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Neubau der Omar-Ibnulkatab-Moschee eröffnet. Von Yasin Alder

„Goldstück“ für Wiesbaden

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(iz). Ganz in der Nähe der Autobahn-Ausfahrt Wiesbaden-Biebrich, in der Henkellstraße, befindet sich inmitten einer gut situierten Wohnstraße seit 1996 die Moschee Omar Ibnulkatab. Ihr Namensgeber ist der zweite Khalif ‘Umar ibn Al-Khattab.

Mitte Juni wurde nun unmittelbar neben dem alten Moscheegebäude ein Neubau fertig gestellt und mit einem Freitagsgebet eröffnet. Über 500 Personen seien gekommen, berichtet der langjährige Vorsitzende Omar Lamkadmi. Der Moscheeverein hat rund 130 Mitglieder, davon stammen gut 80 Prozent aus Marokko, der Rest verteilt sich auf verschiedene arabische Nationalitäten und teils auch Muslime aus Afghanistan.

Die Pläne für den Neubau reichen bis ins Jahr 2004 zurück. In den Folgejahren wurden die finanziellen Mittel für das Projekt zusammengetragen. Die Ausführung ging dann recht zügig vonstatten. Die Baugenehmigung habe man innerhalb nach sechs Monaten bekommen, berichtet Lamkadmi, und kurz danach, im September 2008, begann man mit dem Bau. Das Grundstück gehört dem Moscheeverein. Besonders stolz ist Omar Lamkadmi auch darauf, dass man bei der Finanzierung ganz ohne Kredite ausgekommen sei.

Probleme habe es beim Neubau keine gegeben, alles sei reibungslos gelaufen. Die lokale Presse habe das Projekt positiv begleitet. Und auch das Verhältnis zu den Nachbarn sei sehr gut, sagt Lamkadmi. „Als wir in den 90er Jahren die Moschee gegründet haben, gab es anfänglich gewisse Ängste bei einigen Nachbarn. Aber nachdem wir uns kennen gelernt hatten, war das kein Problem mehr. Den Nachbarn gefällt die neue Moschee auch viel besser als die alte, wir haben sogar Lob bekommen, dass wir ein ‘Goldstück’ gebaut hätten“, erzählt der Moscheevorsitzende. Einige Nachbarn besuchten auch gelegentlich die Moschee und kämen zu einer Tasse Tee oder Kaffee vorbei. Im Bereich der allgemeinen Öffentlichkeits- und Dialogarbeit ist vor allem Dr. Takiuddin El-Hossny seit langem für die Moschee aktiv. Es komme auch immer wieder vor, dass Nichtmuslime in der Moschee den Islam annehmen.

Die neue Moschee, die mit ihrem gelben Farbanstrich und der Veranda an der Vorderseite ein wenig wie eine Villa wirkt (und sich damit gut in die umgebende Bebauung einpasst), besticht im Gebetsraum vor allem durch Helligkeit und Lichtdurchflutung sowie eine sehr angenehme Farbgebung des Teppichs. Die kleine Kuppel über dem Gebetsraum fällt von der Straße aus gesehen kaum auf, da sie sich eher im hinteren Teil des Gebäudes befindet.

Das alte Moscheegebäude, das während der Bauarbeiten praktischerweise weiter genutzt werden konnte, wird nun abgerissen; an seiner Stelle entstehen Parkplätze.

Seit kurzem hat die Moschee auch einen neuen Imam. Künftig möchte man noch einen weiteren Lehrer einstellen, der nur für Unterricht zuständig ist, denn man möchte Qur’an-Unterricht für Kinder nicht nur an den Wochenenden, sondern auf täglicher Basis anbieten. Derzeit wird der Unterricht von insgesamt rund 100 Kindern besucht. Außerdem gibt es Unterricht für Frauen, Nachhilfe für Schüler sowie Fußball und Taekwondo für die Jugendlichen. Letzteres mag ungewöhnlich klingen, doch ist der Vorsitzende Omar Lamkadmi Leiter einer erfolgreichen Taekwondo-Schule und war früher selbst aktiver Taekwondo-Sportler.

Für den 28. August 2010 ist, in Verbindung mit einen Iftar-Essen, eine offizielle Eröffnungsfeier geplant, zu der auch Nichtmuslime und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eingeladen sind.

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