IZ News Ticker

Posse: Wenn Qualitätsmedien mit Quellen arbeiten

Geplanter Krach an Weihnachten

Werbung

(iz). In einigen Medien und auf einigen Internetseiten war rechtzeitig zum Fest die Rede davon, dass der bekannte Scheich Yussuf Al-Qaradawi angeblich Weihnachten verbieten wollte. In der Berichterstattung benutzte man dabei Wörter wie „Heiligabend-Attacke“ (Spiegel.de) oder „Angriff auf Heiligabend“ (Bild.de). Diese Wortwahl und der Vorwurf  wurde inzwischen von zahlreichen deutschen Muslimen zurückgewiesen. Die Berichterstattung, die ein „Weihnachtsverbot“ für Christen in islamischen Ländern suggerieren wollte, ist irreführend und entspricht nicht der Wahrheit. Bei den zitierten Worten des Gelehrten Al-Qaradawi handelte es sich um seine Freitagspredigt vom 11.12.2009, die Mohamed Ibrahim, Imam einer Wolfsburger Moschee, sich in arabischer Sprache angehört hat.

Nach Aussage des Wolfsburger Gelehrten hat Qaradawi aber weder gegen Christen gehetzt, noch wollte er absurderweise ein „Weihnachtsverbot“ erreichen. Qaradawi wollte auch nicht „den Christen“ das Feiern verbieten. Seine Worte waren an die Muslime gerichtet, dass sie ihre Identität wahren und Weihnachten und Neujahr nicht feiern, da diese ja christliche und keine islamische Feste seien.

Er äußerte sich in dem Kontext verwundert über das Straßenbild der Stadt Doha (in der er lebt) anlässlich der „christlichen“ Feste, obwohl es dort kaum Christen gebe. Es gab – so legt sich der Wolfsburger Imam fest – kein Spott des Gelehrten, weder in der Wortwahl noch im Ton, als er die „Tatsache“ nannte, dass die Christen zu zwei unterschiedlichen Daten die Geburt Jesu Christi feiern würden.

Am wichtigsten ist es dem Wolfsburger Imam klar zu stellen, dass der Gelehrte Al-Qaradawi die Aussage „Kirchen dürfen keine Kreuze mehr tragen. Kirchenglocken dürfen auch nicht mehr läuten“ nicht getätigt hat.

Mohamed Ibrahim rief die Medien nun dazu auf, von der „Scharfmacherei“ abzulassen und sachlich und objektiv zu berichten. Christen und Muslime sollten sich nach Ansicht des Imams ihrer Verantwortung bewusst werden und gemeinsam für eine bessere, gerechtere und friedlichere Welt eintreten. “Allen Christen”, wünscht Ibrahim, “trotz der Berichte mancher Medien ein friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest.”

Euch gefällt der Artikel? Hier könnt ihr ihn teilen!

Facebook
Twitter
Instagram
Lade...

Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie "Akzeptieren" klicken.

Schließen