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Indien spaltet Kaschmir in zwei Teile

Mehrheitlich buddhistische Region Jammu wird abgetrennt

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Foto: Kashmir Global, via flickr | Lizenz: CC BY 2.0

Srinagar (dpa). Indien hat den nördlichen Bundesstaat Jammu und Kaschmir in zwei Teile aufgespalten, die fortan direkt von Neu Delhi regiert werden sollen. Die mehrheitlich von Buddhisten bewohnte Region Ladakh an der Grenze zu China wurde von dem übrigen, mehrheitlich muslimischen Jammu und Kaschmir abgetrennt, wie die Regierung am 31. Oktober mitteilte.

Die beiden neuen Gouverneure legten am selben Tag ihren Amtseid ab. Mit dem Schritt will die hindunationalistische Regierung in Neu Delhi ihre Kontrolle über den indischen Teil Kaschmirs stärken.

Kaschmir ist unter Indien, Pakistan und China aufgeteilt; Pakistan beansprucht auch den indisch regierten Teil. Beide Länder haben nach dem Ende der britischen Kolonialherrschaft und der Aufspaltung Britisch-Indiens in Indien und Pakistan im Jahr 1947 bereits zwei Kriege um das Himalaya-Gebiet geführt.

Neu Delhi hatte Jammu und Kaschmir Anfang August seinen teilautonomen Status entzogen, der dem Bundesstaat eine eigene Verfassung und weitgehende politische Rechte zugesichert hatte. Dies hatte die Spannungen im Verhältnis zu Pakistan erheblich verschärft.

Um Proteste zu verhindern, hatte die Regierung in Delhi im August Zehntausende Soldaten nach Jammu und Kaschmir geschickt und die Bewegungsfreiheit der Menschen stark eingeschränkt. Noch immer gibt es vielerorts keinen Internetzugang, Tausende Politiker und Aktivisten sind weiter in Haft. Bei Protesten und Zusammenstößen mit bewaffneten Gruppen sind Berichten zufolge in den letzten zwei Monaten mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Viele Schulen sind weiterhin geschlossen.

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Sulaiman Wilms

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