden über 1000 Einzelpersonen im Wochentakt versorgt. Die Küchenbetreiber sind aber entschlossen, mehr zu tun – in kürzeren Intervallen sowie an weiteren Orten. Außerdem soll die wohltätige Arbeit ausgeweitet werden. Rumi’s Kitchen hat auch Hilfen von Islamic Relief UK erhalten. Die Hilfsorganisationen nutzt das Projekt mittlerweile, um eigene Aktive darin auszubilden, wie man spirituell, höflich und angemessen mit Obdachlosen und Bedürftigen umgehen sollte.

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Massouda Khan

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