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Iran plant Konstruktion einer neuen Atomanlage

Teheran verstößt seit einem Jahr schrittweise gegen Auflagen

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Foto: shutterstock.com

Teheran (dpa). Die iranische Atomorganisation (AEOI) plant den Bau einer neuen Anlage für die Herstellung von schnelleren Zentrifugen. „Nach der Sabotage in einem unserer Lager planen wir nun die Konstruktion einer moderneren und größeren Anlage für die Herstellung von schnelleren und fortgeschrittenen Zentrifugen“, sagte AEOI-Chef Ali-Akbar Salehi am 8. September. Die neue Anlage werde in der Nähe der Atomanlage Natans in Zentraliran gebaut, sagte Salehi laut der Nachrichtenagentur Isna. Mit Zentrifugen kann Uran angereichert werden.

Im Juli gab es eine Explosion in einem Industrieschuppen in Natans. Die AEOI hatte zunächst von begrenzten Auswirkungen gesprochen, räumte dann aber ein, dass die Explosion doch „beachtliche Schäden“ angerichtet habe. Die AEOI spricht von Sabotage, Details wollte sie aber nicht bekanntgeben. „Das ist Sache des nationalen Sicherheitsrats“, sagte Salehi.

Der Iran hat seit vergangenem Jahr schrittweise gegen die Auflagen des Wiener Atomabkommen von 2015 verstoßen. Im Januar wurde bekanntgegeben, dass das Land künftig auch keine Beschränkungen für die Anzahl und Modelle seiner Zentrifugen mehr beachten und so viel angereichertes Uran wie nötig lagern werde.

Die USA hatten das Wiener Atomabkommen im Mai 2018 einseitig aufgekündigt und danach wieder scharfe Sanktionen gegen Teheran verhängt. Vor allem die Sanktionen gegen den Erdgas- und Ölsektor lösten eine schwere Wirtschaftskrise in der Islamischen Republik aus. Trotz der Sanktionen hatte sich das Land aber ein Jahr lang weiter an das Atomabkommen gehalten. Die europäischen Vertragspartner – Deutschland, Frankreich und Großbritannien – hatten derweil weitgehend vergeblich versucht, den im Abkommen versprochenen Handel trotz der US-Sanktionen aufrecht zu erhalten.

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