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Kretschmann benennt Modell für islamischen Religionsunterricht

Baden-Württembergs Ministerpräsident denkt an einen Sunnitischen Schulrat

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Foto: Abschlussfeier zum ersten Zertifikatskurs Islamkunde in Hamm, Falkschule (2011).

Ulm (KNA). Baden-Württemberg will die Struktur für den islamischen Religionsunterricht ändern. Wie die Ulmer „Südwest Presse“ am 18. Juli unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, soll es künftig nach einem Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) einen Sunnitischen Schulrat als Stiftung des öffentlichen Rechts geben.

Dem Bericht zufolge müsste das Land dafür mit den islamischen Verbänden einen Grundlagenvertrag abschließen. Demnach sollen Verbandsvertreter neben anderen Experten im Vorstand des neuen Gremiums sitzen. Angestrebt sei, zum Schuljahr 2019/2020 das bisherige Modellprojekt in einen regulären Unterricht zu überführen.

Ein Problem des islamischen Religionsunterrichts ist, dass Muslime aus ihrem Selbstverständnis heraus in aller Regel keinen Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts anstreben. Das deutsche Schulsystem ist aber nach dem Grundgesetz auf solche rechtlichen Formen angewiesen, weil der Staat nicht darüber entscheiden kann, welche Inhalte in einem solchen Religionsunterricht vermittelt werden.

Zudem trifft der Staat bei den muslimischen Verbänden häufig auf sehr widersprüchliche Ansichten. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wird in der „Südwest Presse“ mit der Einschätzung zitiert, das Stiftungsmodell böte sich als Weiterentwicklung an.

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