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Muslime fordern Einlenken von Seehofer

Deutschland muss jetzt Menschen aus Moria aufnehmen um der Menschenwürde willen

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Foto: afishman64, Adobe Stock

Köln (ZMD). Nach dem Feuer und der Zerstörung des Flüchtlingscamps in Moria, Griechenland, und die dadurch bedingte Obdachlosigkeit der 12.000 Geflüchteten mahnt der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) die Bundesregierung eindringlich, die obdachlosen Geflüchteten schnell in Deutschland aufzunehmen.

Hierzu sagte der Vorsitzende des ZMD, Aiman Mazyek, am 11. September: „Wir müssen diese Menschen aufnehmen und ihnen ihre Würde zurückgeben. Das gebieten unsere Werte als Deutsche wie auch unsere europäischen Werte der Humanität und Solidarität. Es gilt jetzt Humanität gegenüber den obdachlosen Menschen und der Solidarität mit unseren griechischen Geschwistern und ihrer Regierung praktisch einzulösen. Hier darf es weder um parteipolitisches Kalkül noch um Profilierung gehen, es geht schlicht um das Eintreten für die Menschenwürde. Ein Dach über dem Kopf und die Grundversorgung sind essentielle Bestandteile eines menschenwürdigen Lebens. Das muss – und das kann! – Deutschland notfalls auch alleine gewährleisten und muss keine „europäischen Lösungen“ vorschieben. Die Menschen brauchen jetzt Hilfe und nicht in Wochen oder Monaten.“

Der Verband kritisierte in diesem Zusammenhang die populistischen Aussagen einiger Politiker als menschenverachtend, denn nicht die Ursache für den Brand steht im Vordergrund, sondern die Menschen und die Gewährleistung eines menschenwürdigen Obdachs. Dies, zumal diese Lager erst gar nicht hätten entstehen dürfen. Europa hat hier versagt und auch Griechenland und die anderen Mittelmeeranrainerstaaten mehrfach alleine gelassen.

Die stellvertretende Vorsitzende des ZMD, Nurhan Soykan, sagte ergänzend: „Wir sind froh und sehr dankbar, dass sich einige Bundesländer und mittlerweile zehn Oberbürgermeister/innen sowie weitere Städte bereit erklärt haben, diese obdachlosen Menschen aufzunehmen. Diese stehen allesamt für unsere Werte der Menschlichkeit und Barmherzigkeit, wie sie auch unsere abrahamitischen Religionen allesamt vorgeben, und verdienen nicht nur unseren Respekt, sondern auch unsere volle Unterstützung. Die muslimische Zivilgesellschaft wird dabei sicher wieder ihren Beitrag, wie bereits seit 2015, leisten. Es ist nicht zu ertragen, wie Mütter mit ihren kleinen Kindern und ganze Familien auf offener Straße ohne jeden Schutz und ohne jede Privatsphäre ausharren müssen. Es bricht mir das Herz, diese Bilder vor unserer Haustür sehen zu müssen!“

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