IZ News Ticker

Islamische Lebenspraxis: Von Malik Özkan

Den Gast ehren (1)

Werbung

(iz). Viele Menschen machen bei Reisen in der muslimischen Welt oft die Erfahrung einer urtümlichen Gastfreundschaft. Bevor die kommende Urlaubssaison beginnt, und viele auch in den Orient reisen, wollen wir einen Blick auf diese noble Eigenschaft werfen.

Gastfreundschaft ist immer noch stark unter Muslimen vertreten. Und es braucht wenig Ermutigung, da sie immer noch stark in ihren Charakter eingebrannt ist. Aber wir leben in schwierigen Zeiten, und Sorge um die Versorgung ist weit verbreitet. Es sollte festgehalten werden, dass die Versorgung ga­rantiert ist. Sie kommt zu uns. Von Abu Ad-Darda wurde die folgende Aussage des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, überliefert: „Die Versorgung sucht den Diener auf die gleiche Weise, wie der Tod ihn sucht.“ Und von Abu Sa’id Al-Khudri wurde das folgende Hadith berichtet: „Wenn ihr vor eurer Versorgung flieht, würde sie euch einholen; genauso, wie euch der Tod einholen wird.“ Denn Allah ist Ar-Razzaq Dhu’l-Quwwati’l-Matin, der Versorgende, der Besitzer der Stärke.

Was bedeutet die Ehrung der Gäste? Durch ihre Einladung in unsere Häuser ahmen wir die Sunna unseres edlen Propheten nach. Seine Gastfreundschaft kannte keine Grenzen – sein Haus war immer voller Gäste und er speiste immer viele Menschen. Oftmals gab er ihnen alles, sodass nichts für ihn oder seine Familie übrig blieb. Und die Prophetengefährten folgten seinem Vorbild.

Als der Prophet und die Muhadschirun (jene, die mit ihm Mekka verließen) in Medina ankamen, war die Gastfreundschaft der Ansar (die ursprünglichen Einwohner Medinas) so groß, dass sie ihnen die Hälfte ihres Besitzes anboten. Jene, die zwei Häuser besaßen, überließen ihren Gästen die Wahl unter diesen. Daher beschrieb Allah die Ansar im Qur’an: „Sie ziehen die anderen vor, selbst wenn sie selbst bedürftig sind.“ Zweitens ist Speisung und Ehrung von Gästen die Essenz der Großzügigkeit. Sie ist jene Charaktereigenschaft, mit der jeder Prophet und jeder Mann Allahs in der Geschichte beschrieben wurde. Ibn Hibban sagte: „Die Araber glaubten nicht, dass Großzügigkeit in etwas anderem besteht als im Dienst am Gast und seiner Bewirtung. Sie betrachteten niemanden als großzügig, solange er dies nicht tat.“ Wahre Großzügigkeit besteht darin, Gäste im Haus zu haben – nicht im Geben von Geld an eine humanitäre Organisation.

Auch gilt die Speisung eines Gastes – in Anbetracht ihres Ranges – als der Anstrengung auf dem Wege Allahs vergleichbar.

Des weiteren bedeutet die gesamte Anwesenheit von Gästen im Haus und ihre Bewirtung mit Essen, dass die Engel ihre Segenswünsche auf den Gastgeber herab senden. Der Prophet sagte: „Die Engel segnen euch mit ihren Gebeten, solange der Tisch vor euch beladen ist und ihr damit fortfährt, bis er abgeräumt ist.“

Euch gefällt der Artikel? Hier könnt ihr ihn teilen!

Facebook
Twitter
Instagram
Lade...

Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie "Akzeptieren" klicken.

Schließen