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Interview mit dem Erdölmanager Dr. Abdulhay Zalloum über die Geschichte einer Ressource, die das 20. Jahrhundert bestimmt hat

"'Krieg gegen den ­Terror' ist in Wirklichkeit ein Krieg um Ressourcen"

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(iz). Das Erdöl und der Nahe Osten – beinahe keine Wo­­che vergeht, ohne dass es eine umfassende Analyse in einem internationalen Wochenmedium oder Fachmagazin gibt. Zumeist werden Tex­te entweder von interessierten Dritten verfasst oder aber von „Experten“, die das Geschäft nur selten aus nächster Nähe beobachten konnten. Aus diesem Grund befragten wir Dr. Abdulhay Y. Zalloum, der nicht nur selbst als Manager seit Jahrzehnten im Erdölgeschäft tätig ist, sondern sich auch mit Veröffentlichungen einen Namen gemacht hat. Dr. Zalloum wurde 1936 in Palästina (damals unter britischer Kontrolle) geboren und beendete seine elementare und sekundäre Schulbildung in Jerusalem. 1954 verließ er 18-jährig seine Heimat, um in den USA ein Studium zu beginnen. Dieses, Erdöl-Ingenieurswesen, Betriebswirtschaft und weiterführendes Management, absolvierte er an US-Universitäten wie beispielsweise Harvard. Dr. Zalloum arbeitet seit beinahe 50 Jahren im Erdölgeschäft in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Afrika und war Berater für die Nationale Erdölgesellschaft Chinas. Zalloum selbst und später seine Beratungsfirma nahmen an der organisatorischen Entwicklung mehrerer nationaler Erdölfirmen von OPEC-Mitgliedsstaaten teil. Jüngst veröffentlichte er das wegweisende Buch „Oil Crusades: America Through Arab Eyes“.1

Islamische Zeitung: Was war Ihre Motivation, „Oil Crusades“ zu schreiben?

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Wir sollten nicht vergessen, dass ich meine Heimat – Palästina – verloren habe, deren Aufteilung innerhalb des britischen Imperiums beschlossen wurde. Ich habe mich immer für die Beziehung zwischen Finanztechnik und der Errichtung von Weltreichen interessiert. Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit traf mich als Jugendlicher in den USA unerwartet, als ich erkennen musste, dass es Schwarzen damals verboten war, sich an einer amerikanischen Staatsuniversität („nur für Weiße“) einzuschreiben. Schilder mit der Aufschrift „Keine Neger“ waren allgemein üblich an öffentlichen Plätzen wie Parkanlagen, Restaurants, aber auch in öffentlichen Toiletten und Kirchen. Die Schwarzen durften in den Bussen nur hinten sitzen. Das wirkliche Amerika war nicht das, von dem wir in unseren Lehrbüchern lesen konnten. Der aktuelle Anlass für mich, das Buch zu schreiben, bestand in dem Wunsch, die Motivation für die US-amerikanische Invasion des Irak zu erklären sowie deren unilaterale Politik und der Bush-Doktrin von der präventiven Kriegsführung. Ich wollte aufzeigen, dass es sich hier nicht um die Person des je­weiligen US-Präsidenten handelt. Es ist ein System, welches die USA in ihrer kurzen Geschichte in unzählige Kriege geführt hat.

Islamische Zeitung: Können Sie die wichtigsten Punkte in Stichpunkten zusammenfassen?

