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Kultur spielt im Golfemirat Sharjah eine wichtige Rolle. Von Claudia Rügner, Bad Soden

Neues Museum für Emirate

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(iz). Sharjah eröffnet das erste islamische Museum der Vereinigten Arabischen Emirate mit wertvollen Exponaten aus Berlin Sharjah drittgößtes Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate setzt gezielt auf Kulturtourismus. Jetzt ist das sogenannte Emirat der Künste um ein außergewöhnliches Museum reicher. Nach mehreren Jahren Bauzeit hat das erste Islamische Museum der Vereinigten Arabischen Emirate seine Pforten für Besucher aus aller Welt geöffnet. Den Besucher erwarten auf über 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 5.000 geschichtsträchtige Exponate und einmalige wertvolle islamische Kunstobjekte. Einer der Höhepunkte ist die Sonderausstellung mit 46 Exponaten aus dem Museum für Islamische Kunst in Berlin. Die Ausstellungstücke stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Historische Blätter mit kalligrafischen Kunstwerken und Miniaturmalereien sowie hochwertige Gebetsteppiche, Metallarbeiten und Keramiken bilden den Schwerpunkt der Sonderausstellung. Einige der Leihstücke haben das Berliner Museum bisher noch nie verlassen.

Das Islamische Museum von Sharjah ist ein Universalmuseum, das zugleich die Bereiche Glauben, Wissenschaft und Künste des Islams vorstellt. Im Erdgeschoss führt die Abu Bakr Galerie in den islamischen Glauben mit seinen Prinzipien ein. Besucher entdecken unter anderem kostbare Qur’an-Ausgaben und religiöse Manuskripte, historische Fotografien von der Pilgerreise nach Mekka Al-Mukarrama und der Ka’ba. Ein ­zentrales Kunstwerk in dieser Galerie ist ein sechs Meter langer, bestickter Samtvorhang, der die Tür der Ka’ba bedeckte.

Der Abu Bakr Galerie gegenüber liegt die Ibn Al-Haitham Galerie für islamische Wissenschaft und Technologie. Hier werden die Errungenschaften arabisch-islamischer Forscher, Ärzte und Wissenschaftler aufgezeigt. Eine weitere Ausstellung im Atrium widmet sich der ­islamischen Numismatik, die ebenfalls zum festen Bestandteil der islamischen Kultur gehört und als eindrucksvolles Symbol von der Handelsmacht islamischer Mächte zeugt. Im ersten Stock befinden sich vier Galerien, die sich ganz der Islamischen Kunst widmen. Hunderte von islamischen Keramiken, Metallarbeiten, Glas, Textilien und Kleinkunst leiten den Besucher von den ersten Jahr­hunderten der islamischen Zivilisation bis in die Neuzeit. Ein weiterer Höhepunkt ist die große Waffensammlung. Sie zeigt anschaulich, welche Einflüsse der Islam bei verschiedenen Kulturen hinterlassen hat. Das Islamische Museum liegt im Herzen Sharjahs, direkt an der Majarrah Corniche und war vormals ein traditioneller Suq (Markt).

Sharjah (Schardscha) besteht aus fünf Teilterritorien: Das bei weitem größte mit Sharjah-Stadt am Arabischen Golf und vier weitere an der Ostküste, dem Golf von Oman. Mit seiner knapp 2.600 Quadratkilometer großen Fläche, ist Sharjah ein Land der faszinierenden Kontraste. In der gleichnamigen modernen und hoch technisierten Hauptstadt leben die meisten der 600.000 Einwohner des wirtschaftlich drittstärksten Arabischen Emirates. In die Stadtmetropole schmiegt sich die restaurierte Altstadt mit arabisch-traditionellen Bauten aus „Tausend-und-Einer-Nacht“. Altertümliche Märkte neben urbanen Einkaufszentren und antike Paläste neben mondänen Wolkenkratzern erinnern an den Glanz vergangener Zeiten.

Weitere Informationen im Internet unter:
claudia@hwbapr.de, www.sharjahmuseums.ae, www.islamicmuseum.ae

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