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Moscheeverband zu Muslimfeindlichkeit und Wohlfahrt

DITIB fordert Polizeistudie und kündigt Gründung neuer Struktur an

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Foto: Pixabay | Lizenz: CC0 Public Domain

Köln (KNA/iz). Der Moscheeverband DITIB drängt auf eine Studie über Rassismus und Muslimfeindlichkeit bei der Polizei. Das Problem habe offenbar Dimensionen angenommen, die eine genauere Lageanalyse erforderten, sagte der Leiter der Abteilung für Gesellschaft, Öffentlichkeit und Zusammenarbeit, Zekeriya Altug, am 29. September vor Journalisten in Köln. „Da muss man jetzt hinschauen“, so Altug, auch mit Verweis auf eine jüngst bei der nordrhein-westfälischen Polizei entdeckte Chatgruppe mit fremdenfeindlichen Inhalten.

Der Funktionär betonte, es dürfe keine Pauschalurteile gegen Polizisten geben. Gerade deshalb sollte eine Studie dazu Klarheit schaffen. Altug bedauerte, dass es dagegen bisher Widerstand aus der Politik gebe. Die Polizei müsse für alle Menschen in Deutschland „Freund und Helfer“ sein, auch für die Muslime. „Da darf es keinen Zweifel geben“, mahnte Altug.

Am gleichen Tag erklärten die Kölner, man wolle „eine eigene Wohlfahrtsorganisation“ gründen. Sie solle langfristig in den Bereichen Senioren- und Jugendarbeit, Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung sowie Hilfe für Bedürftige aktiv werden, sagte der Generalsekretär des DITIB-Bundesvorstands, Abdurrahman Atasoy, am gleichen Tag in Köln. Die Satzung für den neuen Verein mit Namen „Ihsan“ (arab. für „Wohltat“) sei bereits ausgearbeitet, er rechne mit einer Gründung noch in diesem Jahr, so Atasoy.

Viele Angehörige der ersten Einwanderergeneration seien inzwischen in einem Alter, in dem sie Hilfe benötigten, erläuterte Zekeriya Altug. „Es fehlt aber bisher an kultursensiblen Angeboten für die älteren Menschen.“ Hier fülle der neue Wohlfahrtsverband eine Lücke. Anfangs gehe es dabei vor allem um Tagesbetreuung für Senioren und Hilfe bei der Erledigung von Einkäufen und Behördengängen. Langfristig strebe die DITIB auch einen staatlich anerkannten Pflegedienst an, so Altug. Bereits jetzt gebe es Kontakte zu Caritas und Diakonie.

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