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Kein Ramadan ohne Zakat Al-Fitr

Um den Ramadan erfolgreich zuende zu bringen, muss eine Abgabe geleistet werden

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(IZ). Der bekannte Prophetengefährte und Gelehrte Ibn ‘Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs es für jeden Muslim – frei oder abhängig, männlich oder weiblich, jung oder alt – zur Pflicht machte, die Zakat Al-Fitr zu geben. Pro abhängiger Person sowie Haushaltsmitgliedern handelt es sich dabei um ein Sa’ (medinensisches Volumenmaß). „Er befahl, sie zu bezahlen, bevor die Leute zum ‘Id-Gebet hinauszogen.“ Und Imam At-Tirmidhi überliefert, wie der Prophet Leute entsandte, die in jeder Straße Mekkas ausriefen, dass die Zakat Al-Fitr eine Pflicht für jeden Muslim ist.

Die Pflichtabgabe wird in den haltbaren Grundnahrungsmitteln des Landes gegeben, in dem man sich aufhält – wie Reis, Pasta oder Datteln. Bedingung ist, dass sie haltbar und lagerfähig sein müssen. Das ist die allgemein anerkannte Position bei der malikitischen und schafi’itischen Schule. Hanafiten erlauben den Gebrauch von Geld. Wenn die Zakat Al-Fitr gezahlt wird, muss die Qualität der ausgehändigten Lebensmittel mindestens so gut sein wie jene, die man alltäglich konsumiert. Passender ist, die bestmögliche Qualität zu nehmen.

Die Menge, die für jede Person gegeben werden muss, ist ein Sa‘ des Gesandten Allahs. Dabei handelt es sich um vier Madd, oder Handvoll, wie sie den Händen des Propheten entsprechen. Es wurde berechnet, dass es sich dabei um ca. zwei Kilogramm Reis oder Getreide handelt. Demnach bezahlt eine dreiköpfige Familie sechs Kilo haltbarer Lebensmittel usw.

In Deutschland hat es sich infolge neuer Rechtsmeinungen eingebürgert, dass Muslime stattdessen Banknoten in die Spendendosen von Moscheegemeinden werfen oder Geld an Hilfsorganisationen überweisen. Von Zeit zu Zeit sieht man auch in manchen Moscheen Mitglieder Geld, vor Beginn des Feiertagsgebets, einsammeln. Bei dieser Lösung bleiben Fragen. In Anbetracht der unzähligen Flüchtlinge in Deutschland, sowie der Suppenküchen und sogenannten Tafeln erübrigt sich das modernistische Argument, diese Lösung sei praktischer.

Die beste Zeit für die Zakat Al-Fitr liegt zwischen Beginn der Morgendämmerung am Feiertag und dessen Gebet selbst. Es ist allerdings erlaubt, sie ein oder zwei Tage zuvor zu zahlen. Letzteres erlaubt eine Verteilung der Lebensmittel vor dem Gebet. Wer den Zeitpunkt verpasst, hat den Zeitrahmen für die Zakat Al-Fitr überschritten. Ihre Fälligkeit bleibt bestehen. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Wenn ihr sie vor dem Gebet bezahlt, wird sie angenommen. Zahlt ihr aber nach dem Gebet, ist sie wie jede andere Spende.“

Sie erfüllt zwei Funktionen. Erstens reinigt sie den Besitz, denn der Gesandte Allahs sage: „Soweit es die Reichen unter euch betrifft, so wird Allah sie reinigen. Und für die Armen unter euch wird Allah mehr geben, als sie gegeben haben.“ Zweitens ermöglicht sie für die Armen und Mittellosen, an der Freude des ‘Id teilzuhaben, ohne gezwungen zu sein, zu fragen. So sagte der Prophet: „Erspart ihnen an diesem Tag die Notwendigkeit, [bettelnd] herumzugehen.“

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