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Oxfam: Mehr Waffenexporte der G20 im Jemen-Krieg als Hilfe

Zwischen 2015 und 2019 wurde das Fünffache an Rüstung im Vergleich zu humanitärer Hilfe exportiert

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Foto: World Food Programme

Berlin (KNA). Nach Berechnungen der Hilfsorganisation Oxfam haben die G20-Staaten den Jemen-Krieg deutlich stärker mit Waffenlieferungen befeuert, als dass sie humanitäre Hilfe finanziert hätten.

Demnach wurden von den führenden Industrie- und Schwellenländern etwa Waffen im Wert von mehr als 17 Milliarden US-Dollar nach Saudi-Arabien exportiert, seit der Golfstaat 2015 Kriegspartei im Jemen geworden ist, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Oxfam-Analyse hervorgeht. Diese Summe sei das Dreifache dessen, was die G20 aufbrächten, um in dem Bürgerkriegsland humanitäre Hilfe zu leisten.

Beziehe man auch die anderen Mitglieder der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition ein, steige der Wert der Waffen, die die G20 zwischen 2015 und 2019 dorthin exportierten, von 17 Milliarden US-Dollar auf mindestens 31,4 Milliarden an.

Dies sei mehr als das Fünffache des Betrages, den die G20-Staaten seit 2015 an humanitärer Hilfe für den Jemen geleistet hätten. Besonders groß sei dieses Missverhältnis bei den USA und Großbritannien.

Anlässlich des von Saudi-Arabien ausgerichteten virtuellen Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G20 am 14. und 15. November forderte Oxfam einen größeren Beitrag zum Hilfeaufruf der Vereinten Nationen sowie mehr Engagement für einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen. Saudi-Arabien hatte 2015 eine Koalition überwiegend arabischer Länder geformt, um die jemenitische Regierung in ihrem Kampf gegen die vom Iran geförderten Huthi-Rebellen zu unterstützen.

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