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Jugend: Jahresmeeting der MJD mit über 1000 Teilnehmern. Von Ayten Bulut/MJD

„Helden gesucht!“

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(PM) Das 16. Jahrestreffen der Muslimischen Jugend in Deutschland fand über Pfingsten vom 21. bis zum 24.Mai 2010 im Feriendorf Wegscheide in Bad Orb (Hessen) statt. Mit etwa 1.000 Teilnehmern und sonnigem Wetter wurde das sogenannte MJD-Meeting zu einem erfolgreichen Event: Mit dem Thema „Helden gesucht“ wurde den Teilnehmern ein vielseitiges Programm angeboten. Sarah Joseph, Herausgeberin und Chefredakteurin des muslimischen Lifestyle-Magazins „Emel“, das in mehr als 60 Ländern vertrieben wird, gab den Jugendlichen mit ihrem Vortrag „Heroes“ neue Impulse und Beispiele von herausragenden Persönlichkeiten aus der Geschichte, wie Mahatma Gandhi, Mutter Theresa oder Mohammed Ali. Auch Prof. Dr. Mohamed El-Gomati aus England begeisterte mit dem Thema „Muslim Heritage“, in dem er die Jugendlichen auf eine Reise in die Geschichte mitnahm und ihnen von den vielen Errungenschaften der Muslime in den Natur- und Geisteswissenschaften erzählte.

Für die jüngeren Teilnehmer wurde ein extra Programm vorbereitet und Themen wie „Heldinnen in der islamischen Geschichte“ oder „Bist du muslimisch oder Deutsch?“ behandelt. Bei der Podiumsdiskussion „Gerechtigkeit braucht Helden“ standen die Meinungen von Jugendlichen mit unterschiedlichen Hintergründen im Fokus. Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren die UN-Jugenddelegierte Clara Leiva Burger, Tuba Isik-Yigit vom Aktionsbündnis muslimischer Frauen, Ali Aslan Gümüsay vom Netzwerk junger engagierter Muslime und Yasmina Gandouz von der MJD dabei. In den zahlreichen Workshops hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich interaktiv mit dem Islam auseinander zu setzen. Einige davon waren: Heldenhaft Schule und Studium meistern, Islamische Vielfalt, Ein Blick in das Christentum, Auf dem Weg nach Kopenhagen vom Team Global, Sport spricht alle Sprachen etc.

Da das Wetter sehr sonnig war, erfuhren die Sportangebote wie Bogenschießen, Fitnessboxing für Mädchen oder Beachvolleyball große Resonanz. Auf dem Bunten Abend sorgte die englische Musikgruppe „Furrsan“ mit Trommelspiel und Rap mit islamischen Texten für gute Stimmung. Die Theatergruppe Uma Lamo aus Mainz bewies, dass sich muslimische Jugendliche kreativ betätigen können und den professionellen Schauspielern in (fast) nichts nachstehen und griffen in ihrem Theaterstück die gängigen Vorurteile über und von Muslimen auf ironische Art auf. Besonders erwähnenswert ist die Abschlussveranstaltung des MJD-macht-Schule-Projekts, bei dem die MJD ein Jahr lang Spenden für die Sanierung von zwei Schulen im Sudan sammelte. Das eigentliche Spendenziel von 26.000 € toppten die Jugendlichen, indem sie mit mehr als 55.000 € fast das Doppelte an Spenden gesammelt haben. Andreas Hieronymus vom European Network against Racism (ENAR), der einen Workshop auf dem Meeting anbot, konstatierte: „Die Offenheit und Solidarität untereinander gefällt mir hier sehr.“

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