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Neuer Höchststand bei Menschen mit Migrationshintergrund

Im Vorjahresvergleich wurde ein Zuwachs von 2,5 Prozent verzeichnet

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Foto: Freepik.com, williamperugini

Wiesbaden (dpa). Jeder Vierte in Deutschland (25,5 Prozent) hat ausländische Wurzeln: Mit 20,8 Millionen hat die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund einen neuen Höchststand erreicht. Im Vorjahresvergleich wurde ein Zuwachs von 2,5 Prozent verzeichnet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf Basis des Mikrozensus mitteilte. Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) hatte einen deutschen Pass, 48 Prozent waren Ausländer.

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit auf die Welt kam.

Nach Angaben des Bundesamts wurden 13,5 Millionen der Menschen mit Migrationshintergrund nicht in Deutschland geboren, sondern sind im Laufe ihres Lebens zugewandert. Fast jeder Zweite von ihnen nannte dafür familiäre Gründe, jeder Fünfte berufliche Gründe. Für 15 Prozent waren Flucht und Asyl demnach das Hauptmotiv.

Laut Bundesamt wurden bei der aktuellen Erhebung keine Menschen in Gemeinschaftsunterkünften erfasst. Während der Mikrozensus 2018 auf rund 9,9 Millionen Ausländer in Privatunterkünften kommt, wies das Ausländerzentralregister für das vergangene Jahr insgesamt 10,9 Millionen Ausländer nach.

Hintergrund
Die Zahlen bilden laut Bundesamt den Migrationshintergrund im weiteren Sinne ab. Dieser umfasst auch den Migrationshintergrund derjenigen, die mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden, aber nicht mehr mit ihren Eltern in einem Haushalt lebten – also Menschen, die Deutsche sind und in einem eigenen Haushalt leben, bei denen aber mindestens ein Elternteil ausländisch, eingebürgert, deutsch durch Adoption oder (Spät-)Aussiedlerin oder Aussiedler ist.

2018 konnten durch diese erweiterte Datenbasis zusätzlich zu den 19,6 Millionen Personen mit Migrationshintergrund im engeren Sinn weitere 1,2 Millionen identifiziert werden. 2017 wurden zudem methodische Neuerungen in der Befragung eingeführt, sodass die Ergebnisse für die Bevölkerung mit Migrationshintergrund im weiteren Sinn für 2017 nun zusammen mit den Ergebnissen des Berichtsjahres 2018 erstmals veröffentlicht werden können. Bei den Vergleichswerten zu 2017 ist die neue Methode bereits berücksichtigt.

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