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Muslime bauen Brücken

Das Islamforum Frankfurt will ein Miteinander statt ein Nebeneinander. Alexander Schmidt berichtet aus der Mainmetropole

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(iz). Sie sind Muslime, die ihre Stadt mit gestalten möchten. Dabei ist ihnen vor allem der respektvolle Umgang miteinander wichtig. Das Islam­forum in Frankfurt stellt sich vor:

Als Frankfurter Muslime verstehen wir den Islam als eine Religion der Mitte, aus der heraus wir angehalten sind, immer das rechte Maß zwischen den Extremen zu suchen. Dabei stellen wir uns bewusst in die eigene religiöse und theologische Tradition, die eine Pluralität der Auslegungen kannte und genau darin die eigene spirituelle und intellektuelle Fülle begründet. Wir wollen aus dieser Fülle schöpfen und in einer Spiritualität leben, in der die ganze Schönheit unser Religion zu Vorschein kommt.

Dazu wollen wir Muslimen eine spirituelle Heimat bieten, in der beides geht; modern sein und religiös. Wir stehen für eine Religiosität der Offenheit und Gleichheit aller , unabhängig von persönlichen Lebensentwürfen, Nationalität, Geschlecht, Religion. Aus unserem ­Islamverständnis heraus bejahen wir die freiheitliche demokratische Ordnung und sehen keinen Widerspruch zwischen recht verstandener Tradition und der Moderne. In diesem Sinne verstehen wir unsere ­plurale und tolerante Gesellschaft als ­Bereicherung und wollen als Muslime ­aktiv unseren Beitrag dazu leisten.

Darüber hinaus wollen wir Menschen anderen Glaubens und Nicht-Glaubens unser Islamverständnis dialogisch nahe bringen und es in einen offenen zivilgesellschaftlichen Diskurs stellen. So glauben wir, aus der muslimischen Religiosität heraus, einen wichtigen Beitrag zum Wohle unserer Gesellschaft zu leisten.

Wir sind Muslime und Frankfurter – das leben, denken und fühlen wir. Und doch glauben wir, dass es an der Zeit ist, auch aktiv unsere Stadt mitzugestalten.

Nach über einem Jahr ausgiebiger ­Recherche, wie wir in der Mainmetropole produktiv auf unterschiedlichen Ebenen mitwirken können, befinden wir uns nun motiviert in den Startlöchern. Hier sind wir nun: Das erste Islamforum in Frankfurt am Main.

Das Frankfurter Lebensgefühl ist ein facettenreiches. Mit 180 unterschiedlichen Nationen, so die Statistik der Stadt, ist die Mainmetropole vor allem für ihre Multikulturalität bekannt. So unterschiedlich die Nationalitäten in der Stadt sind, so vielfältig sind auch die daraus ­resultierenden Religionen. Ein friedliches Zusammenleben ist in diesem Zusammenhang nicht nur wichtig, sondern ­essenziell.

Genau dort möchten wir ansetzen: Mit unseren interreligiösen und interkulturellen Aktivitäten bieten wir eine Plattform des Austausches zwischen Nicht-Muslimen und Muslimen, in der wir unser gegenseitiges Verständnis fördern und das Gefühl des Miteinanders stärken können. Besonders für Nicht-Muslime sind wir eine Anlaufstelle für Fragen und Informationen rund um den Islam.

Aber auch das soziale Engagement darf bei unserer Arbeit nicht zu kurz kommen. Ohne uns dabei auf Bereiche festzulegen, haben wir vor, unsere Unterstützung dort anzubieten, wo sie benötigt wird. So engagieren wir uns derzeit einmal in der Woche in einem Seniorenheim, indem wir den Bewohnern – beispielsweise durch Gesellschaftsspiele oder Vorlesezeiten – Gesellschaft leisten. Auch waren wir erst kürzlich bei dem ersten World-Cleanup Day in Frankfurt mit am Start. Bei der weltweiten Aktion ging es darum, die eigene Stadt von Müll zu befreien. Mit unseren motivierten Teilnehmern konnten wir viele Bereiche abdecken.

Ganz egal um welche unserer Aktivitäten es geht – der respektvolle Umgang miteinander ist für uns selbstverständlich. Auch sind wir unabhängig und frei von Gruppierungen, Ländern und politischen Richtungen. Wir lehnen jegliche Art von Extremismus, Radikalismus und Dis­kriminierung ab.  Wir verstehen unser Handeln für diese Gesellschaft aus ­unserem religiösem Selbstverständnis ­heraus; indem wir alle Menschen als „Stellvertreter Gottes“ erachten. So ist jeder Mensch aufgefordert sich zum Wohle dieser Welt einzusetzen.Über unser soziales Engagement hinaus verstehen wir uns als eine religiöse Gemeinschaft, welche die Schönheit des Islams leben und zeigen will.

Wer mehr über uns erfahren möchte, ist gerne dazu eingeladen, uns auf Facebook (facebook.com/IslamforumFrankfurt/) oder auf unserer Webseite (frankfurter-islamforum.de) zu folgen. Auch freuen wir uns über jeden, der mitmachen und uns unterstützen möchte.

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