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Meine wichtigsten Punkte sind: Der so genannte „Krieg gegen den ­Terror“ ist in Wirklichkeit ein Krieg um Ressourcen, mit Erdöl an der führenden Spitze. Nachfrage und Angebot von Erdöl sind jetzt an einem kritischen Punkt in der Geschichte angelangt, da die Nachfrage in Kürze das vorhandene Angebot übersteigen wird. Dies wird den Anfang vom Ende des Erdölzeitalters markieren. Die USA verfügen bald praktisch über keinerlei Erdöl mehr. Bush sagte im Juni 2001: „Wir müssen deutlich sagen: Amerika verliert seine Energieressourcen.“ Aus diesem Grund fand der Einmarsch in den Irak statt. Die irakischen Reserven übersteigen zum jetzigen Zeitpunkt die totalen Reserven der USA, Kanadas, Westeuropas und Gesamtasiens, inklusive Chinas – mit Ausnahme der muslimi­schen Staaten und Russlands. Die nicht entwickelten irakischen Felder beinhalten sogar mehr als die gegenwärtigen Vorkommen. Von den militärischen Stützpunkten im Irak können die USA 70 Prozent der weltweiten Erdölreserven kontrollieren. Das Verlangen der USA, das internationale Erdöl zu kontrollieren, besteht nicht nur in der Sicherung ihrer Energieversorgung und der Gewährung von Vorzugsbedingungen, sondern auch im Gebrauch des Erdöls als Machthebel, um ihre imperiale Hegemonie auf die Welt, insbesondere Indien und China, zu projizieren. Der ungehemmte Kapitalismus ist ­getrieben vom Wachstum. Über dieses Wachstum ohne Ethik schrieb der MIT-Professor Lester C. Thurow: „Im strengsten Ausdruck des kapitalistischen Ethos ist Verbrechen nur eine weitere ökonomische Aktivität, die einen hohen Preis haben kann (Gefängnis), wenn man erwischt wird. Es gibt nichts, was man nicht tun dürfte.“ Dieses System ohne Ethik entwickelte sich von einer lokalen Ebene bis zum nationalen Maßstab. Heute, durch die Globalisierung, ist die gesamte Welt zum „Freiwild“ geworden. Die USA haben ihre politischen, wirtschaftlichen und militärischen Ziele jenseits ihrer Möglichkeiten ausgedehnt. Selbst, wenn sie noch enorme Möglichkeiten haben, ist daher ein Zusammenbruch wie jener der Sowjetunion sehr wahrscheinlich.

Islamische Zeitung: Können wir davon ausgehen, dass die Geschichte des 20. Jahrhundert auch zu einem großen Teil eine Geschichte des Erdöls ist?

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Ja, die moderne Erdölproduktion begann 1859 und in den ersten beiden Jahrzehnten wurde Erdöl vorrangig zur Lichterzeugung in Kerosinlampen verwendet. Es wurde in den 1880er Jahren zu einem strategisch wichtigen Gut, als die britische Admiralität erkannte, dass Erdöl Kohle als Treibstoff für ihre Kriegsflotte ersetzen könnte. So wurde es zu einem Eckpfeiler für Imperien. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts befeuerte das Erdöl die industrielle Revolution und bewirkte größeres Wachstum mit weniger Arbeitskräften. Die Erdölenergie verringerte die Abhängigkeit von menschlicher Energie. Sie veränderte die soziale Struktur der Vereinigten Staaten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machten Bauern 50 Prozent der Bevölkerung aus. Heute sind es weniger als zwei Prozent… Erdöl wurde zum Rückgrat der modernen kapitalis­tischen Gesellschaft. Man braucht ­heute in den USA 10 Kalorien an fossilen Brennstoffen, um eine Kalorie Lebens­mittel zu erzeugen. Das Erdöl ermächtigte den militärisch-industriellen Komplex in den USA und treibt das kapitalistische Wachstum an.

Islamische Zeitung: Wie wird diese überragende Bedeutung des Erdöls in politische und militärische Entscheidungen „übersetzt“?

