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Menschen in Gaza: Konflikte gefährden zivile Versorgung mit Elektrizität

Den Strom abstellen

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(Agenturen). In letzter Minute konnte Druck auf die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) von Seiten internationaler Vertreter – zeitweilig – verhindern, dass die Menschen in Gaza bei fallenden Temperaturen in Dunkelheit leben müssen. „Der Notfall wurde zeitweise aufgehalten, nachdem die PA dringende Mittel freigab, um zwei Treibstofftanker auf den Weg nach Gaza zu schicken“, sagte Osma Dabou von der Kraftwerksverwaltung in Gaza (GPP). Aber dies sei nur eine kurzweilige Unterbrechung des Problems. „Danach wird die Lage wieder einen kritischen Punkt erreichen.“

„Sollten die Treibstoffvorräte an ihr Ende kommen, müssen wir davon ausgehen, dass lebensnotwendige Dienstleistungen, die von Elektrizität abhängig sind, stoppen. Dazu zählen Krankenhäuser, Gesundheitszentren und die Abwasseraufbereitung“, erläuterte Jamal Hamad, Sprecher des UN-Hilfswerkes für Gaza (UNRWA).

Hinzu kommt das israelische Embargo. Tel Aviv hat Stromlieferungen aus dem israelischen Elektrizitätsnetz drastisch verringert. Die Lieferungen von Treibstoffen durch ­Israel für die Generatoren des Kraftwerks in Gaza wurden ebenfalls beschnitten. Darüber hinaus funktioniert das Stromnetz auch zu normalen Zeiten nicht voll, nachdem Bombardierungen in der Operation „Gegossenes Blei“ unbeseitigte Schäden hinterließen. Einer der Gründe dafür ist, dass Israel die Einfuhr wichtiger Ersatzteile für die Stromversorgung nach Gaza verhindert.

Wegen Treibstoffmangel waren die Menschen gezwungen, sich auf minderwertige Brennstoffen zu verlassen. Diese werden aus Ägypten durch Untergrundtunnel geschmuggelt. Der von Heimgeneratoren erzeugte Strom ist zu schwach, um damit zu heizen. Im Allgemeinen reicht er für eine begrenzte Zeit zum Kochen und für das Aufladen von Mobiltelefonen.

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