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Verjüngung durch Entgiftung

Mit dem Frühling kommt die Zeit, unseren Körper von überflüssigen Toxinen zu befreien

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Foto: dbreen/Pixabay | Lizenz: CC0 Public Domain

Sie müssen Öl und Filter ihres Autos wechseln, Sie machen den Abwasch, schrubben die Badewanne, nehmen eine Dusche und stellen sicher, dass sie sich zwischen den Fingern waschen.

Unser Körper aber lagert Chemikalien ein, weil wir in der Umwelt Giftstoffen ausgesetzt sind: von Zigarettenrauch, über ­Abgasen bis zu Pestiziden in Lebensmitteln und Chemikalien in Körperpflegeprodukten. Die Anhäufung schädlicher Substanzen fordert von unserer Gesundheit ihren Preis und beeinträchtigt unsere Vitalität. Auf Dauer führt das zu vielen ­Problemen, die sich durch Warnzeichen ankündigen. Zu den Hinweisen, dass unser Körper eine Entgiftung braucht, gehören unter anderem Antriebslosigkeit, Kopfschmer­zen, Müdigkeit, Verstopfung, Ekzeme, Allergien, Depressionen, Ge­wichts­zu­nahme, Muskelschmerzen und PMS.

Was ist „Entgiftung“?
Dies ist ein Prozess der körperlichen Reinigung von Elementen, die einen schädlichen Einfluss auf die Funktionen und Strukturen der Zellen haben. Im Anfangsstadium scheidet der Körper Ab­lagerungen aus, die er jahrelang angesam­melt hat. Nach Ansicht verschiedener Heiltraditionen ist das Frühjahr dafür die beste Zeit, weil die körperlichen Rhyth­men in Übereinstimmung mit den jahreszeitlichen sind.

Das traditionelle chinesische Modell sagt uns, dass der Körper als Reaktion auf den Wandel der Jahreszeiten sich verändert – genau wie jedes andere Lebewe­sen. Der Frühling ist der Moment für die Reinigung der Leber. In der modernen Physiologie gilt sie als das wichtigs­te Organ, in der sich Giftstoffe anreichern. Diese Jahreszeit gilt allgemein auch als Phase der Verjüngung. Intuitiv macht es Sinn, denn sie folgt auf den Winter – der Phase des Einlagerns und Bewahrens. Kein Wunder, fühlen sich doch viele von zusätzlichen Pfunde belas­tet, die sie während eines langen, kalten Winters anhäuften.

Ein weiterer Grund, warum der Frühling die ideale Zeit für die Entgiftung ist, liegt daran, dass sie eine kühlende Wirkung auf den Körper hat. Der Wechsel der Körpertemperatur wird durch das wärmere Klima ausgeglichen. Im ­Winter würde es Unbehagen bereiten. Natürlich kann eine Entgiftungskur zu jedem anderen Zeitpunkt durchgeführt werden.

Eine umfassende körperliche Reinigung sollte individuell angepasst werden, und bei eventueller, spezifischer Krankheiten unter Leitung eines ausgebildeten Gesundheitsberaters stehen. Dies gilt umso mehr, wenn diese Prozedur durch Fasten, Homöopathie, Kräuter und weitere Lebensmittelzusätze verstärkt ­werden soll oder wenn man seinen Körper ­bisher niemals dieser Art der Reinigung ausgesetzt hat. Obwohl die meisten der zum Einsatz kommenden Substanzen relativ harmlos sind und eine breite, therapeutische Wirkung haben, gilt dies nicht für alle. Man sollte sich bewusst sein, dass es im Anfangsstadium der Entgiftung zu Unwohlsein kommen kann, weil an­ge­häufte Giftstoffe zuerst im Körper freigesetzt werden, bevor er sie ausscheidet. Zu den erfahrbaren Symptomen zählen mehr oder weniger: Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Benommenheit.

Unter kontrollierten Bedingungen ist eine körperliche Reinigung zwischen drei Tagen und einer Woche möglich. Allerdings gibt es ebenso eine ganze Reihe milderer, täglicher Praktiken, die – in den Alltag eingebunden – Teil einer langfris­tigen Entgiftung den Frühling hindurch sein können. Diese praktischen Ratschlä­ge reinigen unser System und halten seine Funktion aufrecht. Ist man von alten Giftstoffen befreit, hat man mehr ­Energie und der Körper ist widerstandsfähig ge­nug, um viele Krankheiten überwinden zu können.

