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Steigende Kinderarmut wird bei den Tafeln sichtbar

„Tafel macht Kultur“ fördert bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche

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Foto: Dagmar Schwelle | tafel.de

Berlin. Anlässlich des Kindertages am 1. Juni 2019 macht die Tafel Deutschland auf die steigende Kinderarmut in Deutschland aufmerksam. Denn diese Entwicklung zeigt sich auch bei den über 940 Tafeln: Etwa ein Drittel der 1,5 Mio. Tafel-Kundinnen und -Kunden sind Kinder und Jugendliche. Mit dem Programm „Tafel macht Kultur“ richten sich Tafeln mit außerschulischen Angeboten der kulturellen Bildung an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren.

Seit Januar 2018 ist die Tafel Deutschland in Kooperation mit der Tafel-Akademie Programmpartner im bundesweiten Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Bis 2022 werden bundesweit „Lokale Bündnisse für Bildung“ durch und mit Tafeln initiiert.

„Die steigende Kinderarmut in Deutschland ist eine Gefahr – denn Armut bedeutet für die Betroffenen nicht selten, mit schlechteren Bildungs- und Aufstiegschancen leben zu müssen“, sagt Evelin Schulz, Geschäftsführerin der Tafel Deutschland und der Tafel-Akademie. „Unter dem Motto ‚Kultur als Lebensmittel‘ hilft das Programm nicht nur im Hier und Jetzt, sondern bietet Kindern und Jugendlichen auch einen Blick über den Tellerrand: Es aktiviert die Kreativität, schafft neue Zukunftsperspektiven und macht Mut für einen selbstbestimmten Lebensweg“, so Evelin Schulz weiter.

Im Jahr 2018 wurden 36 „Bündnisse für Bildung“ geschlossen. Umgesetzt wurden bereits 20 Projekte. 2019 gingen weitere 25 Bündnisse an den Start. Die kulturelle Bandbreite der geförderten Projekte ist groß: Von Theater, Tanz und Schreiben geht es über Musizieren, Bewegung, Töpfern und Zeichnen bis hin zu Expeditionen in der Natur.

Koordiniert wird das Programm „Tafel macht Kultur“ von der Tafel-Akademie. Bis zum 1. Oktober 2019 nimmt das eigens dafür eingerichtete Projektbüro von „Tafel macht Kultur“ Anträge für Projektumsetzungen im Jahr 2020 an. Antragsteller können Tafeln oder andere zivilgesellschaftliche Akteure sein. Innerhalb des Bündnisses ist die Einbindung einer Tafel obligatorisch.

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