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Mädchen und junge Frauen müssen gefördert werden

Die Karlsruherin Nesibe Dogan berichtet von ihren Eindrücken vom International Young Muslim Women Forum 2018 in Jakarta

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Foto: Autorin

(iz). Unter dem Motto „Kreative Wege für eine bessere Welt“ fand vom 23. bis 28. Oktober das erstmalige International Young Muslim Women Forum 2018 statt. Die junge Generation des Fatayat NU in Indonesien, eine Organisation junger muslimischer Frauen, veranstaltete in Jakarta ein Event, das muslimische aktive Frauen zwischen 25 und 45 Jahren aus aller Welt vereinigte.

Die Organisation wurde 1950 gegründet und ist eine Einrichtung von Nahdlatul Ulama, einer traditionellen islamischen Organisation Indonesiens. Sie ist mit über 50 Millionen Mitgliedern der größte unabhängige muslimische Verband der Welt. Entstanden ist sie in den 1920er Jahren als Reaktion auf den Aufstieg des Radikalismus im Nahen Osten und die „Modernisierung“ des Islams. Die islamischen Prinzipien wie Gerechtigkeit, Vielfalt und Toleranz spiegelt sich im Einsatz des NU in Bildung, kulturelles Engagement und sozioökonomischer Entwicklung wieder.

Das Tagungsprogramm bot eine Vielfalt interessanter Vorträge aus Gesundheit, Bildung und Erziehung, Digitalisierung, Mode, Sport und Wirtschaft. Nicht nur dies. Eine Modenschau traditioneller Mode, sowie einer Exkursion in ein islamisches Internat und die Besichtigung des berühmten Taman Mini Indonesia ließen uns in die indonesische Welt eintauchen.  Eröffnet wurde der Event mit einem Dinner, einem Zusammentreffen von jungen motivierten, starken und muslimischen „Peacemakern“ aus unterschiedlichen Kontinenten, die alle dasselbe Ziel verfolgen: Streben nach einer besseren Welt.

Präsentiert wurden auch Themen wie Förderung von Geschlechtergerechtigkeit in muslimischen Communities, Konfliktmanagement, Herausforderungen der muslimischen Frau in Führungspositionen, Frauen und mentale Gesundheit, Einfluss der sozialen Medien und vieles mehr.  Die Vortragenden waren junge Frauen, die sich genau in diesen Bereichen sei es ehrenamtlich oder hauptberuflich mit Herz und Seele einsetzen.

Die Teilnehmerinnen trafen aus 17 verschiedenen Ländern, unter anderem aus Malaysia, den Philippinen, Bangladesh, den USA, der Türkei, Afghanistan, Australien, Taiwan und Deutschland aufeinander. So war der Höhepunkt des Forums „The Jakartas Declaration of the International Young Muslim Women Change Makers 2018“, die alle Beteiligten unterzeichnen durften. In dieser Deklaration werden sieben Punkte aufgeführt, die gemeinsam erstellt wurden und ein Schritt in eine bessere Welt ermöglicht.

Als Teilnehmerin und Vertreterin des Deutschsprachigen Muslimkreises Karlsruhe erhielt ich die Möglichkeit meine Erfahrungen zu teilen aber auch viele Inspirationen und Eindrücke aus anderen muslimischen Gemeinden zu gewinnen. Zu wissen, dass es am anderen Ende des Äquators junge muslimische Aktivistinnen gibt, die gleiche Ziel verfolgen, den selben Herausforderungen gegenüberstehen und engagiert für den Abbau von Vorurteilen, rassistischen Äußerungen, Benachteiligung und Bildungsarmut Versuchen entgegen zu wirken, gibt Kraft und neue Energie.

Ich habe die Überzeugung gewonnen, dass es nichts gibt, was eine Frau nicht bewältigen kann. Es sind wiederum Frauen, die sich selbst Steine in den Weg legen. Wie wichtig scheint mir nun die Arbeit mit Mädchen in unseren Gemeinschaften. Noch bevor sie zu jungen Frauen heranwachsen sollen sie gefördert und ermutigt werden und ganz viel know-how, Visionen und Ideen entwickeln und an diesen festhalten.

Das Treffen auf internationaler Ebene scheint mir erst der Anfang neuer Inspirationen und Projekte zu sein. Die Vernetzung miteinander wird, so Gott will, weiterhin bestehen und zu neuen Intentionen führen. Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten mit dem selben Gedanken verlassen und zwar zurück in die eigene Community gehen und von den wundervollen Menschen, denen man begegnet ist, und ihren Aktivitäten berichten.

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