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Karatschi: Hunger schlimmer als Corona

Afghanen in Pakistan beklagen Not

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Foto: Hash Foundation USA, via flickr | Lizenz: CC BY-SA 2.0

Islamabad/Istanbul (KNA). Im pakistanischen Karatschi leiden besonders Hunderttausende afghanische Flüchtlinge unter der Abriegelung der Metropole. „Das Coronavirus ist gefährlich, aber der Hunger ist schlimmer“, sagte Haji Abdullah, eine Führungspersönlichkeit der Flüchtlinge, laut einer vom pakistanischen Portal „Dawn“ veröffentlichten Reportage der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Ein Afghane wird mit den Worten zitiert: „Die Abriegelung verstärkt unsere Niedergeschlagenheit, besonders unter Jugendlichen. Sie haben keine Arbeit mehr, und die Lebensmittelvorräte werden knapp. Aber weder die Behörden noch die NGOs kümmern sich um uns.“

In der pakistanischen Provinz Sindh leben rund 500.000 afghanische Flüchtlinge, die Hälfte davon in dem Slum Afghan Basti am Rande Karatschis unter extrem unhygienischen Bedingungen. In ganz Pakistan gibt es rund 2,8 Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan.

Damit hat das mehrheitlich muslimische Land nach der Türkei mit den syrischen Flüchtlingen weltweit die größte Flüchtlingspopulation. Die meisten afghanischen Flüchtlinge halten sich in der nordöstlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa sowie in der südwestlichen Provinz Belutschistan auf, die beide an das von Krieg heimgesuchte Afghanistan grenzen.

Mit Stand Freitag waren in Pakistan 2.458 Covid-19-Fälle registriert. In Afghanistan sind offiziell 273 Fälle gemeldet.

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