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Positiver Einfluss der Muslime

Unsere Herausforderung: Konstruktive Angebote in schwierigen Zeiten formulieren

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Foto: IZ Medien

(iz). Wir leben in einer Zeit der Umbrüche und Herausforderungen, die die Vorstellung eines „Endes der Geschichte“ ad absurdum führt. Europa als Ganzes – wie auch seine einzelnen Glieder – wird von Krisen und rasanten Veränderungen erfasst. Und sie stellen den früheren Optimismus bezüglich einer fortschreitenden europäischen Integration in Frage. Das berührt auch den fluiden Aspekt der europäischen Identität.

Ein Element dieser Unsicherheit ist die gestiegene Neigung, Europas Muslime als Herausforderung zu definieren. Ereignisse wie die jüngsten Anschläge von Brüssel (siehe S. 3) verleihen dieser Grundfrage eine erhöhte, konkrete Dramatik. Das belegen auch Kommentare aus den entsprechenden politischen Milieus.

Aber wie ein Brüsseler Taxifahrer in einer Aussage, die im Internet zirkulierte, deutlich machte, ist die europäische Realität viel weiter als dröge Debatten. Muslime in der belgischen Hauptstadt haben nicht nur als Ehrenamtliche oder Dienstleister der Bevölkerung in den Stunden nach den Anschlägen geholfen. Sie sind, wie alle anderen, als Bürger und beispielsweise als Polizeibeamte daran interessiert, dass extremistische Kriminelle hier keine Chance haben.

Die sich uns stellende Frage ist, wie wir uns als europäische Muslime den heutigen und kommenden Herausforderungen stellen. Ziehen wir uns in die Ecke soziologischer Minderheitendiskurse zurück oder leisten wir konstruktive und konkrete Beiträge, wie es Muslime als historisches Muster etabliert haben? Ohne Frage, wir leben in schwierigen Zeiten. Gleichzeitig werden wir aber im Qur’an daran erinnert, dass „mit der Erschwernis die Erleichterung kommt“. Und vom deutschen Dichter Friedrich Hölderlin ist eine Reflexion dieser Weisheit bekannt: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“

Es wäre unfair, nicht anzuerkennen, dass sich natürlich viel bei Europas Muslimen tut. Alleine in Deutschland gibt es ganz unterschiedliche Beiträge, mit denen Muslime über die eigenen Grenzen hinaus wirken und anderen die praktisch und helfend die Hand reichen.

So einigten sich in Frankfurt verschiedene Verbände, ihre Anstrengungen für die Flüchtlingsarbeit zu koordinieren und auszubauen. Am zweiten Märznachmittag hatten auf Initiative der europäischen IGMG-Mitglieder rund 130.000 Bürger in acht Ländern die Möglichkeit, Muslimen im Rahmen einer Straßenaktion zu begegnen und sich mit ihnen auszutauschen. Und wer hätte gedacht, dass es mit NourEnergy einen Verein gibt, der Moscheen, Kirchengemeinden und andere bei der Realisierung erneuerbarer Energien berät?

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Sulaiman Wilms

Sulaiman Wilms

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