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Islamische Lebenspraxis: Der beste Wochentag. Von Schaikh Habib Bewley

Die Sunnan des Freitagsgebets

(iz) Der Freitag ist ein Tag, den der Prophet als besten aller Wochentage bezeichnete. Abu Lubaba überlieferte, wie der Prophet sagte: „Der Tag des Dschumu’as ist der Meister der Tage und der größte von ihnen im Angesicht Allahs, denn bei Ihm ist er größer als der Tag des ‘Id Al-Fitr und der Tag des ‘Id Al-Adha.“ Dschumu’a selbst wurde in einem Hadith, das von Ibn ‘Abbas überliefert wurde, als ein ‘Id (Feiertag) bezeichnet, an dem Glückseligkeit auf die Muminun herabgesandt wird. Es gibt viele Geheimnisse und Belohnungen, die Allah für Seine Diener an ihm bestimmt hat. Damit diese sich uns alle erschließen, müssen aber bestimmte angemessene Verhaltensweisen beachtet werden.

Zuerst sollte man, bevor man sich auf den Weg in die Moschee macht, die Ganzkörperwaschung (arab. Ghusl) gemacht haben. Diese wurde als Sunna betont und sie sollte unmittelbar bevor man das Haus verlässt gemacht werden. Ghusl ist einfach, aber bringt eine enorme Belohnung mit sich.

Zweitens sollte man seine Zähne reinigen, die Nägel schneiden, den Schnurrbart trimmen, die Schamhaare rasieren und die Haare unter den Achselhöhlen entfernen. Abu Huraira übermittelte vom Propheten: „Es gibt fünf Dinge der Fitra: Trimmen des Schnurrbartes, das Schneiden der Nägel, die Rasur der Schamhaare, die Entfernung der Haare von den Achselhöhlen und der Gebrauch des Siwaks [arab. Holz zur Reinigung der Zähne].“ Drittens sollte man die besten Kleider anlegen und viertens das beste Parfüm.

Alle diese Höflichkeiten sind Teil der Vorbereitung für den Moscheebesuch und für die Begegnung mit unserem Herrn. Und sie sind Gewohnheiten (arab. Sunnan) des Propheten. Die fünfte, empfohlene Praxis ist das frühzeitige Eintreffen in der Moschee. Je früher man kommt, desto größer die Belohnung. Sechstens ist es empfehlenswert, die Moschee zu Fuß aufzusuchen. Dies ist offensichtlich nur dann sinnig, wenn die Moschee in Fußweite liegt.

Aus ibn Aus Ath-Thaqafi überlieferte, wie der Gesandte Allahs sagte: „Wer am Tag des Dschumu’a Ghusl macht, und früh in die Moschee geht, zu Fuß und nicht reitend, in der Nähe des Imams sitzt und zuhört, ohne sich an wertlosem Gerede zu beteiligen, dem wird die Belohnung für ein Jahr lang Fasten und Beten gegeben – für jeden Schritt, den er nimmt.“

Sobald man die Moschee betritt, sollte man sich nach vorne setzen, ohne andere zu stören. Es ist tadelnswert, dabei über die Köpfe der Gläubigen zu steigen und verboten, sobald das Freitagsgebet begonnen hat.

Die Zeit, die man in der Moschee sitzend verbringt, bevor der Imam erscheint, ist besonders. Allah hat Engel an die Türen der Moschee beordert, welche die Handlungen aller Anwesenden aufzeichnen, bis der Imam erscheint. Also sollte man diese Zeit nutzen, um sich seinem Herrn zu nähern, indem man Qur’an liest, sich an Ihn erinnert oder über Seine Zeichen nachdenkt.

Sobald der Imam erscheint, muss alles Sprechen eingestellt werden. Man sollte auch keine Grüße erwidern, auch nicht mit einer Geste. Beginnt der Imam mit seiner Ansprache (arab. Khutba), wendet man sich ihm zu, schenkt ihm die volle Aufmerksamkeit und hört aufmerksam zu. Dies ist nicht nur eine Höflichkeit, sondern eine Verpflichtung für jeden anwesenden, erwachsenen Muslim.

Kommt man spät und befindet sich der Imam bereits auf dem Mimbar, setzt man sich und verrichtet keine weiteren freiwilligen Gebete. Denn wie könnte man gleichzeitig zuhören und sich auf das eigene Gebet konzentrieren? Wissen jene, die dies tun, denn nicht, dass die Khutba die zwei Rak’ats des Dhuhr-Gebets (das übliche Mittagsgebet) ersetzt? Das Verpflichtende hat immer Vorrang vor dem Freiwilligen. Dies betrifft auch das Freitagsgebet. Sobald die Khutba beginnt, müssen alle freiwilligen Handlungen der Anbetung enden. Dies ist die Position der Leute von Medina – der Umm Al-Madhahib.

Sobald das Dschumu’a beendet ist, sollte man nicht lange in der Moschee verweilen, sondern seine Grüße sagen und gehen. Allah Selbst wies uns im Qur’an mit Seinen Worten an: „Wenn das Gebet beendet ist, zieht auf der Erde umher.“

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