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Münchner Moschee-Projekt: Benjamin Idriz drängt

„Es muss Fortschritte geben“

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München (KNA). Der Penzberger Imam Benjamin Idriz drängt auf Entscheidungen beim Plan für eine repräsentative Moschee in der Münchner Innenstadt. Er könne nicht noch zehn Jahre investieren, sagte Idriz der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). „In einer absehbaren Frist“ müsse es Fortschritte geben. Dem scheidenden Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hielt der Imam vor, das Projekt zwar unterstützt, aber nie zur Chefsache gemacht zu haben. Nach seinen Worten sind Sponsoren bereits gefunden, die wissen wollten, wie das Projekt aussehe. „Aber ohne Grundstück kann kein Architekt einen Entwurf machen.“

Seit 2007 setzt sich Idriz für eine Moschee in München ein. Dazu sollen ein Gemeindezentrum, eine Islam-Akademie mit Imam-Ausbildung, ein Museum und Bibliothek kommen. Doch bisher gibt es noch nicht einmal einen Standort. Ein zunächst ins Auge gefasstes städtisches Grundstück kommt inzwischen nicht mehr in Frage.

Der Imam bedauerte, dass viel Zeit verloren gegangen und viel Energie investiert worden sei. Herausgekommen sei nichts außer „hyperventilierende Rechtspopulisten“. Idriz spielte damit auf regelmäßige Demonstrationen und Unterschriftensammlungen in der Münchner Innenstadt durch die Partei „Die Freiheit“ an, die das Projekt mit einem Bürgerentscheid zu Fall bringen will.

Idriz setzt nun alle Hoffnung auf den neuen Münchner Oberbürgermeister, der im März gewählt wird. Auch auf die Europawahl im Mai werde man wohl noch Rücksicht nehmen müssen, bis eine Entscheidung falle.

„Wir Muslime leiden unter dem, was in der islamischen Welt schief läuft“, sagte der Imam. Islamophobie habe viel Gründe, die Muslime leider mitverursachten. Das Münchner Projekt könnte aber dazu beitragen, das Image der Muslime zu verbessern, so seine Vision. „Wir müssen unser Islamverständnis hinterfragen. Das geht nur in einer Einrichtung, in der frei diskutiert wird und jeder erlebt, dass Islam und die Werte unserer freien und modernen Gesellschaft sehr wohl zueinander passen.“

Einen neuen Namen hat das Projekt bereits: Es heißt nicht mehr „Zentrum für Islam in Europa“ (ZIEM), sondern „Münchner Forum für Islam“ (MFI).

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