Praktische Tipps
Eine Auswahl von Kräutern, Vitaminen und Homöopathika spielt eine wichtige Rolle beim Reinigungsprozess. Je nach Lage werden oft bestimmte Säfte empfohlen. Bei Patienten, die unter ei­nem Magengeschwür leiden, wird Sauer­krautsaft eingesetzt. Zu Säften für andere Aspekte zählen Apfel, Zitrone, ­Karotte und Weintraube.

Die Mariendiestel hilft
Eine beliebte Pflanze, von der man häufig hört, ist die Mariendiestel. Sie ist ein besonderes Gewächs, das Zurückhaltungen von Gallenflüssigkeit verhindert und so der Bildung von Gallensteinen und so dem Aufbau von Toxinen vorbeugt. Die Mariendiestel ist am wirksamsten, wenn sie einen Silymarin-Gehalt von 70-120 mg aufweist. Eine sichere Methode für einen nicht kontrollierten Einsatz besteht in der Form eines milden Tees. Einige Tees, die bedenkenlos getrunken werden können, sind Luzerne, Klettenwurzel, Hagebutte und Löwenzahn. Letzterer ist reich an Vitamin A, C, Kalzium und Kalium. Die Pflanze ist leicht erhältlich und einfach einzunehmen. Bei einer medizinischen Anwendung werden die Wurzeln zu einem Saft gepresst, ge­trocknet, zu einem Extrakt verarbeitet, das in eine Kapsel gefüllt wird. Diese sollte drei Mal täglich vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Von seinen energetischen Eigenschaften ist der Löwenzahn eine kühlende Pflanze, die bei der Reinigung der Leber hilft. Er entwässert, ist bitter, reinigt das Blut und wirkt mild abführend.

Bewegung und Ruhe
Stretching stimuliert und eröffnet unsere Lymphdrüsen, ein Abwassersys­tem unseres Körpers. Es transportiert Abfallstoffe, sodass unser Immunsystem gut arbeiten kann. Aerobische Aktivitäten [jede Bewegung, bei der die ­benötigte Energie für die Muskelzellen durch aero­bische „Verbrennung“ unseres „Treib­stoffs“ erzeugt wird] verstärken die Gift­ausscheidung über die Lungen und mit Hilfe des Schwitzens durch die Haut.

Andererseits sollte man sich gerade in den ersten Tagen der Umstellung ausreichend Ruhe gönnen. Ein Nickerchen kommt da gerade Recht.

Nötige Ballaststoffe
Beinahe schon eine banale Erkenntnis ist, dass das großzügige Trinken von Wasser [keine große Mengen auf einmal, sondern über den Tag verteilt] eine der besten Möglichkeiten ist, Toxine aus unserem Körper zu schwemmen. ­Wasser ist das Trägermedium, mit dem die Nieren Abfallstoffe aus dem Blut spülen.

Eine ausreichende Zufuhr von Ballast­stoffen spielt auch eine wichtige Rolle, um die Entgiftung zu unterstützen. Die momentane Krebsforschung empfiehlt 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag, um die Entstehung von Krebs zu verhindern. Die meisten essen nicht genug Getreide, sowie die empfohlenen fünf bis sieben Obst- beziehungsweise Gemüseeinheiten pro Tag. Brot aus Weißmehl, indus­triell verarbeitete Speisen und Fertigmahlzeiten scheinen heute die Norm zu sein. Ihnen fehlt es an den wichtigen Fasern und anderen Nährstoffen. Ballast­stoffe binden Schwermetalle und ­andere Substanzen im Verdauungstrakt, sodass diese über den Stuhl ausgeschieden ­werden.

Ein Mensch, der keinen regelmäßigen Stuhlgang (ein bis drei Mal) hat, ist nicht im Gleichgewicht. Dies führt dazu, dass Gifte und Abfallstoffe länger im Körper verbleiben, als es nötig wäre. Darüber ­hi­naus ernähren sich die nützlichen Bakterien des Darms von den Fasern in Vollkornmehl, Früchten und Gemüsen. Dieser Prozess verringert außerdem die ­Bildung von Giftstoffen in unserem ­Verdauungstrakt.

Zur Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung sollte auch eine gradu­elle Erhöhung des Gemüseanteils in den täglichen Mahlzeiten gehören. Tauschen sie den Schokoladeriegel öfter mal gegen faserreiches Obst und stellen fest, wie viel besser man sich dann fühlt!

Will man sich entgiften, und hat keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme oder ist schwanger, dann wird das oben beschriebene Programm zu erkennbaren Unterschieden führen. Andernfalls müssen sich Menschen mit bekannten Ge­sundheitsproblem oder solche, die be­stimmte Organe ­entgiften wollen, um professionell gestaltete Programme bemühen.

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Dr. Reyhan Zaidi

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