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Islamabad: Umweltfreundliche Nutzung von Müll in der Stromerzeugung. Von Amna Nasir Jamal, Lahore

Energie aus Abfall

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(IZ). Pakistan leidet wegen seines steigenden Energiemangels unter umfangreichen Stromausfällen. Dies beeinträchtigt viele Einrichtungen des alltäglichen Lebens. Insgesamt forderte dies einen sozialen und wirtschaftlichen Preis, wenn der Fluss produktiver Ressourcen gedrosselt wird.

Das Land verfügt über eine Gesamtkapazität von 19.450 Megawatt in der Stromerzeugung. Diese speist sich aus drei Quellen: Wasserkraft (33 Prozent), Verbrennungskraftwerke (65 Prozent) und Atomenergie (2 Prozent). Nach Angaben von Arif Alauddin, Vorsitzendem der Entwicklungskommission für Alternative Energien (AEDB), würden weltweit Projekte für erneuerbare Energien umgesetzt, um die Abhängigkeit von konventionellen Energiequellen zu reduzieren. Diese sei die Ursache für den Ausstoß von Abgasen und gefährdeten die Umwelt. „Die internationalen Organisationen und Einrichtungen, darunter auch finanzielle Institutionen, ermutigen solche Projekte, die erneuerbare Energietechnologien zur Stromerzeugung benutzen.“

In Pakistan hat die Nichtregierungsorganisation Green Circle Organisation (GCO) mehrschichtige lokale Managementprogramme entwickelt und um­gesetzt. Diese betreffen die Landwirtschaft und die Energieerzeugung, um eine angemessene umweltfreundliche Alternative zu finden, mit deren Hilfe billiger Strom im privaten Sektor erzeugt werden soll. Das Motto ist „Energie aus Abfall“.

Der gewaltige Anstieg in Menge und Vielfalt der Abfälle und ihrer potenziell schädlichen Effekte auf Umwelt und öffentliche Gesundheit hat ein gesteigertes Bewusstsein erzeugt. Es wird geschätzt, dass in den zehn größten Städten Pakistans 50.000 Tonnen Abfall anfallen, die genutzt werden könnten, um 6.000 Megawatt Strom zu erzeugen. Alleine in Faisalabad produzieren 714.000 Haushalte 714 Tonnen Müll, die bei der Erzeugung von 86 Megawatt Strom dienen könnten.

Moinuddin Sarkar von der US-Firma Natural State Research Inc. schrieb in einem Bericht, dass „Abgase aus der Verbrennung traditioneller, fossiler Brennstoffe zu vielen ökologischen und gesundheitlichen Problemen beitragen, die Luftqualität vermindert und Treibhausgase erzeugt, die zur Klimaerwärmung beitragen“. Alternative Energiequellen, die aus heimischen Ressourcen wie Wind, Sonnenenergie, Sonnenwärme und Biomasse stammten, seien eine Lösung für dieses Problem.

Pakistan möchte die türkischen Kenntnisse im Management fester Abfälle (SWM) nutzen. Mian Shahbaz Sharif, Chefminister des Punjabs, der wichtigsten Provinz des Landes, sagte: „Die Menschen sehen sich Gefährdungen der Gesundheit und anderen Problemen ­gegenüber. Dies liegt an den schlechten Hygienebedingungen in den Städten. Daher ist die Müllbeseitigung aus den Städten die oberste Priorität der [Pro­vinz-]Regierung.“

Sharif lobte Anfang Mai die Fähigkeiten der Türkei bei der Umwandlung eines ökologischen Alptraums zu einer Energiequelle. Verhandlungen seien mit verschiedenen ausländischen Firmen im Gange, um eine bessere Umwelt für die Menschen zu schaffen. Dazu zähle auch die Stromerzeugung aus festen Abfällen. Das Unternehmen Rachna Industrial Park (RIP) wird seine eigene Müllverbrennungsanlage zur Erzeugung von 25 Megawatt bauen, um Müllentstehung zu minimieren und Abfälle für die Stromerzeugung zu verwenden, sagte Mohsin Syed, RIP-Regionaldirektor. Syed fügte hinzu, dass die Verbrennung städtischer Abfälle als Brennstoff in Müllverbrennungsanlagen zur Stromerzeugung mit modernen Mitteln zur Abgasreinigung eine saubere Energie sei. „Die Technologie für die Erzeugung von Strom aus Abfällen kann eine entscheidende Rolle bei der Lösung von Problemen wie mangelnder Stromversorgung sein.“ Unglücklicherweise habe diese Energiequelle in der Vergangenheit keine Anwendung in Pakistan gefunden.

In Pakistan hat die AEDB den Bau von Projekten zur Stromerzeugung aus Biomasse in Höhe von 35 Megawatt unterstützt. Bereits jetzt besteht eine Einrichtung über 27 Megawatt und die AEDB unterzeichnete einen Vertrag mit dem kommunalen Stromversorger im nordwestpakistanischen Peschawar über die Einspeisung von 15 Megawatt in das örtliche Elektrizitätsnetz. Darüber hinaus unterstützt die AEDB ein Biogas­projekt im Viehzuchtbezirk von Landhi, das nach seiner Fertigstellung eines der größten seiner Art weltweit sein soll. Hier sollen bis zu 50 Megawatt Elektrizität erzeugt werden. „Die Testphase mit 250 Kilowatt wurde erfolgreich eingeleitet und soll dank der Beratung durch neuseeländische Fachleute die Abfälle von 400.000 Stück Vieh zur Stromerzeugung verwenden.“

Müllverbrennungsanlagen jedoch, so Alauddin, hätten in dicht besiedelten Gebieten mehr Zugang zu Brennstoff. „Das Projekt der Energieerzeugung aus Müll erzeugt keine Abwässer, Schadstoffe oder Rückstände. Daher ist es den konventionellen Energieressourcen vorzuziehen“, sagt er. „Dies sind die umweltfreundlichsten Technologien, die durch die Reduzierung von Emissionen mithelfen, eine gesunde Umwelt zu entwickeln.

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