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Mazedonien: Jahrestagung der Europäischen Muslimischen Union. Von Ali Kocaman

Ein Signal aus Skopje

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Skopje, die traditionsreiche Hauptstadt Mazedoniens, war vom 28. bis zum 30. Mai der Tagungsort der diesjährigen Jahresversammlung der Europäischen Muslimischen Union (EMU). Bei der Eröffnung am 28. Mai begrüßten der Vorsitzende der mazedonischen humanitären Organisation „El Hilal“, Behixhudin Shehapi, und der EMU-Vorsitzende Abu Bakr Rieger die rund 120 geladenen Gäste aus dem Balkan, Westeuropa, Russ­land und der Türkei.

Das Einführungsreferat über „die Bedeutung des Balkans für Europas Muslime“ wurde von EMU-Ehrenpräsident Prof. Dr. Nevzat Yalçintas gehalten. Yalçintas umriss die vergangenen und gegenwärtigen islamischen Traditionen der Region und verwies auf das wachsende Potenzial und dessen Bedeutung für die Millionen Muslime Europas.

Am ersten Konferenztag hieß der türkische Botschafter in Skopje, Hakan Okcal, die Gäste mit seinem Einführungsreferat willkommen. Danach stellte Abu Bakr Rieger das Hauptthema der Konferenz vor: „Die europäischen Muslime haben keine Identitätskrise und sind in sich selbst ein Beweis dafür, dass es keinen Widerspruch zwischen ‘europäisch’ und ‘muslimisch’ gibt.“ Der Islam sei selbst keine Kultur, sondern filtere vielmehr bestehende beziehungsweise erzeuge neue, kulturelle Beziehungen und Verbindungen. „Die Muslime, die eine europäische Sprache beherrschen, repräsentieren heute ein ständig wachsendes Potenzial von Kazan nach Granada“, fügte Rieger hinzu.

Die Referate und Vorträge vom 29. Mai behandelten die rechtliche Lage der Muslime in Europa, die Rolle von Moscheen, die augenblickliche Finanzkrise sowie die Identität von Europas Muslimen. Der zweite Konferenztag war Vorschlägen und Anmerkungen der Teilnehmer und Gäste zu den Themen Medien, Frauen, Wirtschaft, Jugendaustausch usw. gewidmet. Zuletzt ging es um Erfahrungsaustausch, die Darstellung erfolgreicher Projekte und die Koordination gemeinsamer Aktivitäten.

In der Abschlusserklärung heißt es unter anderem: „Der Islam ist in Europa zu Hause. Er ist Teil der Kultur, der Geschichte und der Zivilisation des Kontinents. Der Islam und die Muslime können nicht als ein fremdes, ausländisches oder bloß eingewandertes Phänomen in Europa definiert werden.“ Die Existenz von einheimischen muslimischen Nationen und Völkern sei ein Beweis für dafür. „Wir, die Muslime Europas, sind selbstbewusst angesichts der und klar über unsere Identität als Europäer und als Muslime. Es gibt keinen Widerspruch zwischen diesen beiden Aspekten unserer Identität.“ Die EMU fokussiere sich auf die Umsetzung sozialer Aktivitäten und Programme, die sowohl Muslimen als auch Nichtmuslimen nutzen.

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