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Gegen Tierquälerei: Das islamische Schlachten hat klare Regeln

Eine kurze Einführung in die Theorie

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(iz). Das Schlachten nach den islamischen Regeln, auch Halal-Schlachten genannt, ist eine Voraussetzung dafür, dass Fleisch von Muslimen verzehrt werden kann. Der Begriff „Halal“ bezieht sich hier auf das Erlaubtsein des so geschlachteten Fleisches zum Verzehr.

Entgegen der Vorwürfe außenstehender Kritiker ist das nach dem islamischen Gesetz durchgeführte Schlachten keine Tierquälerei und wird von Muslimen auch mitnichten als solche empfunden. Der Vorgang unterliegt im Islam strikten Regeln, ohne die die Schlachtung nicht korrekt ist. Diese Regeln dienen dazu, das Tier so schonend wie möglich zu behandeln.

Durch die gesamte Art des Schlachtens wird deutlich, dass das Tier nicht wie eine „Sache“ behandelt werden kann, sondern auch diese Handlung mit einer entsprechenden Würde erfolgen soll. Ein fließbandartiges, industrielles Töten, in der Tiere eher als „Fleischprodukte“ behandelt werden, wie in den hiesigen Schlachthöfen, widerspricht eindeutig der islamischen Ethik.

Die Regeln gestalten sich wie folgt:

  • 1. Die Schlachtung eines Tieres muss räumlich von den übrigen Tieren getrennt vorgenommen werden, damit es nicht zusehen muss, wie ein anderes geschlachtet wird.
  • 2. Die Fesselung des Tieres muss derart erfolgen, dass es keinen Qualen ausgesetzt wird.
  • 3. Es muss vorher getränkt, gefüttert und beruhigt werden.
  • 4. Das Schlachtmesser muss sehr scharf sein und darf keine Scharten aufweisen.
  • 5. Vor der Schlachtung muss der Schlachtende ein vorgeschriebenes Gebet sprechen oder zumindest „Im Namen Allahs“ („Bismillah“) sagen.
  • 6. Der Schnitt muss sofort die Halsblutgefäße, Speise- und Luftröhre durchtrennen, damit der Tod schnellstens eintritt. In der Regel wird das Tier in liegender Position geschlachtet.

In diesem Zusammenhang soll auch das höchste islamische Fest, das Opferfest (‘Id Al-Adha), erwähnt werden, an dem es üblich ist, ein Tier zu schlachten, dessen Fleisch dann in der Regel teils selbst verzehrt, teils gespendet wird. Das Opferfest geht auf den Propheten Ibrahim (Abraham), Allahs Friede auf ihm, zurück. Dieser hatte Allah gelobt, falls Er ihm einen Sohn schenke, diesen um Seinetwillen zu opfern. Dieser Sohn, Ismail, hat ihn selbst darin bestärkt, den Eid zu erfüllen.

Als Ibrahim versuchte, Ismail die Kehle durchzuschneiden, passierte jedoch nichts. In diesem Moment erschien der Engel Dschibril (Gabriel) und gab Ibrahim einen Schafbock, den er stattdessen schlachtete. In Erinnerung an die Glaubensstärke Ibrahims und Ismails begehen die Muslime jedes Jahr das Opferfest.

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