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Wie gesagt, Erdöl ist ein strategischer Pfeiler für Imperien, da es Industrien, Wirtschaften und Militär antreibt. Imperien streben die Kontrolle von Erdölressourcen an, um ihre Bedürfnisse zu sichern, aber auch, um ihre imperiale Macht auf andere projizieren zu können. Sowohl, um das Wachstum der anderen kontrollieren zu können, als auch, um bei einem Mangel zu entscheiden, wer wie viel und zu welchem Preis erhält. Direkt nach dem 2. Weltkrieg entschieden sich die USA, Japan am Wiederaufbau seiner industriellen Infrastruktur zu behindern. Als die Kommunisten später die Kontrolle in China übernahmen, brauchten die USA eine logis­tische Versorgungsbasis, und nur Japan erfüllte die Voraussetzungen. George Kennan vom US-Außenministerium argumentierte damals, dass Japan alle Industrien und Fabriken in der Welt haben könne, solange die USA die Ventile kontrollierten, die das Erdöl für diese Fabriken fließen lassen. Dies ist einer der Gründe für die US-Besatzung des Irak: Sicherstellung der billigen Erdölversorgung und Ausübung von Herrschaft – insbesondere über Japan, China und Indien. Wenn diese Staaten aufhören würden, ihre überschüssigen Dollars zur Finanzierung der amerikanischen Schulden zu geben, würden ihre Erdöllieferungen versiegen und ihre Industrien beginnen zu verrotten.

Islamische Zeitung: Was ist die Rolle lokaler Regierungen in dieser Verteilung von Reichtum und Macht?

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Wenn wir die OPEC-Staaten betrachten, so standen sie beinahe alle unter ausländischer Herrschaft während der Ära des britischen Weltreiches vor dem Zweiten Weltkrieg. Als die globalen Finanzinstitutionen auf die USA als Führungsmacht umsattelten, verlor Großbritannien daher alle Voraussetzungen für eine imperiale Macht. Die Ära der Pax Americana basierte auf den ausgeklügelten Nachkriegsinstitutionen der Finanzwelt – Internationaler Währungsfond und Weltbank – und den politischen Einrichtungen der Vereinten Nationen. Dies war eine neue Form des Imperialismus, in welchem den Nationen eine scheinbare Unabhängigkeit zugestanden wurde. Stellvertreter für Herrschaft wurden eingesetzt, die in diesem Modell erzogen, ausgebildet und von diesem unterhalten wurden, um diese neuen unabhängigen Staaten zu regieren. In jedem dieser Staaten wurde eine einprozentige Oberschicht installiert, deren Loyalitäten nicht nationaler Natur waren und welche die Werte und Interessen der imperialen Mächte und multinationalen Konzerne teilten und sie über die ihrer eigenen Bevölkerungen stellten. Und so haben die meisten erdölerzeugenden Länder, mit Ausnahme einiger Kleinstaaten, eine hohe Armutsrate, Arbeitslosigkeit und einen geringen Lebensstandard. Überschüssige Erdöleinnahmen werden an wenige verschleudert und der Großteil der Petrodollars wird im Westen recycelt, wo damit altmodische Waffen gekauft werden. Ein anderer Teil dient dem Ankauf von US-Schatzbriefen, und hilft so der US-amerikanischen Wirtschaft. Selbst die USA, die bisherige Bastion des Kapitalismus, leidet schwer an der ungleichwertigen Verteilung von Reichtum, in der ein ­Prozent der Bevölkerung mehr besitzt als 80 Prozent aller Amerikaner. Offiziell werden 40 Millionen US-Bürger als arm eingestuft – im reichsten Land der Welt. Warum sollten die Peripherie und Satellitenstaaten anders sein?

Islamische Zeitung: Sie betonten ein Schlüsselelement, welches bisher in der Debatte weitestgehend ignoriert wurde: die Trennung der natürlichen Reichtümer von den Bevölkerungen durch die Schaffung von künstlichen Nationen ohne historische Vorbilder…

