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Peking: China warnt USA wegen Tibetern und Uiguren

"Verbieten"

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(dpa) Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hat US- Präsident Barack Obama aufgefordert, tibetische und uigurische Aktivisten aus den USA zu verbannen. Wie amtliche Medien am Mittwoch berichteten, äußerte Hu Jintao am Vortag in seinen Gesprächen mit Obama die Hoffnung, dass Washington tibetischen und ostturkestanischen Unabhängigkeitskräften «verbieten» werde, die USA als Plattform für ihre «antichinesischen separatistischen Aktivitäten» zu nutzen.

Die Äußerungen waren ein direkter Hinweis auf den Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, und die Führerin der Exiluiguren, Rebiya Kadeer, die von den USA aus aktiv ist. Vor seinem China-Besuch hatte Obama – offenbar aus Rücksicht auf Peking – ein Treffen mit dem Dalai Lama verschoben, allerdings beteuert, sich in Zukunft wieder mit ihm treffen zu wollen. Er forderte Hu Jintao auf, den stockenden Dialog mit Vertretern des Dalai Lama bald wieder aufzunehmen.

Die Uiguren-Frage hatte beide Präsidenten bei ihren öffentlichen Auftritten allerdings bisher nicht erwähnt. Die kommunistische Führung unterstellt sowohl Exiluiguren als auch Exiltibetern separatistische Bemühungen. In der Nordwestregion Xinjiang, wo die muslimische Minderheit vornehmlich lebt, war es im Sommer zu schweren Ausschreitungen von Uiguren und folgenden Racheakten von Han-Chinesen gekommen, bei denen nach offiziellen Angaben rund 200 Menschen ums Leben gekommen sind.

Nach ihrer Machtübernahme 1949 hatten die Kommunisten die Gebiete von Xinjiang und Tibet in die Volksrepublik einverleibt. Es gibt bis heute Spannungen, weil sich viele Angehörige der beiden Minderheiten von den Chinesen politisch und religiös unterdrückt sowie wirtschaftlich und sozial benachteiligt fühlen.

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