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Israelisches Militär greift Iran-treue Milizen im Irak an

Ziel ist die Verhinderung des Aufbaus von Militärinfrastruktur

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Foto: Israeli Police, Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 3.0

New York/Bagdad (dpa). Ein Bericht der „New York Times“ befeuert Gerüchte über israelische Luftangriffe auf Iran-treue Milizen im Irak. Die Zeitung meldete am Donnerstagabend (Ortszeit), das israelische Militär habe am 19. Juli ein Waffenlager nördlich von Bagdad angegriffen. Sie beruft sich dabei auf einen nicht näher genannten Geheimdienstoffiziellen aus der Region. Das Blatt zitiert zudem zwei ebenfalls nicht näher genannten amerikanische Offizielle, das israelische Militär habe mehrfach Waffenlager Iran-treuer Gruppen im Irak angegriffen.

Die Mitte Juli bombardierte Basis diente dem Bericht zufolge Irans Revolutionsgarden für Waffenlieferungen ins benachbarte Bürgerkriegsland Syrien. Der Angriff sei vom Irak aus erfolgt. Iraks Armee hatte damals von einem Drohnenangriff auf das Lager berichtet. Dort hätten sich auch iranische Militärberater aufgehalten, hieß es.

In den vergangenen Wochen war es in insgesamt vier irakischen Waffenlagern zu Explosionen gekommen, deren Ursache offiziell ungeklärt ist. Erst am Dienstag kamen bei einer Detonation etwa 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad mindestens zwei Menschen ums Leben. Ein führender Vertreter der Milizen warf den USA danach vor, israelische Drohnen in den Irak gebracht und eingesetzt zu haben.

Bei den Iran-treuen Milizen handelt es sich um paramilitärische Gruppen, die im Irak großen Einfluss besitzen. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte werden von Teheran unterstützt. Die Milizen fordern einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak, die dort die Armee im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützen. Wegen der Irankrise wachsen die Spannungen zwischen ihnen und Washington.

Das israelische Militär greift seit längerem Ziele seines Erzfeindes Iran in Syrien an. Die israelische Regierung will verhindern, dass das Land und seine Verbündeten dort ihre Militärinfrastruktur ausbauen. Der Irak dient Teheran dafür als wichtiges Transitland.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte die Angriffe im Irak zwar nicht direkt, deutete aber dortiges Vorgehen an. „Wir gewähren dem Iran nirgendwo Immunität“, sagte er in einem am Donnerstag verbreiteten Interview des israelischen Senders Kanal 9. „Wir sind an sehr vielen Orten aktiv.“ Die israelische Armee sei die einzige der Welt, die direkt gegen die iranische Armee kämpfe.

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