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Bis zum Ende des 1. Weltkriegs waren alle muslimischen Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas unter einer Autorität vereint: dem muslimischen Osmanischen Reich. Das größere Syrien bestand aus den heutigen Staaten Syrien, Libanon, Jordanien und Palästina (und Israel). Es gab keinen Irak, sondern Mesopotamien, und Kuwait war Teil der Provinz ­Basra etc. Durch Geheimverträge teilten Großbritannien und Frankreich diese Gebiete nach der osmanischen Niederlage im 1. Weltkrieg unter sich auf. Diese Trennung fand auf geologischer (Öl) und ­geopolitischer Grundlage statt. Der ­Wes­ten erschuf Staaten, die niemals als ­unabhängige ­Einheiten existiert hatten, mit geringer Bevölkerung, aber mit heute hohen ­Petrodollarüberschüssen, die durch die internationalen Finanzinstitutionen in die westlichen Volkswirtschaften umgeleitet wurden. Und wir haben auf der anderen Seite dicht besiedelte arabische Staaten mit nur mageren Bodenschätzen. Die Ministaaten verlassen sich für den Schutz auf den Westen, da sie über keine eigene Macht verfügen. Die großen Staaten, ohne Ressourcen, tragen eine per­manente finanzielle Schuldenlast und übergeben so nicht nur ihre Volkswirtschaften, sondern die gesamten Länder – durch Kredite, IWF-Bedingungen und Vertragspakete.

Islamische Zeitung: Im Kapitel „Black Gold and the Dollar“ (Schwarzes Gold und der Dollar) sprechen sie über einen anderen vernachlässigten Punkt: das Wesen von Währungen in unserer Zeit im Verhältnis zu wirklichem Reichtum, namentlich Gold…

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Der Vertrag von Bretton Woods, der nach dem 2. Weltkrieg beschlossen wurde, war Teil eines Pakets zur Umgestaltung der weltweiten Finanzstruktur. Ein festes Austauschsystem wurde geschaffen, in dem alle Währungen eine feste Tauschrate gegen den Dollar hatten und der Wert des Dollars als 35 Dollar gegen eine Unze Gold bestimmt wurde. So wurde der Dollar zur weltweiten Reservewährung – so gut wie Gold! Da die Vereinigten Staaten mehr Geld druckten, als es die Goldvorräte erlaubten, kündigten sie 1971 einseitig den Vertrag von Bretton Woods. Daraus ergab sich ein System, das den Weg für eine Verstärkung des Finanzkapitalismus eröffnete und das die produktive Real­ökonomie immer mehr überlagerte. ­Indem die Welt gezwungen wurde, ­Erdöl ausschließlich gegen Dollar zu kaufen (mit Hilfe von Regierungen in der OPEC), schuf dies eine Nachfrage nach Dollars. Und so begannen die USA mit dem Druck von hohen Geldmengen ohne Golddeckung, wobei sie nur das Papier und die Druckkosten bezahlen muss­ten. Eine 100-Dollarschein, der die Notenbank weniger als fünf Cent kostete, ist im Rest der Welt ein wirklicher 100-Dollarschein. Bei 87 Millionen Fässern täglichem Erdölverbrauch und einem Preis von 100 Dollar kann die US-Notenbank täglich 8.700.000.000 Dol­lars ohne Golddeckung oder Zahlungsgarantie drucken. Die Nachfrage nach diesem Papiergeld wurde den Nationen aufgezwungen, indem der Dollar zur verpflichtenden Währung für ihre Geschäftsabwicklungen auf dem Ölmarkt gemacht wurde.

Islamische Zeitung: Heute ist das globale wirtschaftliche und finan­zielle System offensichtlich in einem kons­tanten Krisenzustand. Was bedeutet es, dass große staatliche Fonds aus dem Nahen Osten zur Rettung westlicher multinationaler Finanzfirmen kamen?

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Wir müssen die so genannte „Globalisierung“ verstehen, um diese Frage beantworten zu können. Wie eingangs erwähnt, basiert Kapitalismus auf Wachstum von lokalen Ebene bis heute zur globalen – nicht selten durch inneren Terror und auswärtige Kriege. Amerikas wirtschaftliche Vorherrschaft, die für 50 Prozent der industriellen Produktion nach dem 2. Weltkrieg verantwortlich war, ist abgebröckelt. Das Überleben der USA hängt heute vom Zufluss von drei Mil­liarden US-Dollar täglich an Fremdwährungen ab, um ihre Schulden und Kriege zu finanzieren. Das Haushaltsdefizit von 2005 näherte sich einem Rekord von 800 Milliarden US-Dollar. Um diesen Mangel an wirtschaftlicher Macht auszugleichen, muss sich das amerikanische Imperium in zunehmendem Maße seiner militärischen Muskeln bedienen. Nach Ansicht von Thomas P.M. Barnet, einem führenden Strategieexperten und Professor an der US-Marine­hochschule „sollten die USA erwarten, dass sie den Hauptanteil der Sicherheitsmaßnahmen übernehmen müssen, um den Fortschritt der Globalisierung gewährleisten, von der sie ungleich mehr profitieren … Wie unser anhaltend großes Handelsdefizit deutlich macht, leben wir über unsere wirtschaftlichen Verhältnisse. Im Wesentlichen verlassen wir uns auf den Rest der Welt, unsere Staatsschulden zu finanzieren… Es gibt nicht viel, über das wir uns beklagen könnten. Eigentlich tauschen wir Papierstücke gegen werthaltige Güter.“2 Damit Globalisierung funktionieren kann, muss die Welt mit universellen Werten agieren. Das Problem ist, dass diese Werte sich aus dem Evangelium der Wallstreet ableiten, nicht aus dem Evangelium Gottes. In Barnets neuem Buch (2004) mit dem Titel „The Pentagon’s New Map“ schrieb er: „Die Arbeitsgruppe, die Schwergewichte von der Wallstreet, führende nationale Sicherheitsvertreter und führende Vertreter von Thinktanks zusammenbrachte … unser gemeinsames Unternehmen wurde das ‘Projekt der Neuen Regeln’ genannt.“ Muslime sind durch den Islam angehalten, die Evangelien des Judentums und Christentums anzuerkennen, aber nicht die der Wallstreet. Amerika führt seine Kreuz­züge nicht, damit Muslime das Chris­tentum annehmen, sondern um sie zu den „Neuen Regeln“ zu zwingen, sodass sie ihr Öl gegen Papier verkaufen und so weiterhin die US-amerikanischen Staatsschulden finanzieren.

Islamische Zeitung: Es häufen sich die Stimmen von einem wachsenden wirtschaftlichen und finanziellen Einfluss der ölreichen Volkswirtschaften am Golf. Hat dieser angenommene Trend eine tatsächliche Folge, wenn er sich im gleichen globalen Rahmen bewegt?

Dr. Abdulhay Y. Zalloum: Wie die Frage andeutet, bewegen sich die Erd­ölproduzenten im Nahen Osten alle innerhalb der finanziellen und wirtschaftlichen – und wenn ich hinzufügen darf, politischen – Kräfte der imperialen Weltordnung. Ihre Herrscher und Eliten haben keine Möglichkeiten, anders zu handeln, da ihre Interessen mit jener Ordnung und nicht mit ihren Bevölkerungen verbunden sind. Diese Ordnung springt, wie sie es erwähnt haben, von einer Krise zur nächs­ten. Ein Boom der Illusionen wird gefolgt von einer tiefen und langen Rezession und dann einer Depression. Wie einer der führenden Historiker, Eric Hobsbawn, im „Harvard Crismon“ (20.10.2005) zitiert wurde: „Das Amerikanische Imperium verursacht tatsächlich Unordnung, Barbarei und Chaos, anstatt Frieden und Ordnung zu befördern.“ Hobsbawn fügte hinzu: „… dieses Imperium wird mit Sicherheit fallen … Werden die USA die Lek­tionen des britischen Imperiums lernen, oder werden sie versuchen, ihre abbröckelnde globale Position aufrechtzuerhalten, indem sie sich auf ihre schwächelnde politische und militärische Macht verlassen? Diese reicht nicht aus für den gegenwärtigen Zweck, von dem die aktuelle amerikanische Regierung behauptet, sie sei dafür geschaffen.“

Islamische Zeitung: Dr. Zalloum, vielen Dank für das Interview!
1 Oil Crusades: America Through Arab Eyes, bei Plutobooks (2007), ISBN 0745325599, zu ­bestellen bei amazon.de
2 Artikel von Mai 2003

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